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Fels in der Brandung – Tag 16 und 17

Trotz heftiger Bemühungen auf höchster Ebene, einen Waffenstillstand, oder doch zumindest eine neue „humanitäre Waffenruhe“ durchzusetzen, gehen die Kämpfe in Gaza weiter. 

Beide Seiten haben ihre Ziele klar und deutlich formuliert.

Die Hamas vertraut auf die Macht der Medien!

Abzug der israelischen Panzer von der Grenze zum Gazastreifen.

Freilassung aller Gefangenen, die während der Suche nach den drei entführten Jugendlichen verhaftet wurden.

Aufhebung der Blockade und Öffnung der Grenzübergänge für Waren und Menschen.

Aufbau eines internationalen See- und Flughafens unter der Aufsicht der UNO.

Ausweitung der Fischereizone auf 12 Seemeilen vor der Küste.

Internationalisierung des Rafah Grenzüberganges (mit Ägypten) unter der Kontrolle der UNO und befreundeter arabischer Nationen.

Internationale Truppen entlang der Grenze.

Israel muss Erleichterungen bei der Einreise für Betende in der Al Aksa Moschee gewähren.

Israel ist es verboten, sich in palästinische Politik hinsichtlich der Versöhnung (Fatah-Hamas) einzumischen.

Wiedereinrichtung der Industrieparks und Verbesserungen für die wirtschaftliche Entwicklung im Gazastreifen.

Fortgesetzte Lieferung von Gratisstrom nach Gaza.

Mir kommt vor, dass die Liste der Hamas Forderungen von Tag zu Tag wächst und Israel mehr und mehr knebelt.

Einen alten Plan hat Verkehrsminister Ysrael Katz aus dem Hut gezaubert: eine künstliche Insel, ca. 4,5 Km vor der Küste gelegen und durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. 

Damit ist auch meine Frage nach der „Hafenbrücke“ geklärt. 

Auf der Insel soll der Hafen, ein Kraftwerk, eine Anlage zur Wasseraufbereitung und vielleicht auch ein Flughafen gebaut werden. Auch der Ausbau der touristischen Infrastruktur wäre denkbar. Nicht vorgesehen sind Wohnhäuser. Die Verbindungsbrücke könnte für 100 Jahre unter internationaler Kontrolle stehen, während der die Seeseite von Israel kontrolliert würde.

Das operative Management der gesamten Infrastruktur wird in der Hand der Palästinenser liegen.

Bereits im Jahr 2011 hatte Katz dieses Projekt vorgestellt. 

Er ging damals  davon aus, dass der Bau insgesamt 10 Milliarden $ kosten würde. Als geschätzte  Bauzeit gab er 10 Jahre an. Durch das Projekt würden, so seine Vorstellung, ca. 100.000 neuen Arbeitsstellen geschaffen. 

Im neuen Katalog der Forderungen ist dieser Bau enthalten, damals wurden Stimmen laut, vor allem von wohldenkenden Umweltschützern und palästinensischen Politikern, dass das Projekt ein „Fantasiegebilde“ und die pure „Verrücktheit“ sei.

Ghassan Khatib der damalige Sprecher der PA formulierte seine Bedenken: „Wenn Israel etwas tun will, um das Leben der Palästinenser zu erleichtern, gäbe es viele viel leichtere Maßnahmen. (…) Wenn sie den Palästinensern helfen wollen, dann müssen sie die Blockade von Gaza aufheben, die Wiedervereinigung von Gaza und dem WJL zulassen, und die Gründung des Staates Palästina zulassen. In dem Fall sind sie eingeladen Vorschläge zu machen.“

Heute ist der damals abgelehnte Hafen Teil der Forderungen……

Goethe konnte ja nicht wissen, dass seine Worte „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen!“ auch einmal für die, seit Jahren mit nicht zielführenden Wort- und Schriftwechsel bis zum Platzen vollen Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern gelten könnten.

Israels Ziele sind weitaus pragmatischer: Zerstörung der Tunnelsysteme, um die Infiltration von Terroristen nach Israel zu beenden – Zerstörung der Waffenlager – Brechen der Macht der Hamas – Wiederherstellung der völligen Ruhe im Süden des Landes, bzw. wie man es zutreffender formuliert im Süden und im Zentrum von Israel. 

Hamas hat seit Beginn der Operation Fels in der Brandung mehr als 2.100 Raketen auf Israel abgeschossen, das entspricht im Durchschnitt einen Beschuss im 10 Minuten Takt. 

Nur ein Beispiel von heute, Donnerstagvormittag:

11:02 Alarm in Zentralisrael

11:12 Zwei Raketen wurden über Bat Yam und Petah Tikva abgefangen

11:19 Alarm in Tel Aviv

11:33 Drei Raketen wurden über Tel Aviv abgefangen

Wie unterschiedlich die Wertschätzungen für die ihnen unterstellen „Kämpfer“ ist, kann man deutlich erkennen.

Aus Katar meldete sich Khaled Mashaal zu Wort. Dort wird er von seinen Freunden verwöhnt bis zum geht nicht mehr und kann sich die Schreckensmeldungen aus sicherer Entfernung anschauen.

Für ihn ist es klar, dass es keinen Waffenstillstand geben kann, ohne dass alle Forderungen erfüllt sind. Den Modus Waffenstillstand gefolgt von Verhandlungen lehnt er kategorisch ab.

Lesen Sie den ganzen Beitrag auf dem Blog

Von Esther Scheiner

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 25/07/2014. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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