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Humanitäre Krise: Zehntausende flüchten aus Aleppo

Angesichts des Vorstoßes der syrischen Armee und der Bombardierungen der russischen Luftwaffe sind Zehntausende syrische Zivilisten aus Aleppo und ihres ländlichen Umlands in Richtung türkische Grenze geflohen. Die Mehrzahl der Flüchtlinge blieb auf der syrischen Seite des Grenzübergangs Bab Al-Salameh südlich von Kilis stecken. Der Grenzübergang bei der Stadt Kilis wurde von den türkischen Behörden geschlossen und die Flüchtlingsmassen werden nicht in die Türkei eingelassen. Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, forderte die Türkei auf, den Flüchtlingen die Einreise in die Türkei zu gestatten. Der Gouverneur der türkischen Provinz Kilis sagte, die Flüchtlinge würden auf der syrischen Seite der Grenze versorgt (Daily Star; Sputnik, 7. Februar 2016).

Inzwischen zieht sich der Belagerungsring um die Stadt Aleppo zu. Im Ostteil der Stadt, der von den Rebellen kontrolliert wird, halten sich noch immer rund 300.000 Einwohner auf. Medienberichten zufolge werden dort Nahrungsmittel und Brennstoffe knapp, und die Stromversorgung funktioniert nur noch sporadisch. Die Belagerung der Stadt, die von Zehntausenden von Terror-Aktivisten gehalten wird (vor allem in den östlichen Vierteln), dürfte die Lebensbedingungen der Einwohner weiter verschlechtern.(3)

Die russische Unterstützung

Die russische Luftwaffe unterstützte die Offensive der syrischen Armee nördlich von Aleppo bislang mit zahlreichen Angriffseinsätzen. Der russische Verteidigungsminister bestätigte, dass die russische Luftwaffe den Truppen des syrischen Regimes bei der Rückeroberung der Ortschaften Nubl und Zahraa zur Seite stand (Sputnik, 7. Februar 2016). Die jüngsten russischen Bombardements entwickelten sich zu einem weiteren Streitpunkt zwischen dem Westen und Russland.

Hochrangige Nato-Vertreter warfen Russland vor, mit den Bombardements in Aleppo die Bemühungen zur Beendigung der Kämpfe in Syrien zu sabotieren. Andere Vertreter meinten, Russland habe mit den Bombardements die große Fluchtwelle ausgelöst. Die russischen Flugzeuge würden zivile Ziele attackierten und dabei Splitterbomben einsetzen. Von russischer Seite hieß es dazu, die angegriffenen Ziele seien legitime Terrorziele (BBC, 5. Februar 2016). Das russische Verteidigungsministerium betonte, die Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage und Russland werde grundlos beschuldigt, einen Völkermord zu begehen (Tass, 5. Februar 2016).

(3) Der Korrespondent der Zeitung “Haaretz” an der türkisch-syrischen Grenze berichtete, Hilfsorganisationen gingen davon aus, dass in Aleppo noch mindestens 300.000 Zivilisten verblieben seien. Im Ostteil der Stadt würden sich rund 30.000 Kämpfer von Rebellenorganisationen aufhalten (Haaretz, 9. Februar 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information CentreZum NEWSLETTER anmelden
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Von am 15/02/2016. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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