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Fels in der Brandung – Tag 31/ 32 (07. bis 08.08.2014)

Tatsächlich hat die Feuerpause auch über Nacht und bis jetzt, Donnerstag 22.00 gehalten.

Auch im Süden ist so etwas wie Normalität zurückgekehrt, 80% der Bewohner der besonders intensiv beschossenen Regionen waren in den Norden geflüchtet und kehren nun wieder nach Hause zurück, obwohl der Chef der Regionalverwaltung sie dringend aufgefordert hat, bis zum Ende der Feuerpause zu warten. 

Tzofit Peretz, eine Einwohnerin von Sderot beschreibt, dass sie trotzdem Angst hat. „Früher schauten wir angstvoll in den Himmel, jetzt schauen wir auf den Boden. Ich weiß nicht wie wir mit den Tunnel umgehen sollen, sie verursachen ein neues Trauma. Mein 11 Jahre alter Sohn ruft alle fünf Minuten nach mir und fragt „Ima, haben sie wirklich alle Tunnel zerstört? Was wird Aba tun, um uns vor den Tunnel zu schützen? Wie kann ich allein daheim bleiben, wenn es doch noch welch gibt? Und ich habe kein Antwort darauf.“

Und, dass die Angst berechtigt ist, belegt ein Interview, das der AlJazeera Journalist Tamer Al-Mishal wohl als das ultimative Highlight seines Berufslebens ansehen wird:

„Wir sind für einen langen Kampf vorbereitet. Wir können Ziele angreifen, die wir sogar diesmal noch nicht treffen konnten. Wir können wiederum die israelische Grenze durchbrechen.“ sagte der Izz ad-Din al-Qassam Kommandeur Abu Laith in einem Interview mit „The Times“ (Artikel kostenpflichtig) „Wir haben genug Raketen, mehr als sich der Feind vorstellen kann. Wir haben nur mit 10% unserer Kapazitäten gekämpft, der  Rest war aber bereit. Dieser Kampf war ein völlig anderer, als die vorhergehenden. Im Jahr 2008 hat uns der Luftkampf und die Luftüberwachung überrascht. Dieser Kampf war teuer für uns. Daher haben wir strategische Pläne entwickelt, den Kampf von der Oberfläche in den Untergrund zu verlegen.“

Tamar al-Mishal konnte bisher nie dagewesene Einblicke in die Welt der Hamas machen, nachdem die während der gesamten Kämpfe feige im sicheren Untergrund verschwundenen „Kämpfer“  langsam wieder in die Öffentlichkeit zurückkriechen.

 https://www.youtube.com/watch?v=Rp1zRkY9sqI&list=UUZRQxVfsxSkxvzcIaqikOKw&hd=1

Die Interviewten hielten ganz klar fest, dass sie den Kampf jederzeit wieder aufnehmen könnten, wenn ihre Forderungen für einen Waffenstillstand nicht erfüllt würden.

„Unsere Raketen sind immer noch auf die israelischen Fahrzeuge und Panzer gerichtet, die dort stationiert bleiben. Wir haben mehr als einen Panzer der Feinde in der Grenzregion in die Luft gejagt. Bis jetzt haben wir noch keinen Befehl erhalten, das Feld zu räumen. Wir sind in höchster Bereitschaft. Wir werden von hier aus weiter kämpfen, so lange bis der grauenhafte Feind einwilligt, die Forderungen unseres Widerstandes zu erfüllen.“

Ein anderer Terrorist fügte hinzu: „Wir sind jetzt hier in einem Schützenloch genau auf der Grenzlinie im Gebiet von Khazaa, weil wir den jüdischen Tricks einfach nicht glauben. Von hier aus haben wir verschiedene Siedlungen angegriffen – darunter Eshkol –  und wir haben von hieraus auch die dort zusammengezogenen Truppen beschossen.“

Bleibt die Frage: wo genau befindet sich dieser Tunnel und ist er noch in Funktion? Falls dies der Fall ist, wird die IDF ihn, wie angekündigt mit einem gezielten Luftangriff zerstören müssen. 

Heute tauchte ein neues Video von einem anderen Tunnel auf, der sich laut der Aussage des Reporters in der Nähe von Chan Yunis befinden soll. In diesem wären 29 Terroristen  während drei Wochen eingeschlossen gewesen, nachdem ein Tunnel eingestürzt war. Sechs von ihnen seien bei diesem Angriff getötet worden. Es ist nicht verifizierbar, ob diese Informationen stimmen.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4556452,00.html

Nachdem der Journalist, Tamer Al-Mishal, zu einem Netzwerk gehört, das in Katar ansässig ist, kommen mir langsam Zweifel, ob es sich nicht um eine Palliwood Inszenierung handeln könnte, die der Welt vorgaukeln soll, dass wir noch nicht alle Tunnel zerstört haben…..

Um einen Beitrag zur Lösung des scheinbar unlösbaren Problems zu leisten, haben Deutschland, Großbritannien und Frankreich angeboten, Beamte an den Grenzübergang Rafah nach Ägypten zu schicken. Man erhofft sich von dieser internationalen Hilfstruppe eine Erleichterung in den Bestrebungen diesen Grenzübergang wieder regelmäßig zu öffnen, resp. offen zu halten.  Bei SPON klingt das heute so: Israel fordert deutsche Inspektoren in Gaza.

Die Basler Zeitung hat heute sowohl in der Printversion, als auch in der online Ausgabe mit dem provokanten Titel „Wie in Gaza mit Schweizer Geld gehetzt wird“ für einiges Aufsehen gesorgt. Nicht nur, dass die BAZ als eine der ersten Zeitungen im deutschsprachigen Raum es für gut befunden hat, ihren Finger in eine offene Wunde, in dem Fall wieder die, die in den Machenschaften der UNWRA schwärt zu legen, sondern ihre Aussagen auch mit Videos zu belegen. 

Lesen Sie den ganzen Artikel auf dem Blog

von Esther Scheiner

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 08/08/2014. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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