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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (9. – 15. März 2016)

Die palästinensische Welle des Terrors, die vor einem halben Jahr begann, hält mit großer Intensität an. Auch in der vergangenen Woche wurden Messer-, Auto- und bewaffnete Angriffe an verschiedenen Orten in Judäa und Samaria sowie im Landesinneren verübt.

Die Terroranschläge der vergangenen Woche zeichnen sich durch eine Verschärfung aus, die sich in der Vielzahl von bewaffneten Angriffen, der Zunahme der Anschläge innerhalb Israels (Jaffa, Jerusalem, Petach Tikwa) und einer laufenden Messer-Attacke eines Terroristen aus dem Bezirk Qalqiliya an der Promenade zwischen Jaffa und Tel Aviv (bei der ein amerikanischer Tourist getötet wurde, der 34. Tote während dieser Terrorwelle) ausdrückt. Durch ihre Erklärungen und Handlungen geben die Palästinensische Autonomiebehörde und die Fatah den Tätern Rückendeckung.

Am 11. März 2016 wurden vier Raketeneinschläge in der westlichen Negev registriert. Die IDF reagierte darauf mit Angriffen auf Ziele der Hamas im Gazastreifen. Dies war seit dem 24. Januar 2016 der erste und auch der schwerste Raketenangriff in den letzten Monaten.

Angriffe und versuchte Attentate im Verlauf der vergangenen Woche

Am 14 März 2016 ereignete sich ein bewaffneter Auto-Angriff:
• Zwei Palästinenser versuchten, israelische Zivilisten an einer Bushaltestelle in der Nähe der Kreuzung Elias an der Einfahrt zu Kirjat Arba zu überfahren und benutzten dabei Feuerwaffen. Ein Soldat wurde durch die Schüsse verletzt. Die IDFEinheit, die mit der Überwachung der Kreuzung beauftragt war, schoss auf die Terroristen und tötete sie. In ihrem Besitz wurden eine improvisierte Carl-Gustaf-Maschinenpistole sowie eine weitere Pistole gefunden. Während der Tätigkeit der Einheit vor Ort, tauchte ein zweites palästinensisches Fahrzeug auf und fuhr einen IDF-Offizier an. Dabei wurden sowohl der Offizier als auch ein weiterer Soldat leicht verletzt. Auch dieser Fahrer wurde angeschossen und getötet.

• Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich bei den Terroristen um Kassem Farid Abd el-Aziz Dschaber, genannt Abu ‚Oda, (31) aus Hebron, der eine 7-jährige Freiheitsstrafe in israelischen Gefängnissen verbüßt hatte und mit der Hamas assoziiert ist (Dunia al-Watan, 14. März 2016), und um Amir Fuad Na’im alDschuneidi (22) aus Hebron handelt (Facebook-Seite von PALDF, 14. März 2016). Kommentare in den sozialen Netzwerken deuten daraufhin, dass die Beiden nicht nur Freunde gewesen waren, sondern auch einen Obst- und Gemüseladen in Hebron unter dem Namen „al-Schahid“ („der Märtyrer“) betrieben hatten (Fatah al-Yawm, 14. März 2016).

• Der dritte Terrorist ist Jusuf Walid Mustafa Taraira (18) aus der Kleinstadt Bani Na’im, östlich von Hebron (Facebook-Seite von PALDF, 14. März 2016). Er war Gymnasiast und Mitglied der Schabiba-Bewegung der Fatah. Sowohl die Fatah als auch die Hamas veröffentlichten Todesanzeigen (Twitter-Account von PALINFO, Twitter-Account der Fatah, 14. März 2016).

Am 11. März 2016 ereignete sich ein Sprengsatzanschlag. Ein vermummter Autofahrer warf im südlichen Hebrongebirge in der Nähe von Otniel einen Sprengsatz auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug, der in der Nähe explodierte. Es gab keine Verletzten. Das Fahrzeug wurde leicht beschädigt. Der Attentäter floh von der Szene.

Am 11. März 2016 ereignete sich ein bewaffneter Angriff. Schüsse wurden aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug in Richtung des Checkpoints an der Schnellstraße 443 zwischen Jerusalem und Tel Aviv abgefeuert. Zwei dort stationierte Soldaten wurden leicht verletzt. Der Attentäter floh von der Szene.

Am 11. März 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Ein Palästinenser stach einen jungen Mann in der Nähe der Klagemauer nieder und floh von der Szene. Er wurde später in einer Altstadtgasse entdeckt und zum Verhör geführt. Nach Angaben der palästinensischen Medien handelt es sich bei dem Terroristen um Anas Kassem Falah Akra (19) aus dem Dorf Kabalan südlich von Nablus (Ma’an Nachrichtenagentur, 11. März 2016).

Am 9. März 2016 ereignete sich ein bewaffneter Angriff. Zivilisten berichteten über Schüsse, die auf einen Bus an der Kreuzung von Ramot im Norden Jerusalems aus einem Fahrzeug, in dem sich zwei Palästinenser befanden, abgefeuert wurden. Das Fahrzeug flüchtete von der Szene. Obwohl am Bus keine Schäden entdeckt werden konnten, wurden am Tatort Patronenhülsen gefunden. Kurz danach begann eine weiträumige Fahndung. Dabei stieß die Polizei auf ein Fahrzeug in der Nähe des Damaskus-Tors, das in etwa der Beschreibung entsprach und aus dem Schüsse auf Polizisten und Zivilisten abgefeuert wurden. Die Beamten schossen die Fahrer an und töteten sie. Eine weitere Person wurde dabei durch Schüsse der Polizei schwer verletzt. Im Fahrzeug wurden zwei Gewehre gefunden. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich bei dem Terroristen um Abd al-Malik Abu Kharob (19) und Muhammad Dschamal al-Kaluti (21), Bewohner des Dorfes Kafer Akeb nördlich von Jerusalem handelt. Beide besaßen einen „blauen“ (israelischen) Personalausweis (Facebook-Seite von PALDF, 9. März 2016).

