Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (16. – 22. März 2016)

Die palästinensische Welle des Terrors, die vor einem halben Jahr begann, hält mit unterschiedlicher Intensität an. Im Fokus der vergangenen Woche standen drei Messer-Angriffe: neben der Hebroner Höhle der Patriarchen (ein bereits prädestinierter Ort für Anschläge), an der Zufahrt zur Stadt Ariel, an der Trans-Samaria-Straße, sowie an der Kreuzung Gusch Etzion (ein ebenfalls prädestinierter Ort für Anschläge).

Vor dem Hintergrund der Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Hamas und der ägyptischen Regierung, nachdem Ägypten die Hamas beschuldigt hatte, an der Ermordung ihres Generalstaatsanwalts beteiligt gewesen zu sein, schickte die Hamas eine Delegation hochrangiger Beamter nach Ägypten. Ägyptische Medien berichteten, dass die Hamas aufgefordert wurde, sich zu verpflichten, dschihadistischen Aktivisten keine Zuflucht im Gazastreifen zu gewähren, und keine Tunnel zu graben, die der nationalen Sicherheit Ägyptens schaden würden. Über die Ergebnisse der Gespräche, die in Ägypten abgehalten wurden, bestehen widersprüchliche Meldungen. Unserer Meinung nach wurden dabei keine praktischen Ergebnisse erzielt.

Angriffe und versuchte Attentate im Verlauf der vergangenen Woche

Am 19. März 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff.
Ein Palästinenser näherte sich einem Checkpoint in der Nähe der Hebroner Höhle der Patriarchen. Nachdem er den Verdacht der dortigen Grenzpolizisten erweckt hatte, wurde er von ihnen aufgefordert, sich zu identifizieren. Er zeigte einen Ausweis, zog jedoch gleichzeitig ein Messer und stach einem der Kämpfer in den Kopf. Ein anderer Kämpfer schoss auf den Terroristen und tötete ihn auf der Stelle, der Kämpfer wurde leicht verletzt. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Abdullah Muhammad al-Adschluni (17) aus Hebron handelt (Facebook-Seite von PALDF, 19. März 2016). Er studierte Automechanik am Hebroner Polytechnikum. Die Schabiba-Bewegung der Fatah am Hebroner Polytechnikum veröffentlichte eine Todesanzeige (Twitter-Account der Fatah, 19. März 2016).

Am 18. März 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff:
• Drei Palästinenser erreichten die Kreuzung Gusch Etzion und versuchten, Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Ein Attentäter wurde von der dort stationierten IDF-Einheit auf der Stelle erschossen, während die beiden anderen festgenommen und zum Verhör geführt wurden. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich bei dem getöteten Terroristen um Mahmud Mohammed Ahmed Abu Fannuneh (21) aus Hebron handelt, ein Aktivist des Islamischen Dschihad in Palästina (PIJ). Sein Vater ist Mohammed Ahmed Abu Fannuneh, ein führendes Mitglied der Organisation im Bereich Hebron, der in israelischer Verwaltungshaft sitzt (wbpalestine.com 18. März 2016).

• Wenige Stunden vor dem Attentat veröffentlichte Abu Fannuneh einen Post auf seiner Facebook-Seite, in dem er auf seinen Wunsch hinwies, ein Märtyrer zu werden. Zudem bat er Gott, ihm „Schutz in seinem Schatten zu gewähren“, ihm zu verzeihen und ihm die Qualen des Grabes und der Hölle zu ersparen. Seinen Wunsch, Märtyrer zu werden, drückte er damit aus, dass er die Thronträger (Gottes) und die Engel sieht (Facebook-Seite von Mahmud Muhammed Ahmed Abu Fanuneh, 18. Januar 2016).

Am 17. März 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff:
• Eine Soldatin, die an der Zufahrt zur Stadt Ariel an der Trans-Samaria-Straße aus einem Bus stieg, wurde von zwei Palästinensern angegriffen und in den Hals gestochen. Eine IDF-Kraft vor Ort schoss auf die Beiden und tötete sie auf der Stelle. Die Soldatin wurde mittel bis schwer verletzt. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich bei den Terroristen um Ali Abd al-Rahman al-Kar Thawabta (20) und Ali Dschamal Muhammad Takatka (19) handelt. Beide waren Bewohner von Bet Fadschar, südlich von Bethlehem (Facebook-Seite von PALDF, März 17).

• Die beiden Terroristen hinterließen ein gemeinsames, handgeschriebenes Testament. Darin wenden sie sich an ihre Familien und Freunde und erklären, dass sie den Angriff für die al-Aqsa Moschee und Jerusalem ausführen werden. Sie baten darum, stolz auf sie zu sein, da sie sich für ihr Land aufgeopfert haben. Zudem äußerten sie den Wunsch, allen „Prinzipien“ nachzugehen, darunter ihren „Brüdern“, die in der Diaspora leben, das Rückkehrrecht zu gewähren (Palestine 24, 17. März 2016).

Demonstrationen und Ausschreitungen

Neben diesen Angriffen wurden auch die Ausschreitungen, Demonstrationen und Protestmärsche, sowie das Werfen von Steinen, Molotow-Cocktails und Rohrbomben in Judäa, Samaria und in Jerusalem weitergeführt. Die israelischen Sicherheitskräfte vereitelten eine Reihe von versuchten Terroranschlägen.

Im Folgenden einige weitere Ereignisse:

• Am 20. März 2016 wurde im Dorf Duma das Haus von Ibrahim Dawabscha, der einzige Zeuge der Brandsetzung des Hauses der Dawabscha Familie, in Brand gesetzt. Das Haus brannte teilweise ab und zwei Personen erlitten leichte Verletzungen durch das Einatmen von Rauch. Die Palästinenser behaupteten, dass es sich um eine böswillige Brandstiftung handelt und gaben Israel dafür die Schuld (Wafa Nachrichtenagentur, 21. März 2016). Israel bestreitet rassistisch motivierte Gründe für die Tat.

• Am 18. März 2016 wurden im Dorf Ni’lin (westlich von Ramallah) Steine in Richtung von israelischen Sicherheitskräften geworfen. Ein Grenzpolizist wurde von einem Stein am Kopf verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 18. März 2016).

• Am 18. März 2016 erreichten zwei Palästinenser das Industriegebiet von Scha’ar Benjamin und erweckten den Verdacht der dortigen israelischen Sicherheitskräfte, welche die Beiden festnahmen. In ihrem Besitz wurde ein Messer gefunden. Sie gaben an, mit der Absicht, Juden zu töten, gekommen zu sein. Der Fahrzeugfahrer, der sie dorthin brachte, floh von der Stelle (FacebookSeite von MivzakLive/Red Alert, 18. März 2016).

• Am 16. März 2016 beobachteten Grenzpolizisten in der Nähe des Flüchtlingslagers Schuafat einen 14-jährigen Palästinenser, der versuchte, den Zaun zu überqueren, ohne den Checkpoint zu passieren. Er wurde festgenommen. In seinem Besitz wurde ein Messer gefunden. Der Palästinenser ist Bewohner des Flüchtlingslagers.

• Am 16. März 2016 wurde während einer Routineaktivität der israelischen Sicherheitskräfte im Dorf Swahara (südöstlich von Jerusalem) eine Drehmaschine zur Herstellung von Waffen konfisziert.

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

 Zum NEWSLETTER anmelden
Bestellen Sie den Newsletter der Israel Nachrichten kostenlos per E-Mail und verpassen keine Top-Story mehr. Melden Sie sich HIER an.

Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2020.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Werden Sie Mitglied der ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Mitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…

Von am 25/03/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.