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Caroline Glick: Netanyahu verrückt wie ein Fuchs

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu ist verrückt wie ein Fuchs.

Netanyahus Aussage am Dienstag (Anmerkung des Übersetzers: Das englische Original stammt vom 22. Oktober 2015.) vor dem Zionistenkongress, dass der Gründer des palästinensischen Volkes, Mohammed Amin al-Husseini Adolf Hitler davon überzeugt hat, die Juden Europas gänzlich auszurotten anstatt zu vertreiben, war eine Überbewertung der Rolle Husseinis.

Nein, der Holocaust war nicht Husseinis Idee.

Aber er war ein Partner darin, ihn zu begehen und zu fördern. Er machte ihn auch unvermeidlich.

Wie ich in meinem Buch The Israeli Solution: A One-State Plan for Peace in the Middle East ausführlich beschrieben habe, erklärte Hitler im Laufe von Husseinis Treffen mit Hitler in Berlin im November 1941 dem arabischen Führer seinen Plan, die europäischen Juden auszurotten.

Husseini erklärte Hitler, dass er die Nazis unterstützen würde und die arabische Welt auf ihrer Seite mobilisieren würde, wenn Hitler zwei Bedingungen zustimmt: daß Hitler seinen Versuch unterstützt, über einen arabischen Nachkriegsstaat, der den heutigen Irak, Syrien, Jordanien, Libanon und Israel umfasst, zu regieren; und dass Hitler den Völkermord am Judentum des Nahen Ostens unterstützt.

Wie sowohl das offizielle Nazi-Protokoll als auch Husseinis Zusammenfassung des Treffens in seinem Tagebuch berichten, akzeptierte Hitler Husseinis Forderungen.

Und es macht Sinn, dass er es tat.

Husseini bewies seine Loyalität gegenüber den Nazis, lange bevor er in Berlin eintraf. Seine Romanze mit ihnen begann mit Hitlers Wahlsieg im Jahr 1933. Von da an begrüßten Husseinis Anhänger im Mandatsgebiet Palästina einander mit dem Hitlergruß. Hakenkreuze schmückten ihre Städte. Die Nazis begannen mit direkter Finanzierung von Husseinis Terror Krieg gegen die Juden Israels und die britischen Mandatsbeamten im Jahr 1937.

Im Jahr 1937 zwangen die Briten Husseini aus dem Land zu fliehen. Im Jahre 1941 hat er einen Pro-Nazi-Putsch im Irak organisiert und angestiftet. Die Briten waren gezwungen, den Irak als Reaktion auf den Staatsstreich zu erobern.

Husseini floh dann nach Rom, wo er mit Mussolini zusammentraf, und ging weiter nach Berlin, wo er für die Dauer des Krieges blieb.

Als Großmufti von Jerusalem erfand und prägte Husseini das palästinensische nationale Ethos in einer Weise, die an seinem pathologischen Hass gegen die Juden ausgerichtet war. Anstatt die palästinensischen Araber mit einer positiven Vision eines zukünftigen Staates zu versehen, der sie als eine ausgeprägte arabische Nation schützen und fördern würde, prägte er die palästinensische Gesellschaft als völlig negatives Phänomen. Es wurde ausgesät in einem Hybrid-Hass auf Juden, der die koranische Judenfeindlichkeit mit rassismus-basiertem vernichtendem europäischem Antisemitismus, verwurzelt in den Protokollen der Weisen von Zion, welche Husseini übersetzte und auf Arabisch veröffentlichte, fusionierte.

Das Ziel von Husseinis nationalistischem Tatendrang war nicht, einen palästinensischen Staat zu bilden, sondern die Gründung eines jüdischen Staates zu verhindern und alle Aspekte der jüdischen nationalen Befreiungsbewegung durch eine Kampagne, eine terroristische und politische Kriegführung zu vernichten.

Husseinis Ziel, einen arabischen Staat zu führen, der Irak und die gesamte Levante umfasste, zeigt, dass der Gründungsvater des palästinensischen National-Projekts „Palästina“ nicht als eine genau umschriebene territoriale Einheit ansah.

Nachdem Hitler beiden Bedingungen Husseinis zugestimmt hatte, begann Husseini seine aktive Mitarbeit an den NS-Kriegsanstrengungen. Er beteiligte sich direkt am Holocaust. Im Jahre 1943 bildete er die SS-Handschar-Division bestehend aus bosnischen Muslimen. Seine Truppen vernichteten 90 Prozent von Bosniens 14.000-köpfiger jüdischer Gemeinde.

Husseini nutzte seine Position aber auch, um die britischen Versuche zu versenken, deutsche Kriegsgefangene gegen Juden einzutauschen. In einer solchen dokumentierten Episode appellierte Husseini 1943 an den SS-Führer Heinrich Himmler, ein Abkommen zu kündigen, um 4.500 jüdische Kinder und 500 jüdische Erwachsene aus Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Bulgarien austauschen, das Abkommen zu kündigen und die Juden nach Auschwitz zu schicken.

Himmler beugte sich seinem Appell. Die Juden wurden in die Gaskammern geschickt.

