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Israelische Spezialisten helfen bei der Bergung der Opfer

Sie sind immer zur Stelle, wenn es darum geht, Opfer von Terroranschlägen, Unfällen und Naturkatastrophen zu bergen. Sie erfüllen ihre Aufgabe mit unendlicher Geduld und Sorgfalt.

ZAKA (hebr. זק״א) wurde 1989 nach einem Terroranschlag gegründet. Die ca.1500 Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, alle auffindbaren, auch noch so kleinen Leichenteile und Blut der Opfer einzusammeln und zu identifizieren, um eine den jüdischen Vorschriften entsprechende Beisetzung zu ermöglichen.

ZAKA Spezialisten im Einsatz. Foto: ZAKA Org.

ZAKA Spezialisten im Einsatz. Foto: ZAKA Org.

ZAKA heißt „Identifizierung von Unfallopfern“, eine Bezeichnung, die die Aufgabe nicht wirklich gut beschreibt. Sie umfasst weit mehr und wird weitaus besser getroffen durch die Bezeichnung Chessed schel Emet, das wörtlich „Gnade der Wahrheit“ heißt.

Alle Mitglieder müssen verheiratet sein und die ausdrückliche Zustimmung der Ehefrau für diese unglaublich schwere und belastende Aufgabe haben. Die meisten Mitglieder sind jüdisch-orthodoxe Männer.

Jeder dazu qualifizierte Jude wird den Shabbat und jeden Feiertag ohne Zögern unterbrechen, um ein Leben zu retten. Das kann von der notwendigen Fahrt zum Arzt oder ins Spital, bis hin zur lebensrettenden Operation gehen. Jedoch darf dieser Liebesdienst nicht am Shabbat oder an Feiertagen ausgeübt werden, wenn es darum geht, Verstorbene zu suchen und zu identifizieren. ZAKA Einheiten, bestehend aus Drusen, Beduinen und Moslems, die ansonsten hauptsächlich in ihren Wohnorten eingesetzt werden, übernehmen dann die Suche.

Seit 1995 ist ZAKA in Israel und seit 2005 auch von der UNO offiziell als Hilfsorganisation anerkannt.

Seither sieht man die Männer mit den grell-gelben Warnwesten weltweit bei ihren Einsätzen: nach dem Tsunami in Thailand, nach dem Hurrikan in New Orleans, nach dem Absturz des Columbia Space Shuttle, nach Terroranschlägen in der Türkei, in Mumbai, nach Erdbeben in der Türkei, in Japan, Haiti uvm.

Heute am frühen Vormittag flog ein acht köpfiges ZAKA Spezialistenteam nach Frankreich, um den Rettungstruppen an der Absturzstelle des Flugzeuges von German Wings bei der Suche nach Opfern zu helfen. Auf Wunsch der Familie des beim Absturz getöteten Israeli, Eyal Baum, hat Lufthansa, die Muttergesellschaft von German Wings, die Transportkosten übernommen.

Weitere Informationen über ZAKA finden Sie hier…

Von Esther Scheiner

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 30/03/2015. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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