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Konzert-Highlights mit dem Israel Philharmonic Orchestra Teil 1

Bei genau 100 Konzerten, die das IPO – das Israel Philharmonic Orchestra – in dieser Saison gab, 70 in Tel Aviv und 30 in Jerusalem und Haifa, hatte es natürlich viele Höhepunkte. So gab’s gleich zu Beginn der Saison 2014/15 eine herrliche Wiedergabe der grossartigen 2. Sinfonie von Gustav Mahler, der sogenannten „Auferstehungs-Sinfonie“.

Das über 100-köpfige Orchester ist natürlich prädestiniert für eine Mahler-Sinfonie und der Gary Bertini Chor ein solider Partner, der stimmlich ebensoviel Professionalität bietet wie der Orchester-Klangkörper. Beide harmonierten auch in der gefühlvollen und bewegenden Interpretation des monumentalen Werks. Später wurde die bekannte und beliebte Bizet-Oper „Carmen“ im Winter sechs Mal mit grossem Erfolg konzertant aufgeführt.

Israel Philharmonic Orchestra. Foto: Archiv

Israel Philharmonic Orchestra. Foto: Archiv

Den Verantwortlichen gelingt es immer wieder, eine gute Balance zu finden zwischen Bekanntem und Neuem, sowohl was die Werke betrifft, als auch die Gast-Dirigenten und –Solisten. So wurde z.B. Holst’s Werk „Die Planeten“ vom HD-Film „Odyssey– Die Planeten“ begleitet und für eine „Spanische Fiesta“ brachte man nicht nur Sänger, sondern auch Flamenco-Tänzer. Das zieht sicher genauso neue Besucher an wie die Konzerte „in Jeans“ und die speziellen Kinder-Konzerte, die das IPO bietet. Ein solches „Concert for Kids“ z.B. beinhaltete Musik bekannter Komponisten, die speziell für Kinder geschrieben und auch von jungen Solisten dargeboten wurde.

Bei den „bestandenen“ Solisten und Dirigenten glänzten u.a. Murray Perahia und Omer Meir Wellber, beide in der Doppelfunktion, sowie ebenfalls als Pianisten die junge, hervorragende Yuja Wang und ebenso beliebt: Yefim Bronfman; als Violinisten Itamar Zorman und Leonidas Kavakos sowie die Gebrüder Capu¢on (Violine und Cello) und die israelische Klarinettistin Sharon Kam, um nur einige wenige zu nennen.

Standing Ovation für Jizchak Perlman
So voll wie beim kürzlichen Konzert habe ich das „Jerusalem Convention Center“ allerdings schon lange nicht mehr gesehen. Das lag sicher einerseits am schönen, durch und durch klassischen Programm, und andererseits am jungen russischen Pianisten, Daniil Trifonov. Seit er 2011 im Alter von 20 Jahren sowohl den Tschaikovsky- wie auch den Arthur Rubinstein-Wettbewerb gewann, machte er eine kometenhafte Karriere . Sein Ruf eilt ihm nicht vergebens voraus: der bravourös spielende Künstler gab das 2. Klavierkonzert von Chopin meisterhaft wieder. Besonders der innig gespielte 2. Satz strahlte eine grosse Ruhe und Wärme aus, und wären es nicht seine Hände, die über die Tasten flogen, müsste man sagen, mit einer „Leichtfüssigkeit“, die seinesgleichen sucht. Sagen wir also, mit einer „Behändigkeit“, die erstaunlich und betörend ist.

Dennoch war ganz klar der Magnet und „Star des Abends“ der bekannte Violinist Jizchak Perlman, der diesmal als Dirigent amtete. Schon vor der Ouverture zur Oper „Oberon“ von Carl-Maria von Weber war der Applaus gross, und nach Beendigung der 5. Sinfonie von Tschaikovsky, die „einfach zum Schwelgen“ war, gab’s eine minutenlange „Standing Ovation“ für den Israeli, der wegen seiner Kinderlähmung im Rollstuhl auf die Bühne kommt und sitzend dirigiert. Schon in einem früheren Konzert dieses Jahr trat ein anderer weltbekannter Geiger, Nikolaj Znaider, als Dirigent beim IPO auf. Auch zwei weitere berühmte Violinisten mit russisch-jüdischen Wurzeln, Maxim Vengerov und Julian Rachlin, wechseln seit einiger Zeit zwischen Geigenbogen und Dirigierstab hin und her. Jizchak Perlman hat versichert, er würde weiterhin auch als Solist auftreten. Der Riesen-Applaus ist ihm sicher, wie auch immer er sich präsentiert.

Einen besonderen Solo-Auftritt hatte – leider nur in Tel-Aviv – auch der weltbekannte Bariton Thomas Hampson, der schon mehrfach beim IPO gesungen hat. Er beeindruckte mit seiner wunderbar sonoren Stimme bei der IPO-Erstaufführung einesWerkes der Tschechin Sylvie Bodorova, „Lingua Angelorum“ für Bariton und Orchester, das ihm gewidmet ist.

Ende des 1. Teils dieses zweiteiligen Berichts

von Ruth Bloch

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 31/07/2015. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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