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Informationen rund um den Tempelberg von der Erschaffung der Welt bis heute

Der Tempelberg von Jerusalem, Ort von Mythen, Geschichten und Geschichte, Religionen, Wahn, Hoffnung und …… Politik. Auf mittelalterlichen Karten wird Jerusalem in den Mittelpunkt der bekannten Welt gestellt.

Seit dem Jahr 70 C.E. war der Berg verwüstet, der Herodianische Tempel war zerstört, nur noch wenige Juden lebten in Jerusalem (allerdings ist belegt, dass einige Familien ohne Unterbruch dort lebten). Nach dem letzten der römisch-jüdischen Kriege, um 135 wurde aus Jerusalem die römische Stadt Aelia Capitolina, Juden war es fortan verboten, dort zu leben und aus Judäa wurde die römische Provinz Syrian Palaestina.

Das Zentrum jüdischen Lebens formierte sich in Zefat, Twerja und Zippori im Galil neu.

Auf dem Tempelberg stand nun ein Jupitertempel, Juden durften Jerusalem nur mehr am Gedenktag der Tempelzerstörung betreten. Es folgte eine von Konstantin errichtete christliche Kirche, die einem Erdbeben zum Opfer fiel. Der byzantinische Kaiser Justinian I. errichtete um 530 eine neue christliche Kirche, die 614 im Zuge der Eroberung Jerusalems durch den sassanidischen Grosskönig Chosrau II. wiederum zerstört wurde. Nach der zweiten Eroberung durch Byzanz 628 bleiben blieben die Ruinen unbeachtet. Mosaiken, die auf die byzantinische Zeit zurückdatiert werden konnten, wurden erst bei Reparaturarbeiten im Jahr 2008 entdeckt.

Erste Hinweise auf islamisches Leben auf dem Tempelberg findet man mit dem Bau des Felsendomes (686 – 692) und einige Jahre später (706 – 717) der al-Aqsa Moschee. Zuvor gab es im Jahr 638 eine kleine hölzerne Moschee, die als Vorläufer der Aqsa angesehen werden kann. Die Daten der Bautätigkeiten werden durch einen Papyrus verifiziert, der in Aphrodito in Aegypen aufgefunden wurde.

Der Felsendom erhielt seinen Namen von einem Stein, der sich im Inneren der Moschee befindet. An dieser Stelle soll, gemäss jüdischer Tradition die Welt gegründet worden sein, hier soll die Bundeslade gestanden haben und hier habe Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollen.
1099 fielen die ersten Kreuzfahrer über Jerusalem her. Die Gebäude dienten als Lagerräume, Stallungen und Schutzräume. An der Südecke des Tempelberges fanden die

Soldaten eine Höhle, die möglicherweise aus der Zeit des Herodianischen Tempels stammte, und nutzen sie fortan an Stallungen. Nach dem Ende der Kreuzfahrten verfielen diese jedoch.

Saladin baute die Gebäude wieder zu einer Moschee zurück (1187) und diese blieb auch während der zweiten Welle von Kreuzfahrten unter muslimischem Einfluss.

In den nachfolgenden Jahrhunderten interessierte sich niemand für den Tempelberg und seine Moscheen, weder Christen noch Muslims. Im Unabhängigkeitskrieg 1948 wurden die Gebäude auf dem Plateau teilweise zerstört und während der jordanischen Besatzungszeit (1949 -1967) nur teilweise wieder aufgebaut.

Im Sechstagekrieg 1967 gelang es der IDF, Ostjerusalem und damit auch den Tempelberg zurückzuerobern. Für kurze Zeit flatterte unsere Fahne mit dem Magen David dort oben, bis General Moshe Dayan befahl, sie einzuholen, um die arabische Bevölkerung nicht zu beschämen.

Lesen Sie den ganzen Artikel im Webblog

Von Esther Scheiner

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Von am 01/11/2015. Abgelegt unter „Während Israel nicht nur vom BDS boykottiert wird…“. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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