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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (3. – 9. Februar 2016)

Am 9. Februar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Eine junge Palästinenserin versuchte, auf einen Kämpfer der Grenzpolizei in der Nähe des Damaskus-Tors in Jerusalem einzustechen. Kämpfer der Einheit beobachteten eine junge Frau, die ihren Verdacht erweckt hatte, und näherten sich ihr, um sie zu kontrollieren. Als diese gebeten wurde, ihre Tasche zur Inspektion zu überreichen, zog sie ein Messer und versuchte, die Beamten niederzustechen. Diese übermannten sie, nahmen sie fest und überführten sie zum Verhör. Dabei handelt es sich um Malek Jusef Hamdan (16) aus Bet Safafa (Facebook-Seite von Quds.net, 9. Februar 2016).

Am 7 Februar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Ein Soldat wurde an einer Bushaltestelle im Ben Gurion Boulevard in Aschkelon mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Der Terrorist wurde von einem anderen Soldaten, der die Tat beobachtet hatte, verfolgt und angeschossen. Wenige Stunden später erlag der Angreifer seinen Verletzungen. Dabei handelt es sich um einen sudanesischen Flüchtling. Bisher ist der Hintergrund für diesen Messer-Angriff unklar. Die Polizei geht jedoch von einem nationalistischen Motiv aus. Die palästinensischen Medien berichteten, dass der Terrorist Kamal Hassan (32), ein sudanesischer Fremdarbeiter, ist (Facebook-Seite von PALDF, 7. Februar 2016). Die Hamas beeilte sich, eine Todesanzeige zu veröffentlichen. Darin steht, dass der Angriff ein Beispiel für alle Muslime und Araber der Welt ist.

Am 6. Februar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Ein Terrorist griff eine Frau, die auf dem Markt der Beduinenstadt Rahat (nördlich von Be’er Scheva) einkaufte, mit einem Messer an. Die Frau wurde leicht verletzt. Der Angreifer ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Palästinenser, der sich illegal in Israel aufhielt. Er konnte entkommen.

Am 6. Februar 2016 ereignete sich ein bewaffneter Angriff. Palästinenser eröffneten das Feuer auf ein Fahrzeug, das in der Nähe von Ariel fuhr. Es gab keine Verletzten und keinen Sachschaden. Bei einer Durchsuchung von den Sicherheitskräften wurden sieben Patronenhülsen gefunden.

Am 4. Februar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Zwei 13-jährige Mädchen erreichten das Einkaufszentrum am zentralen Busbahnhof von Ramla und hatten vor, dieses zu betreten. Als der Sicherheitsmann sie aufforderte, sich zu identifizieren, zogen sie Messer aus ihren Schulranzen und verletzten ihn leicht an seiner Hand und seinem Fuß. Seine Kollegen übermannten die beiden Mädchen.

Am 3. Februar 2016 ereignete sich ein bewaffneter Messer-Angriff:
Drei Terroristen aus Samaria kamen bewaffnet mit Gewehren, Messern und Sprengsätzen nach Jerusalem mit der Absicht, einen Angriff zu verüben. Zwei von ihnen, die auf einer Bank in der Nähe des Damaskustors zur Jerusalemer Altstadt saßen, fielen einer Einheit von vier Grenzpolizisten, darunter zwei Beamtinnen, auf. Die Beiden erweckten den Verdacht der Beamtinnen, die sie aufforderten, sich auszuweisen. Einer der Verdächtigen zeigte seinen Personalausweis, der andere zog ein Messer und stach auf die Grenzpolizistin ein, die schwere Verletzungen erlitt. Daraufhin erschoss die andere Beamtin den Angreifer. Dessen Komplize eröffnete das Feuer und wurde von weiteren Grenzpolizisten getötet. Indes hatten die Beamtinnen nicht bemerkt, dass sich ein dritter Attentäter am Damaskustor aufhielt. Dieser schoss auf eine der Grenzpolizistinnen und fügte ihr lebensgefährliche Verletzungen zu. Wenige Stunden später starb sie im Krankenhaus. Ihre Kollegin erlitt Schnittwunden am ganzen Körper. Der dritte Angreifer wurde von einem Polizeioffizier einer anderen Einheit erschossen, der den Tatort erreichte und zu Hilfe geeilt war.

Die drei sind Bewohner von Kabatije, in ihren Zwanzigern, vermutlich Kindheitsfreunde. Eine Zugehörigkeit zu einer terroristischen Organisation ist nicht bekannt. Erste Ermittlungen ergaben, dass sie mit einer Carl-Gustaf-Maschinenpistole bewaffnet waren. Vor Ort wurden auch Sprengsätze gefunden. Es scheint, dass die Drei im Begriff waren, einem kombinierten Überfall auf einem überfüllten Platz in Jerusalem auszuführen. Sie stießen jedoch auf die Grenzpolizisten, bevor ihnen dieser Angriff gelang.

• Im Rahmen der aktuellen Welle des Terrors ist der Angriff am Damaskus-Tor ungewöhnlich, da eine Zelle von drei Terroristen ein relativ komplexes Attentat mit Waffen, Messern und Sprengsätzen auszuführen plante. Die Durchführung solch eines Angriffs setzt eine genaue Vorplanung und eine professionelle Unterstützung voraus. Darüber hinaus haben die Drei, die aus Kabatije stammten (in der Nähe von Dschenin), den Angriff nicht in der Nähe ihres Wohnorts ausgeführt, ähnlich wie die meisten Täter, sondern ihn von vornhinein zur Ausführung in Jerusalem bestimmt, mit der Absicht, zu so vielen Verlusten wie nur möglich zu führen.

• Die Fatah lobte die drei Attentäter. Hochrangige Persönlichkeiten der Organisation in Judäa und Samaria nahmen an Besuchen in Kabatije und an den Beerdigungen der Terroristen teil, bei denen auch die gelben Fatah-Flaggen besonders herausragten. Auch die Hamas lobte den Angriff. Husam Badran, ein Sprecher im Namen der Hamas, lobte die Attentäter, die es geschafft haben, Jerusalem trotz aller Hindernisse zu erreichen. Seinen Worten zufolge sei der Angriff ein wichtiger Wendepunkt in der „Jerusalem Intifada“ (Webseite der Hamas, 3. Februar 2016).

• Als Folge des Angriffs umzingelte die IDF Kabatije und führte eine Reihe von Festnahmen durch. Palästinensische Beamten kritisierten die israelischen Schritte und bezeichneten sie als „Kriegsverbrechen“, die dazu dienen sollen, die Stadtbewohner zu bändigen (Kuds.net, 6. Februar 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 12/02/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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