Husseini trug indirekt zum Holocaust bei.

Beginnend kurz nach seinem Treffen mit Hitler und verlängernd durch das Ende des Krieges, hat Husseini regelmäßig Programme auf Nazi-Kurzwellenradio an die arabische Welt auf Arabisch ausgestrahlt. In jenen Sendungen erzeugte er Unterstützung für die Nazis und die Vernichtung des Weltjudentums. Unter Verwendung der Mischung aus islamischem Judenhass und europäischem vernichtendem Antisemitismus, die er in Jerusalem entwickelt hatte, kultivierte Husseini eine Kultur der Unterstützung für die Vernichtung der Juden und der Zerstörung des jüdischen (damals im Entstehen begriffenen) Staates im Lande Israel. Diese Kultur, gezüchtet durch diese Sendungen, die von Millionen in der gesamten arabischen Welt regelmäßig gehört wurden, gilt noch heute.

Husseini wurde als Kriegsverbrecher in Nürnberg angeklagt. Anstatt ihn vor Gericht zu stellen, erlaubt die Alliierten ihm im Jahre 1946 nach Ägypten zu fliehen. Dort wurde er als Kriegsheld von König Farouk begrüßt.

Es stimmt, dass Hitler Husseini nicht brauchte, um ihn davon zu überzeugen, das europäische Judentum zu vernichten. Zu der Zeit, als Husseini in Deutschland angekommen war, hatten die Nazis bereits eine Million Juden ermordet.

Aber Netanjahus Behauptung, dass Husseini es für Hitler unmöglich machte, sich mit der Vertreibung der Juden aus Europa zu benügen, ist wahr. Der einzige Ort, der die Juden Europas wollte, war der im Entstehen begriffene jüdische Staat im Lande Israel.

Durch seinen Terrorkrieg gegen die Juden und die britischen Mandatsbehörden und durch seine Hetze der Pro-Nazi-Stimmung in Ägypten, Irak und der Levante, überzeugte Husseini die Briten ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu verraten, die freie jüdische Einwanderung in das Land Israel zu ermöglichen, und so den Juden den letzten Fluchtweg aus dem nazi-dominierten Europa zu verschließen.

Wie Netanyahu sagte, Husseini wird durch die Palästinenser verehrt und verherrlicht. Yassir Arafat behauptete, dass er der politische Erbe und Blutsverwandte Husseinis war, als Mittel zur Legitimierung seines Führungsanspruchs über die Palästinenser.

Ebenso hat die Hamas Husseini als ihren ideologischen Begründer geltend gemacht.

Mit der Geschichte in der Hand ist es an der Zeit, zu Netanyahu und seiner Überbewertung der Rolle Husseinis im Holocaust zurückzukehren.

Von der Zeit Husseinis bis heute sind Propaganda und Terror die Waffen der Wahl der Palästinenser in ihrem Krieg gegen die Juden. Interne Lügen von nicht vorhandenen jüdischen Verschwörungen und imaginären Aggressionen werden verbreitet, um die Ermordung der Juden zu schüren und anzustiften. Propaganda und Lügen werden dann verwendet, um die Mörder als Helden und Märtyrer zu verherrlichen.

Extern verbreiten die Palästinenser Lügen über die palästinensische Opferrolle in den Händen der blutrünstigen jüdischen Siedler und Sicherheitskräfte, die die Araber aus ihren Häusern zu treiben suchen. Indem sie sich gegenüber der Außenwelt eine Rolle als Opfer geben, gewährleisten die Palästinenser, dass die israelischen Reaktionen auf ihre Aggressionen als Akte der Aggression wahrgenommen werden, welchen durch mörderische Amokläufe gegen Juden zu trotzen zu versuchen sie voll berechtigt sind.

Die Palästinenser erkennen, damit ihr Terror für den Westen akzeptabel ist, müssen sie sich als arglose Opfer darstellen. Folglich beharren sie immer wieder auf der absurden Behauptung, dass Terroristen, die vorsätzlich Juden töten, indem Sie sie überfahren, wirklich einfach Opfer sind, die an Verkehrsunfällen beteiligt sind. Das palästinensische Teenager-Mädchen, das in dieser Woche versuchte, die Gemeinde Yitzhar mit einem Tranchiermesser zu infiltrieren, leidet an „Schlafwandeln“.

Diese lächerlichen Lügen sind nur in einer Welt bar jeden historischen Wissens von der palästinensischen 95-jährigen Geschichte der Aggression gegen die Juden glaubwürdig. Und so haben die Palästinenser eine falsche Geschichte ihres Krieges gegen Israel erfunden, in der Tausende von Jahren der jüdischen Geschichte ausgelöscht sind und Tausende von Jahren der palästinensischen Geschichte erstunken und erlogen wurden.

In dieser überarbeiteten Version der Ereignisse wurde Husseini aus der Geschichte gelöscht. Seine Rolle im Holocaust wurde gelöscht. Die Tatsache, dass es das Ziel der palästinensischen Nationalbewegung seit ihrer Gründung war, den jüdischen Staat zu vernichten, und dass die Vernichtung Israels bis heute das Ziel bleibt, wurde in ähnlicher Weise aus den Geschichtsbüchern und den Nachrichtenseiten gewaschen.

