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Bericht von der Schiwa für Naftali Fraenkel

Am Montag dieser Woche, war unsere schweizer Korrespondentin in Israel zu Gast auf der Schiwah für die drei entführten und ermordeten jüdischen Jugendlichen Gilad Schaar, Naftali Fraenkel und Eyal Yifrach.
 
Von den sich seit Anfang der Woche überschlagenden Ereignissen in Israel betroffen, übersandte sie uns ihren Bericht:
 
Am Montag haben die Familien der drei ermordeten Schulknaben die 7tägige Schiwah (Trauerzeit) beendet, die nach der Beerdigung ihrer Kinder begann.
 
Hunderte Menschen aus ganz Israel strömten zu den Familien, um ihnen ihr Mitgefühl auszudrücken. Im Dorf „Nof Ayalon“ z.B., wo die Familie Frenkel wohnt, regelten Verkehrspolizisten den Zustrom der Autos in dem sonst sicher sehr ruhigen Ort.
Unzählige Besucher zu Gast auf der Schiwa der Familie Fraenkel.

Unzählige Besucher zu Gast auf der Schiwa der Familie Fraenkel.

Im Garten des Hauses waren riesige Zelte aufgestellt worden, mit unzähligen Ventilatoren, Getränke-Automaten und Psalmen-Büchlein. Es war äusserst beeindruckend, wie z.B. die Mutter des Ermordeten Naftali dem Ansturm von zum Teil fremden Leuten gewachsen war. Man hatte den Eindruck, dass sie es war, die die Schiwa-Besucher tröstete und nicht umgekehrt.
 
Angesichts des Erlebten fragte ich mich, woher diese tapfere Frau nach 18 Tagen von Bangen und Hoffen, den vielen Treffen und Auftritten und dann der schlimmen Nachricht vom Tod des Kindes, noch die Kraft nimmt so äusserlich beherrscht zu sein, um sich stundenlang mit den vielen betroffenen Leuten zu unterhalten.
 
Wahrscheinlich ist es auch für sie, wie so oft, schwieriger von der Schiwa aufzustehen, als Schiwa zu sitzen, wenn dann im Alltag plötzlich die Leere da ist. Aber so wie es scheint und auf vielen Spruchbändern zu lesen war, werden die anderen Familien des Dorfes sich sicher um die Familie in ihrer schweren Zeit kümmern.
Die Mutter des ermordeten Naftali Fraenkel.

Die Mutter des ermordeten Naftali Fraenkel.

Und die Gewissheit, dass Tausende von Menschen auch in der Ferne, ja in der ganzen Welt die Trauer der Familien teilen und in Gedanken mit ihnen sind, wird sicherlich auch ihre Wirkung haben.
 
Es wurde ein Aufruf verteilt, dass weltweit eine Million Menschen sich vor Schabbat-Beginn in Gedanken vereinen und für einen guten Zweck etwas spenden sollen, um anderen etwas Gutes zu tun und damit etwas Positives zu bewirken.
 
Von Ruth Bloch
 
Redaktion Israel-Nachrichten.org
 
 

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Von am 09/07/2014. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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