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Berlin 1938 – Die Judenhetze der Nazis nimmt Formen an

Die Berliner Börsen Zeitung berichtet

Der Aufmacher dieser Ausgabe vom 15. Dezember 1938 beginnt mit der „Bilanz des stolzen Werkes der Autobahnen“, und führt weiter unten auf der Titelseite aus:

Die „unbegrenzten Möglichkeiten“ in der USA-Demokratie

Betrug, Unterschlagung, Bestechung – Spurlos verschwundene Millionenwerte – Das Judentum in Führung

Berliner Bürsen-Zeitung 15. Dezember 1938. Foto: Archiv/RvAmeln.

Berliner Bürsen-Zeitung 15. Dezember 1938. Foto: Archiv/RvAmeln.

New York, 15. Dezember.
In New York wurde einer der größten Finanzskandale in der Geschichte der Stadt aufgedeckt. Seit mehreren Tagen versuchen die Behörden, den Verbleib von 18 Millionen Dollar an Wertbeständen der angesehenen Engros-Drogenfirma McKesson & Robinson festzustellen, die einfach verschwunden sind. Der Präsident und der Vizeschatzmeister der Drogenfirma wurden am Mittwoch unter der Beschuldigung, die Bundesgesetze zur Regelung des Wertpapier- und Börsenwesens verletzt zu haben, verhaftet. Sie haben dem Vorstand der Fondsbörse, an der die Aktien der Drogenfirma gehandelt wurden, falsche und irreführende Finanzausweise vorgelegt. In Verbindung mit der Untersuchung dieses sensationellen Falles erhielten etwa hundert Börsenmakler und andere Personen – darunter auch Juden – gerichtliche Vorladungen. Die Untersuchungsbeamten erklärten, daß verschiedene Lagerhäuser mit angeblichen wertvollen Lagerbeständen nur als Postadressen existierten.

New York, 15. Dezember.
Auf Grund der Ergebnisse der Voruntersuchung des Alkoholschmuggelskandals, durch den die amerikanische Regierung um Steuern in Höhe von 750 000 Dollar betrogen wurde, ist jetzt die Anklage gegen zehn Gesellschaften und 32 Einzelpersonen erhoben worden. Letztere gehören in der Mehrzahl der jüdischen Rasse an. Hauptangeklagte sind die Juden Joseph Samberner, Joseph Chalawski, Louis Diamond, Joseph Schapiro, Saul Sugermann und Saul Pier. Sie werden beschuldigt, mehrere Millionen Gallonen für Haarwasser und Insektenvertilgung bestimmten, steuerfreien denaturierten Alkohol an New Yorker Nachtlokale verkauft zu haben.

Washington, 15. Dezember.
Die Einflußnahme der Juden auf die Verwaltung unter der Rooseveltregierung hat zu einem großen Bestechungsskandal geführt, der gegenwärtig in den Vereinigten Staaten viel von sich reden macht. Nachdem die Angelegenheit jahrelang vertuscht und hinausgezögert worden war, läßt es sich nicht mehr vermeiden, nun endlich den Prozeß gegen die Juden Nathan und Josef Silverman zu eröffnen. Der Prozeß wirft ein einzigartiges Licht auf die seltsamen Beziehungen dieser Juden zum Kriegsministerium der Rooseveltregierung. Das Kriegsministerium hatte den Juden im Jahre 1934 Heeresgut zum Ankauf überlassen. Die Anklage wirft den Gebrüdern Silverman vor, dabei eine Reihe von Offizieren und Beamten des Kriegsministeriums bestochen zu haben.

New York, 15. Dezember.
Die New Yorker Zeitung „World Telegram“ berichtet über einen neuen Fall von dreister jüdischer Nötigung gegenüber einer amerikanischen Firma. Auf dringendes Verlangen einer auch im Verlagswesen mächtigen Judengruppe habe sich die Verlagsbuchhandlung Simon und Schuster gezwungen gesehen, drei gutgehende Werke, und zwar zwei Novellen von Jerome Weidman sowie das Buch „Miniature Photography“ von Richard Simon zurückzuziehen. Die Novellen paßten den Juden nicht, weil die Hauptperson ein jüdischer Betrüger in der Kleiderindustrie ist, während in dem Buche Simons gewagt wurde, wahrheitsgemäß deutsche Photoapparate als gut zu bezeichnen.
Auf Seite 3 schreibt das Blatt weiter: Weiterer Massenzuzug von Juden zunächst abgelehnt.

England wartet auf die Palästina-Konferenz
London, 15. Dezember.
Kolonialminister MacDonald teilte auf mehrer Anfragen zum Thema Palästina mit, die britische Regierung könne der sofortigen zusätzlichen Einwanderung von zehntausend Juden nach Palästina nicht zustimmen. MacDonald brachte zum Ausdruck, daß die britische Regierung vor der Londoner Palästina-Konferenz die Einwanderungsquote nach der einen oder anderen Seite nicht abändern möchte.

Interesse an der Judenfrage in Rumänien
EP Bukarest, 15. Dezember.
Unter dem Vorsitz des Königs fand im Königlichen Schloß ein Ministerrat statt, in dem das weitere Arbeitsprogramm der Regierung erörtert wurde. Nach der über die Sitzung ausgegebenen amtlichen Verlautbarung wurde zunächst beschlossen, großangelegte öffentliche Arbeiten durchzuführen. Sodann wurden die Modalitäten festgesetzt, die am besten geeignet sind, die rumänische nationale Arbeit im allgemeinen und die Arbeit der rumänischen Bauern im besonderen wirksam werden zu lassen. Es wurde ferner beschlossen, die im Revisionsverfahren ihrer Staatsbürgerschaft verlustigt gegangenen Personen unter die Wirksamkeit des Gesetzes über über den Schutz der nationalen Arbeit zu stellen und sie als fremde Staatsbürger zu behandeln.

Ferner beschloss der Ministerrat die Unterstützung der Vereine, die sich mit der Förderung der jüdischen Auswanderung befassen. Im Zusammenhang damit wurde die Judenfrage auch in ihren internationalen Belangen geprüft und beschlossen, daß sich Rumänien an der Lösung der zu einer Weltfrage gewordenen Judenfrage beteiligen werde.

Mit derartiger Propaganda bereiteten die Nazis mit ihrer antisemitischer Propaganda und „Berichterstattung“ die Vernichtung des europäischen Judentums vor.

Von Rolf von Ameln

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 25/03/2015. Abgelegt unter Spiegel der Zeit. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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