Um diese fiktive Geschichte über aktuelle und historische Ereignisse aufrechtzuerhalten, sind die Palästinenser abhängig von der Kollaboration der westlichen Medien.

Und mit jedem Jahr ist diese Kollaboration immer offener, weitläufiger und schamloser gewachsen.

Westliche Berichterstattung über die Ereignisse des Tages sind nun fast völlig frei von jeglicher Beziehung zur Wirklichkeit.

Betrachten wir nur ein paar aktuelle Beispiele. Der CNN-Bericht der palästinensischen Brandstiftung auf Josephs Grab in Nablus am 16. Oktober enthielt keinen Hinweis auf die Tatsache, dass das Feuer in der heiligen jüdischen Stätte von Palästinensern gelegt wurde. Im selben Bericht erklärte die Fernsehgesellschaft „Im vergangenen Monat starben acht Israelis bei 30 Angriffen durch Messer und andere Waffen.“

Als ob Brände sich selbst legen würden und wütende Messer durch die Straßen wandern würden.

MSNBC-Reporter Ayman Mohyeldin wurde vor zwei Wochen beim Lügen erwischt, als er behauptete, dass der Messer schwingende palästinensische Terrorist in der Altstadt von Jerusalem, der in Richtung Sicherheitspersonal losstürzte, als sie ihn töteten, ein unbewaffneter, unschuldiger Zuschauer war. Während Mohyeldin seine Lügen ausspie, wurde das Video von dem Angriff an seine Zuschauer ausgestrahlt, welches deutlich den Terroristen mit einem großen Messer schwingend zeigte.

Aber diese Peinlichkeit stoppte MSNBC nicht, den Mythos der israelischen Aggression beizubehalten.

In der nächsten Woche zeigte die Fernsehgesellschaft eine Grafik des britischen Mandatsgebiets Palästina von 1946, von dem sie behauptet, es sei der Staat Palästina im Jahr 1946. Die Grafik zeigt ihnen angeblich, wie die Juden immer mehr palästinensisches Land in den folgenden Jahren gestohlen haben. Obwohl die Fernsehgesellschaft gezwungen war, einen Widerruf zu senden, ist die Lüge, dass Palästina einst existierte, bereits erzählt worden.

Dann gab es natürlich die New York Times mit ihrem beeindruckenden „Hintergrund“-Beitrag, der angeblich ihre Leser mit historischem Kontext zu den konkurrierenden israelischen und palästinensischen Ansprüchen auf den Tempelberg versorgt. Die Times berichtete als Tatsache die falsche Behauptung, dass es eine Debatte unter angesehenen Wissenschaftlern darüber gibt, ob die jüdischen Tempel tatsächlich auf dem Tempelberg platziert waren.

Mit anderen Worten, die Times nahm ungeniert an dem palästinensischen Projekt der Neuschreibung der Geschichte in einer Weise teil, die die jüdische Geschichte von der jüdischen Heimat löscht.

Netanyahu erkennt an, dass die Medien für die Palästinenser Partei ergreifen in ihrem Krieg, Israel durch eine Mischung aus Terror und Propaganda zu zerstören.

Er weiß, dass die einzigen Geschichten, über die sie berichten, Geschichten mit einer Anti-Israel-Schräglage sind. Es ist dann vernünftig anzunehmen, dass er sich entschloss, ihre Umarmung jedes möglichen Angriffswinkels als Mittel zu nutzen, um die Wahrheit über die Natur des Krieges an die Öffentlichkeit zu bringen.

Durch die Übertreibung von Husseinis Bedeutung im Holocaust gab Netanjahu den Medien ein Mittel, ihn anzugreifen. Aber auf diese Weise zwang er die Times über die Rolle des Gründervaters der Palästinenser bei der Vernichtung des europäischen Judentums und seinen Wunsch, die Endlösung im Nahen Osten durchzuführen, zu berichten. Sie hätten das Thema ignoriert, wenn Netanyahu nicht seine tatsächliche Rolle übertrieben hätte.

Aufgrund seines „Ausrutschers“ berichtete jeder Pressekanal über Husseinis Aktionen. Einige erwähnten sogar, dass der gegenwärtige Palästinenserführer Mahmoud Abbas in seiner Dissertation sagte, dass der Holocaust sowohl ein Mythos als auch ein gemeinsames zionistisch-nationalsozialistisches Projekt war. Für die meisten Bewohner des Westens ist dies das erste, was sie von der Tatsache gehört haben, dass der palästinensische George Washington ein Nazi-Verbrecher war.

Wie ich schon sagte, verrückt wie ein Fuchs.

(Autorin: Caroline Glick, übersetzt von Robert Rickler, Pressesprecher des „Freundeskreis Israel in Regensburg und Oberbayern e.V.“)

Das englische Original „Crazy like a fox“ findet man hier…

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Von am 23/10/2015. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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