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Und die Welt schaut wieder einmal zu…

Im letzten Monat wurden mehr Israels Opfer von Terrorattacken, als in den vergangenen zwei Jahren.

Netanel Roi Arami stürzte vom 11. Stock eines Baugerüstes, nachdem beide Sicherheitsleinen vorsätzlich gelöst worden waren.
Sergeant Almog Shiloni wurde erstochen;
Dalia Lemkus wurde erstochen;
Der drusische Offizier der Grenzsicherheit Jadan Assad wurde überfahren
Shalom Baadani wurde während des gleichen Anschlages überfahren

Die drei Monate alte Haya Zissel Braun wurde durch den Aufprall eines Autos aus dem Kinderwagen geschleudert und verstarb in Folge schwerer Kopfverletzungen.

Die aus Ecuador stammende Karen Mosquer wurde während des gleichen Anschlages überfahren.

„Jörg Todenhöfer, selbsternannter Israelkenner und Hamasversteher kann wirklich nicht von sich behaupten, dass sein Lebensweg immer geradlinig verlaufen sei. Von 1972 – 90 war er MdB in der CDU, er war über Jahre hinweg entwicklungspolitischer und abrüstungspolitischer Sprecher seiner Fraktion. In den 80er Jahren war er aktives Mitglied der „Stahlhelmfraktion“. Was auch immer hinter dieser ominösen Gruppe steht – angeblich ist das nur ganz harmlos die Bezeichnung für den rechten, promilitärischen Flügel der CDU, geschmacklos ist der Name allemal. Bis 2008 war er stellvertretender Vorsitzender des Burda Medienkonzerns. Die Kriegs- und Krisengebiete der Welt stellen einen besonderen Reiz für ihn dar. Spektakulär war sein Besuch bei Assad 2011. Rafik Schami, ein syrisch-deutscher Schriftsteller schreibt dazu: „Und was ist daran so schlimm, dass sie als Prominente aufklären wollen? Gar nichts. Aufklärung ist immer gut. Aber wenn der Prominenz-Faktor zur Blendung führt und zur Akzeptanz einer von Fehlern, Rassismus und Falschheit getränkten Berichterstattung, so ist das nicht akzeptabel. Verblendung gepaart mit Eitelkeit ist gefährlich. Verblendung nicht nur gegenüber einer Diktatur, sondern auch gegenüber deren Gegnern.“

Am 09. November verbreitete er wieder einmal seine Dummheiten zu Israel, den Palästinensern und Gaza:
Liebe Freunde, Netanjahu kapiert es nicht. Was in Palästina gerade an Entsetzlichem geschieht, ist ein Aufstand entrechteter, gedemütigter, verzweifelter Gefangener. Gegen das Eingemauert sein in Gaza, dem größten Open-Air-Gefängnis der Welt. Gegen die 8.000fache Inhaftierung palästinensischer Kinder seit dem Jahr 2000. Meist wegen Steinewerfens. Gegen die 440 Kilometer langen, bis zu acht Meter hohen Mauern der Westbank, die die Palästinenser in ihren Städten und Dörfern wie Tiere einpferchen. Und ihre Felder zerschneiden. Und gegen die 500 demütigenden Schikane-Checkpoints von Palästina.
Gegen die täglichen Provokationen an den heiligen Stätten der Muslime in Jerusalem. Gegen die verbotenen und trotzdem vom israelischen Militär geschützten Provokationen in Hebron. Dort befindet sich Abrahams Grab-Moschee. Jeden Samstag ziehen israelische Siedler gesetzwidrig durch die Altstadt, um den Palästinensern zu zeigen: ‚Hebron holen wir uns auch noch!‘ Ich habe im August eine solche kafkaeske Gespenster-Demo miterlebt.
Zu Unrecht Gefangene pflegen sich zu wehren. In Palästina zu Recht. Völlig inakzeptabel ist selbstverständlich, wenn dabei israelische Zivilisten getötet werden. Doch das hat Israel den Palästinensern in Gaza, auf der Westbank und in Jerusalem leider ständig vorgemacht. Mit „Kriegsverbrechen“, wie Amnesty International mit großer Deutlichkeit sagt. Seit der 2.Intifada wurden rund 850 Israelis getötet, aber über 9.500 Palästinenser.
Niemand lässt sich auf Dauer einmauern und immer wieder in den Staub treten. Auch die gequälten Juden haben im Warschauer Getto irgendwann gegen ihre Gefangenenwärter zur Waffe gegriffen. Um ihre Würde zu verteidigen. Obwohl der Aufstand blutig niedergeschlagen wurde, sind sie heute stolz darauf. Zu Recht.
Wenn Israelis in Gaza gefangen wären, acht Meter hohe Mauern um ihre Dörfer und Städte stünden und sie als Menschen zweiter Klasse behandelt würden, würden sie sich auch erheben und kämpfen. Deshalb mein Appell an die israelische Regierung: „Behandelt die Palästinenser endlich so, wie Ihr selbst behandelt werden wollt“. Sonst gibt es wieder Krieg. Weil die israelische Politik gegenüber den Palästinensern ein einziges Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist. Auch ein Verbrechen gegen die unbestreitbar große kulturelle Tradition des Judentums.
(…)
Ministerpräsident Netanjahu hat gerade wieder mal die Zerstörung der Häuser von Urhebern „terroristischer“ Anschläge in Ost-Jerusalem angeordnet. Was wäre, wenn Palästinenserpräsident Abbas die „Zerstörung aller Häuser der Urheber der terroristischen israelischen Anschläge auf Gaza“ anordnen würde?? Würde da nicht auch ganz Israel aufschreien? Zeigt das nicht den totalen Irrsinn dieser Politik?
Heute feiert Deutschland den Mauerfall vor 25 Jahren. „Herr Netanjahu! Lassen Sie die Häuser der Palästinenser stehen! Sie haben bereits genug Häuser zerstört. Reißen Sie stattdessen die gottlosen Mauern von Palästina nieder! Was unter sowjetischer Besatzung eine Schande war, ist auch unter israelischer Besatzung eine Schande.“
Euer JT
In einem Interview im Kölner Stadt Anzeiger am Beginn der Operation „Fels in der Brandung“ argumentiert er recht nonchalant auf die Frage, ob die Besorgtheit der Israelis übertrieben sei: „Nein. Ich habe in Israel drei Mal einen Beschuss aus Gaza erlebt. Auch ich wäre als Israeli beunruhigt, wenn meine Stadt mit großen oder kleinen Geschossen beschossen würde. Aber die werden meistens entweder durch den israelischen „Iron Dome“ in der Luft zerstört oder zerschellen irgendwo. Die Israelis verwenden unvergleichbar schwerere und präzisere Raketen. Wenn die einschlagen, bebt die Erde. Da werden ganze Gebäude dem Erdboden gleich gemacht. Ich will mich hier nicht auf die Frage einlassen, wer mit dem Wahnsinn angefangen hat. Aber das ist hier ein völlig ungleicher Kampf. Die Israelis treffen und zerstören, die Hamas-Geschosse landen meist irgendwo im Umland von Städten und Siedlungen. Aber auch das hat Wirkung: Es verbreitet Angst.“

