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Völkerwanderung zum Licht

In Jerusalem endete am Donnerstag die 8-tägige Veranstaltung des „Jerusalem Light Festival“.

Selbst am letzten Abend, eine Stunde vor dem „Lichterlöschen“ pilgerten noch Tausende von Leuten aus ganz Israel und aus allen Schattierungen dichtgedrängt in die Altstadt, wo teilweise fast kein Durchkommen möglich war.

In unzähligen, überaus kreativen, Licht-Installationen – nicht wenige davon stammen von ausländischen Künstlern – wurden dabei altehrwürdige Mauern, Gebäude und Plätze in schillernd-bunte, lebende, tönende Steine und Gestalten verwandelt. Da konnte man staunend lustige Geschichten, historische Begebenheiten, biblische Bilder oder andere, kunstvolle Licht-Blicke sehen. In verschieden-farbig bezeichneten Weg-Strecken wurde man „hinter’s Licht geführt“, bzw. mitten rein.

Jerusalemer Lichterfest. Blooming Meadow - Jaffa Gate Plaza. Foto: lightinjerusalem.org.il

Jerusalemer Lichterfest. Blooming Meadow – Jaffa Gate Plaza. Foto: lightinjerusalem.org.il

Beim Damaskus-Tor und im Armenischen Quartier z.B. hingen Dutzende von buntbemalten, beleuchteten Lampenschirmen, die von Kindern aus der Altstadt gestaltet worden waren, und daneben am Kirchturm beim Har Zion sah man vermeintlich eine grosse Kirchenglocke, die scheinbar läutend ständig hin- und herschwenkte. Am Migdal David trieben Riesen-Tintenfische in der Luft ihr leuchtendes Unwesen, und viele weitere Fabeltiere säumten die Wege bzw. Mauern im historischen Stadtteil. Dieser fröhliche Event wird schon sieben Jahre mit immer wechselnden Beiträgen durchgeführt und ist gleichermassen für Kinder wie für Erwachsene ein schönes und interessantes Erlebnis, das auf ein Riesen-Echo stösst.

Sowohl die arabischen wie die jüdischen Geschäfts-Besitzer in der Altstadt sind erfreut und halten ihre Läden und Imbiss-Ecken jeweils bis tief in die Nacht offen. Sie finden dementsprechend regen Zuspruch, sodass sie umsatzmässig wahrscheinlich „Weihnachten und Ostern zusammen feiern.“

Wir beten ja jeden Tag „Neues Licht lass über Zion aufleuchten, dass wir uns alle bald seines Glanzes freuen“. Da hatte Eduardo Ovshar, künstlerischer Leiter in der Jerusalemer Stadtverwaltung, sicher die Eingebung eines g“ttlichen Funkens, als er die Idee zum „Lichterfestival“ hatte. Und viele Leute der dafür Verantwortlichen haben jeweils ein „heiliges Feuer“, in sich, um alle Details dieser Riesen-Organisation zu bewältigen und auf die Beine zu stellen.

Es heisst ja, „Musik verbindet“. Offensichtlich tut dies auch ein so fröhliches, künstlerisches Licht-Ereignis, das übrigens an vielen „Ecken und Enden“ mittels teils ohren-betäubenden Lautsprechern musikalisch untermalt wird. Man kann nur wünschen und hoffen, dass solche innovative Anlässe ein leuchtendes Vor-Bild werden für die Herausforderungen des tagtäglichen Zusammenlebens der verschiedenen Kulturen.

Von Ruth Bloch

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 16/06/2015. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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