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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (20. – 26. Januar 2016)

Die palästinensische Welle des Terrors hält weiterhin an. Ihr Umfang nimmt in den letzten Wochen zwar gewissermaßen ab, die verübten Attentate sind jedoch besonders gewaltsam und von einer bisher nicht gesehenen Dreistigkeit (bewaffnete Angriffe und Infiltration in israelische Siedlungen) gekennzeichnet.

Im Fokus der vergangenen Woche stand ein Messer-Angriff, bei dem die Täter in die Siedlung Bet Horon (in der Nähe der Schnellstraße 443 nach Jerusalem) eindrangen. Die Terroristen, zwei Studenten an der Universität Bir Zeit, töteten eine Frau und verletzten eine zweite Frau mittelschwer. Somit steigt die Zahl der israelischen Opfer bei der aktuellen Welle des Terrors auf 30.

Die auf Facebook geführte Korrespondenz der Terroristen deutet darauf hin, dass der Angriff nicht spontan, sondern nach einer genauen Planung ausgeführt wurde. Die beiden Täter trugen auch drei Rohrbomben mit sich, die sie jedoch nicht detonieren konnten.

Angriffe und versuchte Attentate im Verlauf der vergangenen Woche

Am 25. Januar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff:

Messerangriff in Beit Horon. Foto: TPS

Messerangriff in Bet Horon. Foto: TPS

• Zwei Frauen wurden bei einem Messer-Angriff in Bet Horon (in der Nähe der Schnellstraße 443 nach Jerusalem) verletzt, eine kritisch und die Zweite mittelschwer. Zwei Palästinenser drangen in die Siedlung ein und betraten den dortigen Lebensmittelladen. Dort jagten sie die Käufer davon und sie begannen zu fliehen. Bevor sie entkamen, gelang es ihnen jedoch, eine Frau, die in der Nähe des Lebensmittelladens war, niederzustechen. Bei ihrer Flucht griffen sie eine zweite Frau am Eingang zur Siedlung mit einem Messer an. Ein Wachmann schoss dort auf die Terroristen und tötete sie. In der Nähe zum Lebensmittelladen wurden drei Rohrbomben gefunden, die die Terroristen dort abgeworfen hatten. Später erlag die 23-jährige Frau ihren Verletzungen.

• Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Hussein Muhammad Abu Ghosch (17) aus dem Flüchtlingslager Kalandia und Osama Ibrahim Joseph Alan (23) aus dem Dorf Bet Ur al-Tahta westlich von Ramallah handelt (FacebookSeite von PALDF, 25. Januar 2016). Die Beiden studierten gemeinsam an der Universität Birzeit (Facebook-Seite von Hussein Abu Ghosch, 26. Januar 2016).

• Der Angriff in Bet Horon veranschaulicht die Rolle der sozialen Netzwerke bei der aktuellen Welle des Terrors. Hussein Abu Ghosch unterhielt eine aktive Facebook-Seite, auf der er Fotos von getöteten palästinensischen Terroristen, die er sehr schätzte, veröffentlichte. Am 21. Januar 2016, einige Tage vor dem Angriff, korrespondierte er mit seinem Freund Ibrahim Alan, mit dem er den Angriff verübte. Dort teilte er ihm mit, dass er die Absicht habe, „am Montag Igel zu jagen“. Offensichtlich war es ein vereinbarter Code, der zwischen ihnen zur Durchführung des Angriffs vereinbart wurde. Auf Arabisch: „[Ich] selbst werde den Geschmack des Igels kosten… Das ist klug und macht auch Sinn… Am Montag jagen wir die Igel“ (Facebook-Seite von Hussein Abu Ghosch, 21. Januar 2016). Diese Korrespondenz kann darauf hinweisen, dass der Angriff nicht spontan, sondern nach einer genauen Planung ausgeführt wurde.

Am 24. Januar 2016 ereignete sich ein bewaffneter Angriff:

• Schüsse wurden auf ein Fahrzeug, das auf der Straße in der Nähe der Siedlung Dolev (westlich von Ramallah) fuhr, abgefeuert. Der Fahrer hielt nicht an und fuhr bis zur Siedlung Dolev weiter, wo er behandelt wurde. Das Fahrzeug wurde beschädigt. IDF-Kräfte begannen, den Bereich zu durchkämmen, um die Täter zu finden.

