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Rückblick: Angriffe und versuchte Attentate im Verlauf der vergangenen Woche

Am 1. Februar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Ein Palästinenser überquerte den Sicherheitszaun in der Gegend der Siedlung Sal’it (nördlich von Qalqiliya). Dort angekommene Soldaten fanden den Palästinenser, der sich in den Büschen versteckte. Als sie versuchten, ihn festzunehmen, zog er ein Messer, und die Soldaten erschossen ihn daraufhin. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Ahmed Hassan Abd al-Latif Tuba (19) aus dem Dorf Dschamal südlich von Tulkarm handelt (Ma’an Nachrichtenagentur, 1. Februar 2016). Die Hamas veröffentlichte eine offizielle Todesanzeige (Facebook-Seite von PALDF, 2. Februar 2016). Die Palästinensische Autonomiebehörde veranstaltete für den Terroristen eine offizielle Beerdigung mit militärischen Ehren, bei der sein Leichnam von Mitgliedern der palästinensischen Sicherheitskräften getragen wurde (YouTube, 1. Februar 2016).

Terror Attacke nahe Beit Aryeh. Foto: TPS

Terror Attacke nahe Beit Aryeh. Foto: TPS

Am 31. Januar 2016 ereignete sich ein Auto-Angriff. Ein Fahrzeug mit einem palästinensischen Nummernschild erreichte den Checkpoint in der Nähe von Bet Ur alTahta (in der Nähe der Schnellstraße 443 westlich von Ramallah) und versuchte, Soldaten, die dort mit Routineaktivitäten beschäftigt waren, zu überfahren. Es gab keine Verletzten, der Terrorist wurde von einer IDF-Truppe angeschossen und verwundet (IDFSprecher, 31. Januar 2016). Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Ahmed Wadschia Othman Dschadalla (19) aus Bet Ur al-Tahta handelt (Palinfo, 31. Januar 2016). Die palästinensischen Medien berichteten, dass der Terrorist, der versuchte, den Angriff auszuführen, am Tag zuvor der Beerdigung eines Mitbewohners seines Dorfes, dem Terroristen Ibrahim Alan, beiwohnte. Dies ist der Terrorist, der am 25. Januar 2016 den Messer-Angriff in Bet Horon verübt hatte (Facebook-Seite von PALDF, 31. Januar 2016).

Am 31 Januar 2016 ereignete sich ein bewaffneter Angriff:
• Drei Soldaten wurden bei einem bewaffneten Angriff an einem Checkpoint in der Nähe von Bet El verletzt, einer mittelschwer und zwei leicht. Ein Terrorist erreichte mit seinem Wagen den „VIP-Checkpoint Fokus“ in der Nähe von Ramallah, der als Durchgang einzig für hohe Beamte der Palästinensischen Autonomiebehörde dient. Als er am Checkpoint anhielt, um seinen Ausweis zu zeigen, zog er eine Pistole und schoss auf die Soldaten. Dabei wurden drei von ihnen verletzt. Die Soldaten schossen auf den Terroristen und töteten ihn.

• Der Terrorist ist Amdschad Jasser Sukari, genannt Abu Omar (34), aus dem Dorf Dschama’in (westlich von Nablus), Vater von vier Kindern. Er diente als einer der Leibwächter von Ahmed Hanun, Generalstaatsanwalt der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah, und als Oberfeldwebel in der palästinensischen Polizei. Aufgrund seiner Arbeit erhielt er einen Waffenschein und durfte diesen Checkpoint passieren, ohne Verdacht zu erregen.

• Die PA veranstaltete für Amdschad Jasser Sukari eine offizielle Beerdigung mit militärischen Ehren. Sein Leichnam wurde von Beamten der palästinensischen Polizei getragen. An der Beisetzung nahmen auch Akram Radschub, Distriktgouverneur von Nablus, teil. Mahmud al-Alul, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah und Beauftragter des Amtes für Verwaltung und Rekrutierung in Judäa und Samaria, trauerte ihm nach und sagte, dass die Fatah auf den Märtyrer Sukari stolz sei, wie auf alle anderen Märtyrer. Seinen Worten zufolge „lässt uns die Besatzung keine andere Möglichkeit, als gegen sie zu kämpfen“, und „das Blut der Märtyrer gehe nicht verloren“ (Quds Peres, 1. Februar 2016).

