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Soda Stream belebt die Wüste

Wie wir bereits vor wenigen Wochen berichteten, hat Soda Stream, bisher in Maale Adumim angesiedelt, beschlossen, die Herstellung der beliebten Soda Sprudler fortan nicht mehr im WJL, sondern im Israelischen Kernland zu betreiben

Reist man auf der Straße 40 nach Süden und biegt an der Lehavim Kreuzung links Richtung Arad/Totes Meer ab, so landet man regelmäßig im Stau und kann die Gegend betrachten. Noch bei meiner letzten Fahrt war auf der rechten Seite nichts als leeres, brachliegendes Land zu sehen. Weit und breit nichts, kein Gebäude, kein Beduinenzelt, einfach nichts. Und nun, vor einer Woche entdeckte ich dort einen recht groß angelegten Fabrikneubau: die neue Produktionsstätte von SodaStream!

Verkehrstechnisch bestens platziert, nur wenige Kilometer nördlich von Beer Sheva. Die einzige Israelische Autobahn, die Straße Nr 6 wird in wenigen Monaten auch in diesem Teilstück fertiggestellt werden. Der Hafen von Ashdod ist schon jetzt in weniger als einer halben Stunde erreichbar, für den Export ein eindeutiger Vorteil. Auch ein unmittelbarer Eisenbahnanschluss sollte bald kein Problem mehr sehr, die Strecke Tel Aviv – Eliat wird derzeit neu trassiert.

Ob die Entscheidung, das WJL zu verlassen nur eine rein geschäftspolitische Entscheidung war, oder ob die andauernden und störenden BDS Aktionen auch dazu beigetragen haben, sei dahin gestellt.

20 Millionen $ staatliche Unterstützung und jährlich 9 Millionen $ Einsparungen im Produktionsbereich (das entspricht 2%) sind ein nachhaltiges Argument.

Die Hauptakteure des BDS zeigen sich zufrieden, für sie hat das Management von SodaStream klar verloren. Trotzdem wollen sie nicht aufgeben. Der neue Stein des Anstoßes ist Rahat.12 Km nördlich von Beer Sheva gelegen, ist Rahat die größte Beduinenstadt Israels. Die steigende Bevölkerungszahl spricht dafür, dass diese von Israel zur Verfügung gestellte Wohn- und Lebensform von den Beduinen angenommen wurde. Opfer einer phantasierten Verdrängungspolitik wird hier wohl niemand werden.

SodaStream factory

Was sich abzeichnet ist eine win-win-Situation für alle Beteiligten. Nachdem der Produktionsstandort wesentlich grösser werden wird, als der bisherige, werden mehr Arbeitsplätze geschaffen.

Die Geschäftsleitung ist bereits in Verhandlungen mit dem Arbeitsministerium. Es steht zu erwarten, dass die meisten der bisherigen Arbeitnehmer das Angebot, am neuen Standort zu arbeiten nur zu gerne annehmen werden. SodaStream ist ein beliebter Arbeitgeber, der alle Mitarbeiter gleich bezahlt. Da wird der Weg von Ramallah (107 Km) oder von Hebron (48 Km) gerne in Kauf genommen.

Und für die Beduinen gibt es auch noch genügend neue Arbeitsplätze.

Von Esther Scheiner

Redaktion Israel-Nachrichten.org

 

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Von am 12/11/2014. Abgelegt unter „Während Israel nicht nur vom BDS boykottiert wird…“. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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