zerstörtes Gebäude

Michael Dickson (Stand with us) erlaubt sich, die Frage zu stellen:

„Das Gebäude wurde bombardiert. Vielleicht war es ein Terroristengebäude, vielleicht war es ein ziviles Gebäude, von dem Raketen abgefeuert, wir wissen es nicht. Die IDF weiß es… Also, hier ist die Frage:

Das Gebäude wurde zerstört. Wieso ist der Kinderwagen intakt? Wie kann da eine nagelneue, nicht mal leicht verdreckte Puppe liegen? Wie kann ein Kinderbuch und ein Teddy genau an der Stelle sein, wo du gerade sitzt?

Jürgen, sag uns: War das Foto gestellt? Wusstest du das? Vielleicht hattest du damit ja gar nichts zu tun? Jürgen, das ist wichtig. Das ist ein Konflikt der beide Seiten betrifft aber Fake-Bilder und Propaganda helfen da nicht weiter. Und danach sieht das hier aus. Ich rede das Leid der palästinensischen Zivilisten nicht herunter. Sie werden von der Hamas als Schutzschilde missbraucht und müssen die fürchterlichen Konsequenzen tragen.

Wir haben von palästinensischen Aktivisten aber eine Menge Bilder aus Syrien online gesehen, jede Menge Fake-Propaganda. Also Jürgen, wie erklärst du dieses Foto?“

Und erhält darauf folgende Antwort:

„Das Foto des zerbombten Hauses in Gaza hat Diskussionen ausgelöst. Das war erwünscht. Wir werden daher am Wochenende weitere Fotos aus Gaza veröffentlichen. Die Realität und das Leid in Gaza sind viel größer als manche Kriegsfreunde zugeben wollen.“

Ebenfalls am 09.November twitterte Staatschef Ajatollah Ali Chamenei, wie er sich die „Eliminierung Israels in 9 Punkten“ vorstellt:

Das künstliche zionistische Regime habe es in den 66 Jahren seines Bestehens nicht geschafft, seine Ziele zu erreichen. Um allen Morden, Verfolgungen, Massakern etc. nun endlich ein Ende zu setzen, müsse das Regime eliminiert werden. Dazu hat die Islamische Republik einen praktischen und logischen Vorschlag parat.
1-3 Mit allen Ureinwohnern Palästinas, also all jenen, die bereits vor 1948 im Land lebten, gleich welcher Religion und Ethnie wird ein Referendum durchgeführt. Eingeladen dazu sind auch alle Ureinwohner, die derzeit nicht im Land leben.
3 Alle später nach Palästina „gelockte“ Bürger sind vom Referendum ausgenommen.
4 Die anschließend neu gewählte Regierung wird entscheiden, ob nicht palästinensische Immigranten im Land bleiben dürfen, oder in ihre Heimatländer zurückkehren müssen.
5 Dieser logische und faire Plan ist für die Weltbevölkerung verständlich und wird von allen unterstützt werden. Man geht davon aus, dass der Plan von den „zionistischen Usurpatoren“ abgelehnt wird, woraufhin die Staaten, Regierungen und Widerstandbewegungen gefordert sein werden.
6 Bewaffneter Widerstand sei dann die einzige „Kur gegen das verderbliche Regime“
7 Das WJL muss ebenso wie Gaza bewaffnet werden, jeder den das Schicksal der Menschen dort berührt muss dazu beitragen.
8 Vorgeschlagen wird, dass weder ein klassischer Krieg durch die muslimischen Länder begonnen wird und auch die eingewanderten Juden nicht ins Meer geworfen werden. Auch eine Schlichtung durch die UN oder andere Organisationen wird abgewiesen.
9 Jeder Kompromiss wird abgelehnt. Nicht der Beschuss aus Gaza hat Israels Verbrechen ausgelöst. Arafat wurde von Israel vergiftet, obwohl er die meisten Kontakte hatte. Das ist Beweis genug, dass Israel „Frieden“ nur als Trick für weitere Verbrechen und weitere Besatzung dient.
Ja, so löst man die Probleme höchst elegant!

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von Ester Scheiner

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 12/11/2014. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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