• Die Hamas lobte den Angriff und seinen Täter. Nach Fathi Hamad, ehemaliger Innenminister der Hamas-Regierung, soll der Angriff eine Botschaft an die palästinensischen Sicherheitskräfte sein, damit sie diesem Weg folgen (Dunia alWatan, 31. Januar 2016). Husam Badran, ein Sprecher im Namen der Hamas, sagte, dass der Beitritt der Sicherheitsorgane der PA in die Intifada den Volkswillen reflektiere. Zudem rief er die Aktivisten aller Organe auf, ihre Waffen gegen Israel zu richten (Dunia al-Watan, 31, Januar 2016). Auch die Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) lobte den Angriff und seinen Täter (Paltoday, 31. Januar 2016). Der Sprecher der al-Aqsa Märtyrer-Brigaden, der bewaffnete Arm der Fatah-Bewegung im Gazastreifen, sagte, dass der Angriff ein Nachweis für die nationalen Gefühle der Mitglieder der Sicherheitsorgane und für ihren Widerstand gegen die Sicherheitsabstimmung mit Israel sei (al-Risala.Net, den 31. Januar 2016).

• Als Folge des Attentats sperrte die IDF alle Wege nach Ramallah. Dadurch sollte ein weiterer Angriff verhindert werden, denn dies ist dies das erste Mal im Verlauf der aktuellen Welle des Terrors, dass solch ein Schritt unternommen wurde. Somit durfte keiner die Stadt verlassen, mit Ausnahme von Arbeitnehmern, die eine Arbeitserlaubnis in Israel besitzen, humanitäre Fälle und Anführer der Palästinensischen Autonomiebehörde. Personen, die nicht in der Ramallah wohnen, durften auch nicht in die Stadt einreisen. Allerdings wurde diese Maßnahme nach etwa einem Tag in Folge einer neuen Einschätzung aufgegeben (Haaretz, 2. Februar 2016).

Am 30. Januar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Drei palästinensische Jungendliche führten in der Nähe des Damaskus-Tors in der Jerusalemer Altstadt einen Messer-Angriff aus. Dabei wurde ein 17-jähriger Israeli leicht verletzt. Die Attentäter griffen zwei junge Männer an, die vom Gebet an der Klagemauer zurückkamen, und stachen einen von ihnen nieder. Das Messer wurde vor Ort gefunden und die drei Angreifer flohen von der Stelle. Wenige Stunden danach stellte sich ein 16-jähriger Jugendlicher aus Ost-Jerusalem, der am Angriff beteiligt gewesen war, der Polizei. Später wurde ein weiterer Verdächtiger festgenommen. Hierbei handelt es sich um einen Minderjährigen unter 12 Jahren, der strafrechtlich nicht verfolgt werden kann. Am nächsten Morgen stellte sich der Angreifer selbst (15), Bewohner des Flüchtlingslagers Schuafat.

Am 27. Januar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Ein Israeli wurde schwer verletzt, nachdem er in der Nähe des Jerusalemer Stadtteils Givat Ze’ev an seinem Oberkörper angestochen wurde. Der Terrorist, der zur dortigen Tankstelle kam, folgte einem Ehepaar, das sich ebenfalls an der Tankstelle aufhielt. Bevor sie einen dortigen Lebensmittelladen betraten, stach der Terrorist auf den Mann ein und floh von der Stelle. Zivilisten, die den Terroristen beobachteten, jagten ihm hinterher. Bei seiner Flucht warf er das Messer ab. Nach etwa 200 Metern erreichten sie ihn und übermannten ihn. In seiner Nähe wurde ein zweites Messer gefunden.

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 05/02/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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