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MDA vereint Familienmitglieder die im Holocaust verloren gingen

Auch 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, sind viele Überlebende des Holocaust immer noch auf der Suche nach verlorenen Familienmitgliedern.

Rund 1.000 Anfragen aus der ganzen Welt erreichen jährlich die Organisation Magen David Adom, in denen Überlebende ihre Familienmitglieder suchen.

Ein Erfolg bei der Zusammenführung auseinander gerissener Familienangehöriger konnte im vergangenen Monat erreicht werden.

Eran Witt, ein 77 Jahre alter Israeli aus dem Kibbuz Beit-Haemek, wurde mit seiner Cousine, Tania Mak, aus den Niederlanden wieder vereint.

In einem Interview schilderte Witt der Tazpit Nachrichtenagentur wie er seine Cousine wiederfand:

„Tania Mak, ist die Tochter meines Onkels und wurde im Jahre 1942 in den Niederlanden geboren. Weil mein Onkel im Zweiten Weltkrieg ermordet wurde und auf diese Weise seine Verbindung mit meinem Vater abbrach glaubte ich, dass ich keine lebenden Verwandten mehr hätte“, sagte Witt.

„Ich erhielt eine Nachricht von Susan Edel, vom Magen David Adom in der sie mir mitteilte, dass ich eine Cousine in den Niederlanden habe. Susan hat mir Tanias Telefonnummer übersandt, und seitdem haben wir unsere Familienbande neu geknüpft“, fügte Witt hinzu.

„Als ich das erste Mal mit Tania sprach war dies sehr emotional, ich fühlte mich wie in einem Märchen. Ich hoffe nun, dass ich mich in naher Zukunft mit ihr treffen kann, in Israel oder in den Niederlanden.“

Magen David Adom ist Israels Rettungsdienst. Im Jahr 2006 wurde er offiziell vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz, als nationale Hilfsorganisation des Staates Israel anerkannt. Die Organisation ist auch Mitglied in der Internationalen Föderation des Roten Kreuz und des Roten Halbmondes.

Durch die Verbindung zwischen Magen David Adom und dem Roten Kreuz, war Tania Mak aus den Niederlanden in der Lage, ihren verloren Cousin Eran Witt in Israel zu finden.

Susan Edel, eine Freiwillige in der Abteilung für Wiederherstellung von Familienverbindungen beim Magen David Adom, sagte der Tazpit Nachrichtenagentur, dass die Abteilung jährlich zahlreiche Anfragen zum Auffinden von Angehörigen von Juden aus der ganzen Welt erhält.

„Wir bekommen viele Anfragen aus der ganzen Welt, viele stammen aber auch von Israelis die aus den ehemaligen Sowjetländern Osteuropas nach Israel eingewandert sind. Viele haben erst vor kurzem erfahren, dass es eine reale Chance gibt verlorene Verwandte wieder zu finden“, sagte Susan Edel.

„Es dauert in der Regel viel Zeit, um eine unterbrochene Familienverbindung wieder herzustellen. Wir suchen in Archiven, im Internet und bei Regierungsbehörden. Wenn wir Erfolg haben, ist es zumeist sehr emotional“, fügte sie hinzu.

„Ich erinnere mich an die erfolgreiche Geschichte einer Familienzusammenführung in der wir in der Lage waren, verlorengegangene Geschwister, einen Bruder und eine Schwester wieder miteinander zu verbinden. Sie hatten sich seit über 60 Jahren nicht mehr gesehen, es war sehr emotional“, sagte Susan Edel.

Von Yotam Rozenwald

Tazpit News Agency

für Israel-Nachrichten.org

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Von am 28/01/2015. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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