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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (17. – 23. Februar 2016)

Die palästinensische Welle des Terrors hält mit großer Intensität an. Auch in der vergangenen Woche ragten Messer-Angriffe an verschiedenen Orten in Judäa und Samaria heraus. Einige von ihnen wurden von Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 begangen. Der markanteste von ihnen war ein Messer-Angriff, der sich in einem Supermarkt in Scha’ar Benjamin (nördlich von Jerusalem) ereignete und von zwei Jungendlichen im Alter von 14 Jahren verübt wurde. Somit steigt die Zahl der israelischen Opfer bei der aktuellen Welle desTerrors auf 32.

Die Palästinensische Autonomiebehörde und die Fatah geben der Welle des Terrors durch die Teilnahme ihrer hohen Beamten an den Begräbnissen der getöteten Terroristen Rückendeckung. Die Hamas ruft zur Eskalation der Terroranschläge und dazu, die einzelnen Angriffe organisierter und effektiver zu gestalteten, auf. Facebook Seiten der jungen getöteten Terroristen zeigen immer wieder deren Bewunderung für die früheren „Märtyrer“ und deren Wunsch, zu sterben und ihnen zu folgen.

Angriffe und versuchte Attentate im Verlauf der vergangenen Woche

Am 21. Februar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff: Ein 14-jähriger versuchte, einen IDF-Soldaten in der Nähe von Hebron zu erstechen. Er probierte, die Tür eines IDFFahrzeugs, in dem sich Soldaten aufhielten, zu öffnen und einen von ihnen anzugreifen. Die Soldaten übermannten den Jungen und nahmen ihn fest. Bei dem Vorfall gab es keine Verletzten. Der Palästinenser ist Ali Adam al-Hamidat (14) aus dem Dorf Bani Naim (Palinfo, 21. Februar 2016).

Am 21. Februar 2015 ereignete sich ein Messer-Angriff: Ein Palästinenser versuchte, Soldaten in der Nähe des Checkpoints Beta (Region Nablus) zu erstechen. Er wurde durch die Schüsse der Soldaten ernsthaft verwundet und starb etwas später. Dabei handelt es sich um Kusai Diab Abu al-Rub (16) aus Kabatije. Die Hamas veröffentlichte eine Todesanzeige. Bei der Beerdigung wurde sein Leichnam mit der Flagge der Palästinensischen Autonomiebehörde bedeckt (Wafa Nachrichtenagentur; Facebook-Seite der Hamas in Nablus; Facebook-Seite der Hamas in Jatta, 21. Februar 2016).

• Palästinensische Medien berichteten, dass Kusai Diab Abu al-Rub versuchte, dem Beispiel seines Cousins Ahmed Abu al-Rub zu folgen, der im Februar 2016 zusammen mit zwei Komplizen einen kombinierten Anschlag in der Nähe des Damaskustors in Jerusalem verübt hatte (QUDSN, 22. Februar 2016). Er hinterließ einen letzten Willen, in dem er seine Familie um seine Beerdigung neben dem Cousin Ahmad Abu al-Rub und um die Ausgleichung seiner finanziellen Schulden an vier seiner Freunde, in Höhe von zwischen 50,- und 100,- Schekel (12,- bzw. 23,- Euro) bat. Am Ende seines Testaments zitierte er Verse aus dem Koran, die zum Martyrium für die Sache Allahs aufrufen (Sure al-Imran, Vers 169): „Denkt ja nicht, dass diejenigen, die für Allah sterben, tot seien. Sie leben vielmehr bei ihrem Herrn und werden von Ihm umsorgt.“ (Facebook-Seite von QUDSN, 21. Februar 2016). (1)

(1) Dieser Vers wurde ausgiebig von Terroristen und deren Disponenten während der Zweiten Intifada benutzt. Auch Nihad Ra’ed Waked, der am 14. Februar 2016 zusammen mit seinem Komplizen einen bewaffneten Angriff auf eine IDF-Einheit im nördlichen Samaria ausführte, veröffentlichte diesen Vers auf seiner Facebook-Seite.

