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Die Sicherheitslage im Gazastreifen: Hamas, Ägypten und Iran

Der Grenzübergang Rafah

Ägyptische Quellen berichteten, dass die schwierige Sicherheitslage im Norden der Sinai-Halbinsel die Eröffnung des Grenzübergangs Rafah erschwert. Dies geschah vor dem Hintergrund des Angriffes von IS-Aktivisten auf der Sinai-Halbinsel im Bereich von alArisch (al-Cofiah Press, 21. März 2016).

Tunnel-Einstürze

In Khan Junis ereignete sich ein weiterer Einsturz eines Tunnels. Dabei wurden sieben Aktivisten des militärischen Arms der Hamas verletzt, einer von ihnen kritisch. Rettungskräfte der Hamas bemühten sich um ihre Bergung (al-Quds, 19. März 2016).

Ägypten

Eine Hamas-Delegation beendete ihren Besuch in Ägypten nach drei Gesprächstagen mit hochrangigen Beamten des ägyptischen Geheimdienstes. Über den Erfolg der Gespräche bestehen widersprüchliche Meldungen. Während die ägyptischen Quellen von einem Scheitern der Gespräche berichteten, versuchten Quellen der Hamas, diese optimistisch darzustellen und bezeichneten die Gespräche als „verantwortlich und transparent“. In einem Artikel über die Beziehung zu Ägypten wurde unter Berufung auf eine „hochrangige ägyptische Quelle“ berichtet, dass die Hamas-Delegation während des Besuchs eine schriftliche Vereinbarung mit den ägyptischen Behörden formulierte, wonach die Hamas sich verpflichtet, dschihadistischen Aktivisten keine Zuflucht im Gazastreifen zu gewähren, und keine Tunnel zu graben, die der nationalen Sicherheit Ägyptens schaden würden. Wir konnten nicht verifizieren, ob die Hamas auf diese Anforderungen eingegangen ist.

Ismail Radwan, hochrangiges Hamas Mitglied, sagte, dass der Besuch der HamasDelegation eine positive Entwicklung verzeichnet. Allerdings bestritt er, dass eine Vereinbarung zwischen den Parteien unterzeichnet wurde (Dunia al-Watan, 20. März 2016). Husam Badran, ein Sprecher im Namen der Hamas, bestritt, dass Ägypten die Hamas-Delegation während des Besuchs in Kairo gebeten habe, ihre Beziehungen mit dem Iran und der Hisbollah abzubrechen (Paltoday, 21. März 2016). Medien der Hamas veröffentlichten eine Karikatur von Umaja Dschuha und stellten somit klar, dass sich die Hamas auf ihr wichtigstes Ziel konzentriert und zwar, auf den Kampf gegen Israel und nicht gegen arabische oder westliche Länder. Im Zentrum von Gaza-Stadt wurde auf einer Anschlagtafel ein Plakat angebracht, in dem es heißt: Der Widerstand richtet seine Waffen nicht nach außen. Der Kompass richtet sich auf die Befreiung Palästinas (Facebook-Seite von PALDF, 20. und 21. März 2016).

Der Iran

Es wurde berichtet, dass die Hamas-Delegation, die während der Monate Januar und Februar 2016 den Iran besuchte, mit Qassem Soleimani, Kommandeur der Quds Einheit, in Teheran zusammentraf. Während des Treffens betonte Soleimani, dass der Iran, genau wie die Hamas, an einem starken „Widerstand“ in Palästina interessiert sei. Seinen Worten zufolge wurden in den letzten Jahren viele Fehler gemacht, einige von Seiten der Hamas und andere durch den Iran, aber beide Seiten seien sich dessen bewusst, dass sich der „Widerstand“ in Gefahr befindet und dass das einzige Land, das diesen unterstützt, der Iran sei (al-Mayadeen, 17. März 2016).

Hussein Scheich al-Islam, Berater des Vorsitzenden des iranischen Parlaments (Madschles) für politische Angelegenheiten, begrüßte den Besuch der Hamas Delegation in Teheran und sagte, die Tür (des Irans) stünde für jede weitere Delegation der Hamas offen. Er kritisierte die Position der Palästinensischen Autonomiebehörde im Bezug auf Geldspenden des Iran an Familien von Märtyrern.4 Seinen Worten zufolge würde der Iran zwischen der von ihm respektierten Fatah-Bewegung und der PA bzw. Mahmud Abbas, die er nicht respektiert, unterscheiden (al-Risala.Net, 16. März 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 27/03/2016. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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