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Trotz Waffenstillstand schlagen Raketen in Israel ein

Trotz eines vom Sicherheitskabinett akzeptierten ägyptischen Vorschlags für eine Waffenruhe die zwischenzeitlich in Kraft getreten ist, werden aus dem Gazastreifen auch weiterhin Raketen in besiedelte Gebiete von Israel abgefeuert.

Das Kabinett kündigte in einer Erklärung die Annahme der Waffenruhe an, die um 9 Uhr Ortszeit am Dienstag in Kraft getreten ist.

Seitdem sind mehr als 35 Raketen aus Gaza auf den Süden Israels und weitere Raketen auf das Zentrum des Landes abgefeuert worden. In den Stunden nachdem in Israel die Waffenruhe in Kraft trat, wurden Raketen auch auf weit nördlich gelegene Orte wie Haifa und Zichron Yaakov abgefeuert.

Die Hamas übernahm die Verantwortung für die Langstrecken-Raketen die auf Haifa abgefeuert und vom Iron Dome-Raketenabwehrsystem abgefangen wurden.

Ein Haus in Ashdod und ein Hotel in Eilat erhielen direkte Raketentreffer, die Raketen waren am Dienstagmorgen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden.

„Israels Führung hat unsere Kräfte aufgefordert, die Operationen in Gaza einzustellen. Wir bleiben aber bereit auf Hamas-Angriffe zu reagieren und Israel zu verteidigen“, sagte ein IDF-Sprecher am Dienstagmorgen.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte nach einem Treffen mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier am frühen Dienstagnachmittag, dass trotz des akzeptierten Waffenstillstands Israel sich wenn nötig verteidigen wird.

„Wir nahmen den ägyptischen Vorschlag an um der Hamas eine Chance zu geben, den Raketenbeschuss auf Israel einzustellen und sich durch politische Mittel entwaffnen zu lassen. Aber wenn die Hamas diesen vorgeschlagenen Waffenstillstand nicht akzeptiert – und wie es scheint ist dies derzeit nicht der Fall, wird Israel die volle internationale Legitimität für eine erweiterte militärische Operation haben, um die nötige Waffenruhe herzustellen“, sagte der Ministerpräsident.

Hamas hat den Vorschlag für einen Waffenstillstand abgelehnt und nannte ihn nicht akzeptabel. Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri sagte der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan, dass die Hamas nicht offiziell von den Ägyptern oder einer anderen Partei über den Vorschlag informiert wurde. „Wir sind ein Volk unter Besatzung und Widerstand ist das legitime Recht aller besetzten Völker“, sagte er der Agentur Maan.

Reuters berichtete am Dienstagmorgen aber, dass die Hamas-Führung in Kairo war, um bei einem Treffen mit ägyptischen Beamten über die vorgeschlagene Waffenruhe in Gaza zu verhandeln.

Der militärische Flügel des Islamischen Jihad nannte den Vorschlag eine „Kapitulation“ und lehnte ihn ab.

„Wenn das, was in Umlauf gebracht wurde wahr ist, bedeutet diese Initiative Unterwürfigkeit und deshalb haben wir den Vorschlag abgelehnt. Er ist nicht die Tinte Wert, die beim Schreiben verwendet wurde“, heißt es in einer Erklärung die von der Agentur Maan veröffentlicht wurde.

Am frühen Dienstagmorgen wurden mindestens fünf Israelis verletzt, als drei Raketen in dem südlichen Badeort Eilat explodierten. Eine der Raketen traf vier Autos, die sofort Feuer fingen.

Die Raketen wurden von der Sinai-Halbinsel auf den Badeort abgefeuert.

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 15/07/2014. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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