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Abbas vor der UN: Israel versucht den Konflikt von einem diplomatischen in einen religiösen zu verwandeln

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, betrat am Mittwoch das Podium bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen und hielt eine Rede, über die viele spekuliert hatten, dass sie mit einer „Bombe“ enden würde. Er drohte bei den Vereinten Nationen mit der Aufkündigung der Oslo-Verträge mit Israel.

Abbas behauptete, dass Israel alle Vereinbarungen verletzt, die Teil des Oslo-Abkommens waren. Indem Israel sich weigere, sich aus den Bereichen B und C zurückzuziehen (die 60 Prozent der Westbank ausmachen) und das die Palästinenser die einzigen wären, die sich an das Abkommen halten.

Abbas sagte der Generalversammlung, dass israelische Elemente versuchten, die al-Aqsa-Moschee mit Billigung der Regierung zu teilen und versuchen, den Muslimen zu bestimmten Zeiten den Zutritt zu verwehren. Er argumentierte, dass Israels Aktionen in der Moschee gefährlich für den israelisch-palästinensische Konflikt wären weil sich versuchten den Konflikt von einem diplomatischen in einen religiösen zu verwandeln.

„Es ist unverantwortlich, in Anbetracht aller unserer riesigen Opfer und Geduld in all diesen Jahren des Leidens und unserer Annahme der Zwei-Staaten-Lösung, dass die Palästina-Frage all diese Jahrzehnte ungelöst blieb“, sagte Abbas.

Abbas sagte auch, dass, während ein palästinensischer Staat von den Vereinten Nationen als Beobachter erkannt wurde, die Palästinenser es verdienen, wie ein Vollmitgliedstaat anerkannt zu werden. Er fügte hinzu, dass die Fortsetzung des Status quo unhaltbar wäre. Abbas hat auch auf Yitzhak Rabins Warnung hingewiesen, dass Israel ein Apartheidstaat werden würde, wenn die palästinensische Frage ungelöst bliebe.

Der PA-Präsident ging auf den Tod von Palästinensern ein, die zum Symbol des Konflikts mit Israel wurden – Ali Dawabsheh, Muhammad Abu Khdeir und Muhammad al-Durrah sowie die Opfer des angeblichen Massaker von Deir Jassin vor Jahrzehnten – die er als Märtyrer bezeichnete.

„Bis wann wird Israel sich über das Völkerrecht stellen und ohne Rechenschaftspflicht bleiben?“ fragte Abbas.

Israels Ministerpräsident und Minister sind dabei die Zwei-Staaten-Lösung, die durch die im Friedensprozess beteiligten westlichen Nationen gefordert wurde zu sabotieren, behauptete Abbas.

Abbas forderte die Vereinten Nationen auf, den Palästinensern internationalen Schutz zu bieten.

In einem Interview in diesem Monat sagte Abbas, dass seine Rede sich auf das Oslo-Abkommen, sowie die Zerstörung palästinensischer Strukturen in den Bereichen A und B konzentrieren und die angeblichen israelischen Verstöße gegen das Abkommen beinhalten würde.

Nach Abbas Rede wurde bei einer Zeremonie die palästinensische Flagge zum ersten Mal vor dem UN-Gebäude gehisst, was der palästinensische Führer als wichtigen symbolischen Schritt feierte.

Tausende Palästinenser versammelten sich in den Städten Rammalah, Nablus und Bethlehem, um Abbas Rede zu hören und vor allem der Flaggenhissung beizuwohnen.

Quelle: Agenturen

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Von am 30/09/2015. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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