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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (10.-16. Februar 2016)

Anschläge und Anschlagsversuche in der vergangenen Woche

14. Februar 2016 – Anschlag mit Schusswaffen:
Zwei mit nachgeahmten M16-Gewehren bewaffnete Palästinenser schossen in der Nähe der Straßenbahnstation beim Nablustor in Jerusalem auf Polizisten. Ein junger Mann, der mit einer Plastiktüte in der Hand die Straße entlang ging, erregte den Verdacht der Polizisten. Diese riefen ihm zu, er soll stehenbleiben und die Tüte zu Boden legen, worauf der junge Mann eine Waffe aus dem Sack zog und das Feuer eröffnete. Die Polizisten schossen zurück und neutralisierten den Angreifer. Unmittelbar danach wurden Polizisten in der Nähe von einem anderen Palästinenser beschossen. Die Polizisten verfolgten ihn, eröffneten das Feuer, trafen und töteten ihn. Laut palästinensischen Medienberichten handelte es sich bei den beiden Schützen um Omar Mohammed Ahmed Amru and Mansour Yasser Abd al-Aziz Shawamra beide 20, aus dem Dorf Al-Qubeiba (nordwestlich von Jerusalem). Die Hamas veröffentlichte eine Traueranzeige (Facebook-Seite PALDF, 16. Februar 2016).

Omar Mohammed Ahmed Amru war Angehöriger der Sicherheitsorgane der Palästinensischen Autonomiebehörde. Laut Fatah-Leuten aus seinem Dorf war er lokaler Parteiaktivist. Vor zwei Jahren sei er in die nationalen palästinensischen Sicherheitsdienste eingetreten und habe im Regiment 1 gedient, das in Hebron stationiert sei. Zum dritten Mal in der gegenwärtigen Terrorwelle war damit ein Angehöriger der Sicherheitsorgane der Palästinensischen Autonomiebehörde direkt an Anschlägen gegen Israel beteiligt. Dennoch ist immer noch von Einzelfällen auszugehen und nicht von einem Phänomen, welches das Verhalten der palästinensischen Sicherheitsorgane charakterisiert. Auf den Websites der Sicherheitsorgane werden die drei Attentäter nicht erwähnt.

Bewohner des Dorfes, aus dem Mansour Yasser Abd Al-Aziz Shawamra stammt, berichteten, er habe als Tischler gearbeitet und sei Alleinernährer seiner Familie gewesen. Er habe sich regelmäßig an Auseinandersetzungen mit den israelischen Sicherheitskräften beteiligt, sei einmal verletzt worden und im Ofer-Gefängnis inhaftiert gewesen (Al-Arabi Al-Jadeed; Facebook-Seite PALDF, Ma’an, 15. Februar 2016).

14. Februar 2016 – Messerstechattacke:
Eine Palästinenserin versuchte beim Grab des Patriarchen in Hebron einen Grenzpolizisten niederzustechen: Eine junge Palästinenserin näherte sich einem Posten der Grenzpolizei, zog ein Messer hervor und versuchte, einen Soldaten niederzustechen. Dieser stieß sie weg und erschoss sie. Palästinensischen Medienberichten zufolge handelte es sich bei der Attentäterin um Yasmin Rashad Al-Tamimi (21) (andere Websites gaben ihr Alter mit 14 an) aus Hebron (Zamn Press, 14. Februar 2016).

14. Februar 2016 – Messerstechattacke: Eine Frau, die im Hamessilah-Park in der Nähe des Industriegebiets Talpiot in Jerusalem spazieren ging, spürte plötzlich eine Berührung an ihrer Schulter. Als sie sich umdrehte, sah sie einen Jugendlichen mit einem Messer in der Hand vor ihr stehen. Der Jugendliche ergriff die Flucht. Bei der Durchsuchung des Geländes wurde das Messer gefunden.

14. Februar 2016 – Messerstechattacke: Bei der Überprüfung von Palästinensern am Mazmuria-Checkpoint bei Har Homa in Jerusalem weckte ein Palästinenser den Verdacht eines Polizisten. Als der Palästinenser sich enttarnt fühlte, zog er ein Messer hervor und rannte damit auf die Polizisten zu, die das Feuer eröffneten und ihn neutralisierten. Palästinensische Medien berichteten, es habe sich um Naim Ahmed Yusuf Safi (17) aus Al-Ubaidiya nordöstlich von Betlehem gehandelt (Facebook-Seite PALDF, 14. Februar 2016). Die Palästinensische Autonomiebehörde führte ein offizielles militärisches Begräbnis für den Attentäter durch. Seine Leiche wurde von Angehörigen der palästinensischen Sicherheitsorgane getragen. Die Hamas veröffentlichte eine Traueranzeige (Facebook-Seite PALDF, 15. Februar 2016).

13. Februar 2016 – Messerstechattacke:
Eine Palästinenserin versuchte, an einem Wachposten beim Grab der Patriarchen in Hebron einen Soldaten niederzustechen. Der Soldat blieb unverletzt. Seine Kameraden erschossen die Angreiferin. Die Palästinenserin hatte sich vom Grab der Patriarchen kommend dem Wachposten genähert und den Verdacht der Soldaten geweckt, die ihre Tasche überprüfen wollten. Da zog sie ein Messer hervor und versuchte, einen der Soldaten niederzustechen. Der Soldat stieß sie weg, worauf sie auf einen Palästinenser einstach, der sich in der Nähe aufhielt und die Messerstechattacke zu verhindern versuchte. Der Palästinenser wurde mittelschwer verletzt.

Bei der Angreiferin handelt es sich um Kilzar Muhammad Abd Al-Halim Al-Awiwi (17) aus Hebron, eine Schülerin der Widad Nasir Ad-Din-Schule in Hebron (Paltoday, 14. Februar 2016). In einem ihrer Schulhefte hatte die Angreiferin folgenden Satz geschrieben: „Wer Gott begegnen will, dem will Gott begegnen.“ (Facebook-Seite PALDF, 14. Februar 2016).

Die Mutter der Attentäterin ist die Tante von Amer Abu Aisha, der an der Entführung und der Ermordung von drei israelischen Jugendlichen in Gush Etzion am 12. Juni 2014 beteiligt gewesen war. Beim Begräbnis wurde die Leiche von Kilzar Al-Awiwi mit einer grünen Flagge bedeckt, die das Emblem der Muslimbruderschaft trug (Facebook-Seite PALDF, 14. Februar 2016).

9. Februar 2016 – Messerstechattacke: Ein Israeli wurde bei Neveh Daniel mittelschwer durch Messerstiche verletzt. Der Messerstecher flüchtete. Das Opfer, das beim Morgenjogging angegriffen wurde, kämpfte mit dem Angreifer. Ein Wächter an der Einfahrt zu Neveh Daniel forderte Hilfe an, worauf die Sicherheitskräfte eintrafen und die Suche nach dem Messerstecher aufnahmen.

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 19/02/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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