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Holland widerruft die Rentenkürzung von Holocaust-Überlebenden

Nach dem Protest einer Gruppe von Holocaust-Überlebenden in Israel, hat die niederländische Regierung ihre Entscheidung rückgängig gemacht, Pensionszahlungen an eine 90-jährige Frau zu kürzen, weil sie in einer Siedlung im Westjordanland lebt.

Die Entscheidung wurde in dieser Woche in einem Schreiben von Caspar Veldkamp, dem Botschafter der Niederlande in Israel angekündigt.

Damit reagiert er auf einen Brief den ihm Colette Avital, Leiter des Zentrums der Organisationen der Holocaust-Überlebenden in Israel, geschickt hatte.

Avital protestierte in dem Brief gegen die Entscheidung der niederländischen Regierung, die Pensionsberechtigung einer in Israel lebenden Holocaust-Überlebenden zu kürzen.

Niederländische Beamte hatten der Frau in einem Schreiben erklärt, dass ihre Pension gekürzt wurde weil sie jenseits der Grünen Linie, außerhalb von Israels Grenzen von vor 1967 wohnt.

„Meine Regierung ist der Auffassung, dass dieser Brief ein unglücklicher Irrtum war, der hätte vermieden werden sollen“, schrieb Veldkamp in dem Brief, der an die Agentur JTA weitergeleitet wurde.

„Da die Betroffene nicht über die Folgen des Umzuges in die besetzten Gebiete informiert wurde, wird ihre Rente nicht reduziert werden“, fügte Hollands Gesandter hinzu.

Niederländer mit Wohnsitz in Israel, erhalten ihre volle Altersrente aus den Niederlanden durch ein Sozialversicherungsabkommen beder Länder. Doch die niederländische Regierung weigert sich, den Vertrag auch im Gebiet jenseits der Grünen Linie anzuerkennen.

Die betreffende Frau erhielt in den Niederlanden ein monatliches Ruhegeld von etwa 1000 Euro, dass nach dem Umzug nach Israel um 35 Prozent gekürzt werden sollte, nachdem die niederländische Regierung festgestellt hatte das sie im Westjordanland lebt.

„Wir finden es nicht akzeptabel, älteren Menschen die in den dunklen Tagen des Zweiten Weltkriegs in Ihrem Land [Niederlande] und über dessen Grenzen hinaus schweres erlitten haben, ihren erworbenen Rentenanspruch zu kürzen“, schrieb Avital Veldkamp.

Zusätzlich zu den Grundversorgungsleistungen in den Niederlanden die als AOW bekannt sind, zahlt die niederländische Regierung auch spezielle Einkommensbeihilfen an Holocaust-Überlebende.

Von dieser Beihilfe ist die Frau nicht betroffen, wenn sie ihren Wohnsitz in der Westbank hat. Jedoch kann ihre Rente erhöht werden, um die vorgesehene Kürzung ihrer AOW-Zahlungen auszugleichen, sagt Henoch Wajsberg, ehemaliger Vorsitzender der Irgun Olei Holland, der Gruppe die niederländische Einwanderer in Israel betreut.

„Wir haben seit Jahren um die Rentenansprüche von Personen mit Wohnsitz jenseits der Grünen Linie gekämpft, denn dies ist im Wesentlichen keine politische Frage, die aber politisiert wird“, fügte Henoch Wajsberg hinzu.

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 13/05/2015. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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