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Das Verhalten der Terrororganisation Islamischer Staat

Deutschlands Bundesnachrichtendienst erhält zehntausende Geheimdokumente des IS

Zehntausende Geheimdokumente des Islamischen Staates mit den Namen, Adressen und Telefonnummern von über 22.000 Aktivisten wurden dem Bundesnachrichtendienst zugespielt. Einige dieser Dokumente wurden veröffentlicht. Die Dokumente wurden vom ehemaligen Sicherheitspolizeichef des IS, Abu Hamed, übergeben, der in der Freien Syrischen Armee gedient hatte und zum IS übergelaufen war (Sky News, 10. März 2016). Unter den Dokumenten befinden sich Fragebogen der Grenzverwaltung des IS, der Behörde, die für die Aufnahme ausländischer Aktivisten verantwortlich ist. Dort haben Bürger von über 51 Staaten, die sich dem IS anschließen wollten, ihre persönlichen Daten hinterlassen. Unter den Namen befinden sich auch die Namen der drei Terroristen, die im November 2015 den Terrorangriff auf das Bataclan-Theater in Paris verübten (Golf News, 12. März 2015).

Hochrangiges IS-Mitglied tschetschenischer Herkunft als schwer verletzt oder tot gemeldet

Abu Omar der Tschetschene. Foto: AlAan TV, 11. Oktober 2015

Abu Omar der Tschetschene. Foto: AlAan TV, 11. Oktober 2015

Die amerikanische Armee hat bekannt gegeben, dass der IS-Militärkommandeur Omar der Tschetschene am 4. März 2016 bei einem Luftangriff auf die Stadt Shaddadi südlich von Al-Hasakah (die den Kurden in die Hände fiel) getötet worden sei. Nach Darstellung der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat Omar der Tschetschene den Luftangriff auf eine Fahrzeugkolonne, in der er fuhr, jedoch überlebt. Einige andere Aktivisten, die mit ihm zusammen unterwegs waren, wurden demnach getötet. Er selbst sei schwer verletzt aus der Provinz Hasakah in ein Krankenhaus in Ar-Raqqah überführt und dort von einem IS-Arzt europäischer Herkunft behandelt worden. Einigen Berichten zufolge ist er klinisch tot (Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte; Al-Arabiya, 13. März 2016). Die Nachrichtenagentur des IS dementierte die Meldungen vom Tod von Omar des Tschetschenen (Al Jazeera, 15. März 2016).

Bei der Festigung seiner Herrschaft im Osten Syriens bediente sich der IS der militärischen Erfahrung des tschetschenischen Dschihad-Kämpfers georgischer Herkunft Omar der Tschetschene. Dieser Aktivist kommandierte bis Ende 2013 die Eliteeinheit „Armee der Emigranten“ (Muhajereen), die der Al-Nusra-Front nahestand. Anfang 2014 lief er zum IS über und wurde zum IS-Kommandeur für Nordsyrien bestimmt. Am Anfang konzentrierten sich die Aktivitäten Omars auf den Raum Aleppo, der Kernzone seiner Macht. Im ersten Halbjahr weiteten sich seine Tätigkeiten dann zusätzlich ostwärts bis nach Deir Ez-Zur aus. Bei seinen Aktivitäten im Osten des Landes kam es zu schweren Konflikten zwischen dem IS und anderen islamistischen Gruppierungen wegen des brutalen Umgangs des IS mit der Lokalbevölkerung und des Versuchs des IS, ihr den radikalen Islam aufzuzwingen. Unbestätigter Information zufolge nimmt er derzeit die Funktion des Stabsleiters des Militärrates des Islamischen Staates wahr. Sollte sich die amerikanische Mitteilung bewahrheiten, wäre der Tod von Omar dem Tschetschenen ein schwerer Schlag für die Führungsspitze des IS.

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 21/03/2016. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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