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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (6. – 12. April 2016)

In den letzten Wochen (seit Ende März 2016) zeigte sich ein Rückgang in der Intensität und im Umfang der palästinensischen Terroranschläge. Laut einem Bericht des Schin Bet über die Angriffe, hat sich deren Anzahl im März 2016 im Vergleich zum Februar 2016 verringert. Es ist allerdings zu früh um zu bestimmen, ob sich die Welle des Terrors gen Ende bewegt oder ob es nur eine vorübergehende Atempause ist.

Demonstrationen und Ausschreitungen

Die Demonstrationen, Protestmärsche, Ausschreitungen, sowie das Werfen von Steinen, Molotow-Cocktails und Rohrbomben in Judäa, Samaria und in Jerusalem wurden weitergeführt. Die israelischen Sicherheitskräfte vereitelten eine Reihe von versuchten Terroranschlägen. Es fanden auch mehrere Demonstrationen, Kundgebungen, Protestmärsche und Ausschreitungen statt.

Im Folgenden einige weitere Ereignisse:

• Am 9 April 2016 wurden Steine auf ein israelisches Fahrzeug, das auf der Schnellstraße 443 zwischen Jerusalem und Tel Aviv fuhr, geworfen. Es gab keine Verletzten. Die Windschutzscheibe des Fahrzeugs wurde beschädigt (FacebookSeite von MivzakLive/Red Alert, 9. April, 2016).

• Am 8. April 2016 wurde ein 25-jähriger Palästinenser von Beamten der Grenzpolizei am Damaskustor festgenommen. In seinem Besitz wurde ein Messer gefunden. Zudem besaß er keine Aufenthaltsgenehmigung in Israel. Er wurde festgenommen und zum Verhör geführt. Erste Untersuchungen ergaben, dass er einen Angriff plante und zu diesem Zweck das Messer gekauft hatte.

• Am 7. April 2016 wurde ein Krankenwagen nördlich von Hebron mit Steinen angegriffen. Es gab keine Verletzten, das Fahrzeug wurde jedoch beschädigt. Zudem wurden Steine auf ein Armeefahrzeug, das zwischen Ariel und Rehelim fuhr, geworfen. Es gab keine Verletzten. Das Fahrzeug wurde beschädigt (FacebookSeite von MivzakLive/Red Alert, 7. April 2016).

• Am 6. April 2016 beschlagnahmten IDF-Kräfte eine Druckmaschine im Flüchtlingslager Deheische (südlich von Bethlehem). Diese Druckmaschine befand sich zwar in einer privaten Druckerei, wurde jedoch zum Druck von Hetzpamphleten gegen Israel benutzt. Die Druckerei ist im Besitz eines gewissen Akram Schaafut. Eine Untersuchung der Facebook-Seite der Druckerei ergab, dass sie mit der FatahBewegung assoziiert ist und sich auf die Herstellung von Plakaten und Bannern für die Fatah-Bewegung in Bethlehem spezialisierte (Facebook-Seite der Druckerei Schaafut).

Vereitelung eines Angriffs durch die Sicherheitsdienste der Palästinensischen Autonomiebehörde

Am 7. April 2015 wurde von drei jungen Palästinensern berichtet, die sich auf dem Weg nach Ramallah befanden und für einige Tage spurlos verschwunden waren. Da sie keinen Kontakt mit ihren Familien aufnahmen, waren die Familien um sie besorgt. Die drei sind Hajtham al-Sajjakh (19) aus Hebron, Bassel Mahmud al-Aaradsch (33) aus dem Dorf Waladsche südlich von Bethlehem und Mohammad Abdullah Harb (23) aus Dschenin (Twitter-Account von PALINFO, 9. April, 2016).

Kurz nach ihrem Verschwinden teilte die palästinensische Polizei ihren Familien mit, dass Mobiltelefone, ein Laptop und Ausweise zweier von ihnen in der Gegend von Ramallah gefunden wurden. Am 9. April 2016 wurden die Drei schließlich von den Sicherheitsdiensten der PA im Dorf Katana (in der Nähe von Jerusalem) festgenommen. In ihrem Besitz wurden Waffen und Granaten gefunden. Es scheint, dass sie eine bewaffnete Entführung planten. Ein weiterer Verdächtiger, der ihnen die Waffen besorgt hatte, wurde ebenfalls festgenommen. Alle wurden zum Hauptquartier des allgemeinen palästinensischen Geheimdienstes in Ramallah geführt (Quds.Net, 10. April 2016).

Hamas-Sprecher kritisierten die Festnahmen vehement:
• Husam Badran, ein Sprecher im Namen der Hamas, gab Mahmud Abbas und den Sicherheitsdiensten der PA die Verantwortung für die Verhaftung. Seinen Worten zufolge begann die Führung der PA und die Fatah öffentlich zu handeln, um die Intifada des palästinensischen Volkes zu verhindern und die „Widerstandshandlungen“ der engagierten jungen Menschen gegen Israel zu stoppen. Badran rief die palästinensischen Organisationen auf, aufgrund der Sicherheitsabstimmung mit Israel und der Vereitlung von Hunderten von Angriffen seit Beginn der aktuellen Welle des Terrors, Handlungen gegen die PA und die Fatah zu unternehmen (Facebook-Seite von PALDF, 11. April 2016).

• Sami Abu Zuhri, Sprecher der Hamas, beschrieb den Vorfall als „einen besonders ernsthaften Schritt und als Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsdiensten der PA und Israel“. Seinen Worten zufolge stünde die Tätigkeit der Sicherheitsdienste der PA im Widerspruch zu den Interessen des palästinensischen Volks und reflektiere die Steigerung der Sicherheitsabstimmung mit Israel, die schließlich darauf abzielt, die Intifada zu zerstören und dem palästinensischen Widerstand zu schädigen (Facebook-Seite von PALDF, 10. April 2016).

Monatsbericht des Schin Bet über die Angriffe (März 2016)

Im März 2016 dauerte der Abwärtstrend der Anzahl der verübten Angriffe in Judäa, Samaria und Jerusalem an. Insgesamt wurden im Laufe des Monats 119 Angriffe verübt, im Vergleich zu 153 Angriffen im Februar 2016. Im Folgenden die einzelnen Daten:

Ort der Angriffe: 81 Angriffe wurden in Judäa und Samaria verübt (im Vergleich zu 107 im Februar 2016). 36 Angriffe wurden in Jerusalem verübt (im Vergleich zu 42 im Februar 2016). Zwei Angriffe wurden innerhalb der Grünen Linie (Jaffa und Petach Tikwa) verübt (im Vergleich zu vier im Februar).

Tote und Verletzte: Ein Mann wurde (bei einem Angriff in Jaffa) getötet und 26 Personen wurden verletzt (darunter 13 Zivilisten und 13 Sicherheitsbeamten). Von all diesen wurden 17 Personen im Rahmen von Messer-Angriffen verletzt.

Form der Angriffe: Die meisten Angriffe (92) geschahen in Form von MolotowCocktails, davon 33 in Jerusalem. Es gab sechs Messer-Angriffe, einer von ihnen in Jerusalem; zwei Auto-Angriffe, ein Anschlag, neun Angriffe mit Sprengstoffen, sechs Angriffe mit Leichtwaffen, darunter zwei in Jerusalem.

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 15/04/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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