Am 9. März 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Ein mit einem Messer bewaffneter Palästinenser näherte sich einem IDF-Posten am Checkpoint al-Zawija, südlich der Siedlung Elkana und im Nordwesten von Samaria, und versuchte, einen Soldaten zu erstechen. Die dort stationierten Soldaten schossen ihn an und verletzten ihn schwer. Später erlag er seinen Verletzungen. Dabei handelt es sich um Sami Ahmed Ismail ‚Amar (17) aus dem Dorf Mes’ha, in der Nähe der palästinensischen Kleinstadt Salfit, südwestlich von Nablus (Facebook-Seite von PALDF, 9. März 2016). Bei seiner Leiche wurde ein Abschiedsbrief gefunden, der an seine Eltern gerichtet war. Er argumentierte, dass er den Angriff wegen seiner Schulden in mehreren Restaurants verübte. Der Terrorist war mit Abd al-Rahman Mahmud Radad befreundet, der während des Versuchs, in Petach Tikwa einen Messer-Angriff zu verüben, getötet wurde (siehe im Folgenden). Die beiden besuchten dieselbe Schule im Dorf Dir Balut (Facebook-Seite von Bethlehem al-Hadath, 9. März 2016).

Am 9. März 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Eine mit einem Messer bewaffnete Palästinenserin drang in die Siedlung Kedumim ein und näherte sich einer dort lebenden Frau. Diese bemerkte, um was es sich handelt und alarmierte die Sicherheitskräfte. Die Palästinenserin wurde als Folge festgenommen.

Am 8. März 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff. Ein Palästinenser betrat einen Getränkeladen in Petach Tikwa und stach einen Mann, der sich im Laden befand, nieder. Der Angegriffene übermannte den Terroristen zusammen mit dem Ladenbesitzer. Sie zogen ihm das Messer aus der Hand und erstachen ihn damit zu Tode. Der angegriffene Israeli wurde leicht verletzt. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich bei dem Terroristen um Abd al-Rahman Mahmud Radad (17) aus dem Dorf alZawija in der Nähe von Qalqiliya handelt (Ma’an Nachrichtenagentur, 9. März 2016).

Am 8. März 2016 ereignete sich ein bewaffneter Angriff. Ein Palästinenser eröffnete das Feuer auf die Sicherheitskräfte in der Nähe des Herodes-Tors in Jerusalem. Selbst auf der Flucht schoss er weiter. Dabei wurden zwei Polizisten schwer bzw. mittelschwer verletzt. Die Sicherheitskräfte schossen auf den Terroristen und töteten ihn. Vor Ort wurde eine improvisierte Carl-Gustaf-Maschinenpistole gefunden. Nach palästinensischen Medien handelt es sich bei dem Terroristen um Fuad Kazaf Abdallah Abu Radschab alTamimi (22) aus dem Dorf Issawija in Ost-Jerusalem (Silwanik.net, 9. März 2016).

Am 8. März 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff:
• Ein Palästinenser, der sich illegal in Israel aufhielt, verübte eine laufende Messer-Attacke an der Strandpromenade zwischen Jaffa und Tel Aviv. Zu Beginn stach er vier Personen in der Nähe des Uhrturms von Jaffa nieder. Von dort aus lief er entlang der Herbert-Samuel-Promenade in Richtung Tel Aviv weiter und setzte seine Messer-Attacke gegen weitere Passanten fort. Polizeibeamte verfolgten ihn zwischen fahrenden Fahrzeugen, schossen auf ihn und töteten ihn anschließend. Bei den Angriff wurde ein amerikanischer Tourist getötet und 11 weitere Personen wurden verletzt.

• Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich bei dem Terroristen um Baschar Muhammad Masalha (22) aus dem Dorf Hadscha östlich von Qalqiliya handelt. Vor einigen Jahren absolvierte er das Gymnasium in seinem Dorf. Am 6. März 2016 kehrte er nach der „Umra“ (kleine Pilgerfahrt) in Mekka aus Saudi-Arabien zurück nach Hause (Facebook-Seite von Baschar Masalha, 6. März 2016).

Die Hamas begrüßte die Terroranschläge. Sami Abu Zuhri, Sprecher der Hamas, lobte alle Angriffe, die am 8. März 2016 verübt wurden und behauptete, sie deuteten daraufhin, dass die Intifada bis zur Verwirklichung ihrer Ziele fortgesetzt werden würde und dass Israel bei ihrer Unterdrückung gescheitert ist (Webseite der Hamas, 8. März 2016). Husam Badran, ein Sprecher im Namen der Hamas, behauptete, dass die Angriffe eine natürliche Reaktion auf die Lage seien und dass es das „Recht“ der Palästinenser sei, bei der Konfrontation mit Israel zwecks Verteidigung alle Mittel zu benutzen, die ihnen zur Verfügung stehen (Alresala.net, 8. März 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 18/03/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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