• Die al-Aqsa Märtyrer-Brigaden, der bewaffnete Arm der Fatah-Bewegung, veröffentlichten ein Pamphlet, in dem sie sich zum Angriff bekannten. Dort wurde behauptet, dass der Angriff als Reaktion auf die „israelischen Verbrechen“, auf die Tötung von Mazen Arieba1 und als Rache für die Tötung der Märtyrer der „VolksIntifada“ ausgeführt wurde (Facebook-Seite von QUDSN, 25. Januar 2016).

Am 23. Januar 2016 detonierte eine Rohrbombe. Ein Palästinenser wurde bei dem Versuch, eine Rohrbombe auf israelische Sicherheitskräfte am Checkpoint „Gouverneurshaus“ in Abu Dis zu werfen, getötet. Der Sprengsatz explodierte frühzeitig in der Hand des Jugendlichen und tötete ihn. Die palästinensischen Medien berichteten über den Tod von Muhammad Nabil Darwisch Halabijah (17), Einwohner von Abu Dis, der offenbar versucht hatte, einen Sprengsatz gegen die israelischen Streitkräfte zu legen. Sein Großvater, Darwisch Halabijah, wurde 2002 bei einem Zusammenstoß mit IDF-Truppen getötet. Sein Vater Nabil starb 40 Tage nach dem Tod des Großvaters. Ein Verwandter des Terroristen ist Hani Halabijah, Sprecher des Volkswiderstandskomitees (PRC) (Ma’an Nachrichtenagentur, 23. Januar 2016). Die Hamas veröffentlichte eine Todesanzeige (Facebook-Seite von PALDF, 23. Januar 2016).

Am 23. Januar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Ein 13-jähriges palästinensisches Mädchen erreichte das Eingangstor der Siedlung Anatot (Bereich Benjamin). Als der Wachmann dort versuchte, ihre Identität festzustellen, zog sie ein Messer aus ihrer Tasche und versuchte, ihn anzugreifen. Der Wachmann schoss auf die Jugendliche, die tödlich verletzt wurde und kurz darauf starb. Es handelt sich um Rokaja Abu Eid aus Anata (nördlich von Jerusalem). Ihre Familie stammt ursprünglich aus Jatta in der Nähe von Hebron. Offenbar erreichte Rokaja Abu Eid das Eingangstor von Anatot nach einem Streit mit ihren Eltern. Sie sei morgens von zu Hause mit einem Messer weggerannt und erklärte, sie wolle sterben. Der Aussage ihrer Familie zufolge, äußerte sie mehrere Male den Wunsch, Juden zu töten, wobei sie von anderen Terroristen ähnlicher Angriffe inspiriert wurde. Ihre Beisetzung fand in Jatta statt und ihr Leichnam wurde mit der Flagge der Fatah bedeckt. Die Hamas veröffentlichte eine Todesanzeige (Facebook-Seite von PALINFO; Quds und PALDF, 23. bis 25. Januar 2016).

Am 23. Januar 2016 ereignete sich ein bewaffneter Angriff. Es wurden Schüsse von einer Leichtwaffe auf eine Position der israelischen Sicherheitskräfte in der Nähe von Hebron abgefeuert. Es gab keine Verletzten. IDF-Kräfte durchkämmten den Bereich, um die Schützen zu finden.

Am 20. Januar 2016 ereignete sich ein bewaffneter Angriff. Es wurden Schüsse auf eine IDF-Einheit im Dorf Dannaba (in der Nähe von Tulkarm) abgefeuert. Dabei wurde ein IDF-Soldat verletzt. Am 23. Januar 2016 wurden drei Mitglieder einer Terrorzelle von israelischen Sicherheitskräften aufgespürt und festgenommen. Zwei von ihnen waren für den Beschuss verantwortlich, während der Dritte, ein Mitarbeiter der palästinensischen allgemeinen Sicherheitskräfte, ihnen half und die Angriffswaffen in seinem Haus versteckte.

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 29/01/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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