Am 19. Februar 2016 ereignete sich ein Auto-Angriff: Ein Palästinenser versuchte, Soldaten an der Einfahrt zum Dorf Silwad zu überfahren. Er selbst wurde dabei angeschossen und verletzt. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Abed Ra’ed Abdallah Hamed (21) aus dem Dorf Silwad (nordöstlich von Ramallah) handelt. Sein Bruder, Ghassan Hamed, wurde 2005 in Israel zu 17 Jahren Freiheitsstrafe wegen eines bewaffneten Angriffs, den er 2004 in der Nähe von Silwad verübte, verurteilt. Seine Mutter berichtete in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Ma’an, dass sich ihr Sohn vor dem Verlassen des Hauses von ihr verabschiedet hatte und sie bat, „mit ihm zufrieden zu sein“. Diese Formulierung ist ein klares Indiz für die Absicht eines Terroristen, einen Anschlag zu verüben.

An seiner Beerdigung nahmen hohe Beamte der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Fatah teil, darunter Layla Ghanem, Distriktgouverneurin von Ramallah, Dschamal Muheisen, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, und Kadura Fares, Fatah Mitglied und Vorsitzender des palästinensischen Gefangenenclubs (Ma’an Nachrichtenkanal, 20. Februar 2016). Die Teilnehmer an der Beerdigung riefen zur Rache an Israel und zur Eskalation der Intifada auf (al-Arabi al-Dschadid, 20. Februar 2016).

Am 19. Februar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff: Ein Palästinenser stach auf zwei Grenzpolizisten am Jerusalemer Damaskustor ein. Die beiden wurden leicht verletzt, der Terrorist wurde erschossen. Eine Bewohnerin von Ost-Jerusalem wurde bei dem Vorfall durch ein Schrapnell der Beamten leicht am Bein verletzt. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich bei dem Terroristen um Muhammad Ziad Abu Khalaf (20) aus dem Dorf Kafr Akab (in Ost-Jerusalem) handelt. Die Hamas veröffentlichte eine Todesanzeige. Nach seinem Tod veröffentlichten Viele Glückwünsche zu seinem „Schahada“ („Martyrium“) auf seiner Facebook-Seite (Facebook-Seite von Mohammed Ziad Abu Khalaf, 21. Februar 2016). Auf einem der Posts, die der Terrorist noch zuvor auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hatte, kann man seine Bewunderung von Bilal Ghanem erkennen, der am 13. Oktober 2015 den bewaffneten Angriff auf einen Bus im Jerusalemer Stadtteil Armon HaNatziv verübt hatte (Facebook-Seite von Muhammad Abu Khalaf, 20. Januar 2016).

Am 18. Februar 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff: Zwei Jungendliche betraten einen Supermarkt im Industriegebiet von Scha’ar Benjamin, tobten zwischen den Regalen herum und stachen zwei Israelis nieder. Ein Zivilist, der sich unter den dortigen Kunden befand, schoss die beiden an und verletzte sie schwer. Ein israelischer Soldat, der dabei kritisch verletzt wurde, erlag später seinen Verletzungen. Der zweite Israeli wurde schwer verletzt. Ersten Ermittlungen zufolge hielten sich die beiden Attentäter 20 Minuten lang im Supermarkt auf, bevor sie den Angriff ausführten. Zudem wurde bekannt, dass die beiden Israelis an zwei verschiedenen Stellen im Supermarkt angegriffen wurden. Die Attentäter wurden von einem anderen jungen Mann begleitet, der vom dortigen Sicherheitswachmann angehalten wurde. Dieser wurde überprüft, in seinem Besitz konnte jedoch nichts Verdächtiges gefunden werden.

Die beiden 14-jährigen Terroristen sind Bewohner von Baituniya (in der Nähe von Ramallah): Ayham Sabbah, der später seinen Verletzungen erlag. Aus seiner FacebookSeite geht hervor, dass er religiös war und in der Moschee zu beten pflegte. Auf seiner Facebook-Seite nannte er sich „Prinz der Schatten“.

Husam Badran, ein Sprecher im Namen der Hamas, lobte die beiden Attentate in Jerusalem und in der Nähe von Ramallah und die dafür Verantwortlichen. Seinen Worten zufolge seien diese Angriffe „eine natürliche Reaktion“ des palästinensischen Volkes auf die „Verbrechen Israels“. Er rief die sich widersetzenden Jungendlichen auf, solche Angriffen fortzusetzen und bemerkte, dass der Mut der Intifada-Jungenlichen die Zukunft des palästinensischen Volkes entscheiden wird (Webseite der Hamas, 20. Februar 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 26/02/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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