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Kostenloser Urlaub für Krebspatienten

Ein deutsches Wort, das jedem Israeli geläufig ist, ist „Zimmer (im Plural: Zimmerim)“. Gemeint sind damit ungefähr 7000 Ferienzimmer in Israel im Stile von Bed & Breakfasts, die vor allem in Kibbutzim und Moshavim zu finden sind. Zimmerim sind vor allem an den Wochenenden und während der Feiertage beliebte Ferienunterkünfte. Doch vor allem unter der Woche bleiben viele Zimmerim leer.

Zimmerim "Southern Winds" in Avnei Eitan in den Golanhöhen (Foto: Southern Winds)

Zimmerim „Southern Winds“ in Avnei Eitan in den Golanhöhen (Foto: Southern Winds)

Die gemeinnützige Organisation Refanah vermittelt freie Zimmerim an israelische Paare und Familien, die mit Krebserkrankungen kämpfen.

Refanah ist das alleinige Projekt von Robyn Shames aus Jerusalem, die von einer ähnlichen Idee in Kanada gehört hatte. Sie kontaktierte 100 Zimmerim-Besitzer, um zu sehen, wie viele sich beteiligen würden, freie Zimmerim kostenlos für Krebspatienten zur Verfügung zu stellen und hoffte auf eine positive Antwort von 5 bis 10 Prozent der Besitzer, um die Idee umzusetzen. Tatsächlich stimmte rund die Hälfte zu. „Die Menschen sind in der Regel sehr sehr glücklich, dass sie diese Möglichkeit haben, etwas Gutes zu tun, “ so Shames.

Eine der regelmäßigen Gastgeberinnen ist Tova Hadad, die mit ihrer Familie mehrere Zimmerim im Moshav Avnei Eitan in den Golanhöhen anbietet. „Es ist leicht für unser Unternehmen auf diese Art etwas Wohltätiges zu tun. Die Kosten für uns sind nicht sehr hoch, besonders in Zeiträumen, in denen wir nicht viele Reservierungen haben. Und es ist ein Gewinn für uns, diesen Paaren und Familien Freude zu schenken.“

Die freien Zimmerim werden auf der Internetseite von Refanah aufgelistet. Teilnehmer von Refanah benötigen eine Bescheinigung des Arztes, der die Krankheit und die Reisetauglichkeit des Patienten bestätigt. „Für manche von ihnen ist es der letzte Urlaub, den sie machen können“, so Shames. Die Teilnehmer seien sehr dankbar und hinterließen den Zimmerim fast immer Dankbarkeitsgrüße.

Quelle: Times of Israel/Botschaft des Staates Israel

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Von am 08/02/2016. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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