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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (20. April – 03. Mai 2016)

In der letzten Woche ereigneten sich mehrere Messer-Angriffe in und um Jerusalem. Ein Angriff (am Löwentor der Altstadt) wurde von einem einzigen Terroristen verübt, während zwei andere Angriffe von jeweils zwei Terroristen (zwei Palästinenserinnen bzw. ein palästinensisches Geschwisterpaar) verübt wurden. Es zeichnet sich allerdings ein deutlicher Rückgang der Anschläge bei der aktuellen Welle des Terrors ab. Selbst das Passah-Fest, das von einer Anstiftungskampagne der Hamas begleitet wurde und sich auf den Tempelberg konzentrierte, verlief relativ ruhig und änderte den allgemeinen Trend nicht.

Die Hamas versucht derweil, die Terroranschläge wieder aufleben zu lassen und ruft dabei zu einer „bewaffneten Intifada“ auf. Zu diesem Zweck bedient sie sich dem Angriff auf einen Egged-Bus, der am 18. April 2016 in Jerusalem von einem ihrer Aktivisten verübt wurde. Dieser beteiligte sich zuvor an gewalttätigen Auseinandersetzungen mit IDF-Kräften und wurde sechs Monate lang von den Sicherheitsdiensten der Palästinensischen Behörde festgehalten.

Angriffe und versuchte Attentate im Verlauf der vergangenen Woche

Am 2. Mai 2016 stach ein palästinensischer Terrorist einen israelischen Zivilisten in der Nähe des Löwentors in der Altstadt von Jerusalem nieder. Das Opfer, ein etwa 60-jähriger Mann, wurde durch Stichwunden im Brustbereich mittelschwer verletzt und in ein Krankenhaus evakuiert. Der Täter warf das Messer auf den Boden und floh von der Stelle. Er wurde später in einer der Gassen der Altstadt aufgespürt. Ein weiterer junger Mann wurde unter dem Verdacht zur Beihilfe festgenommen.

Am 28. April 2016 erreichten zwei Palästinenserinnen einen Checkpoint in der Nähe von Ramallah, unweit der Schnellstraße 443 zwischen Jerusalem und Tel Aviv. Die beiden trugen ein Messer und eine Spritze, die wohl mit Chlor und einem Reinigungsmittel gefüllt war, bei sich. Sie baten die Soldaten vor Ort um Wasser, diese jedoch schöpften sofort Verdacht. Eine der Terroristinnen zog ein Messer und versuchte, die beiden Soldaten am Checkpoint anzugreifen. Eine Kämpferin der dortigen Einheit schoss eine der beiden Terroristinnen an, während die andere floh, sich versteckte und später aufgespürt wurde. Die verletzte Terroristin wurde zur medizinischen Behandlung evakuiert. Im Besitz der Beiden wurde ein Abschiedsbrief gefunden.

Am 27. April 2016: Ein Palästinenser und eine Palästinenserin erreichten den Checkpoint in der Nähe des Übergangs Kalandia nördlich von Jerusalem. Sie bewegten sich zu Fuß auf der Fahrzeugsspur und näherten sich den Grenzpolizisten, die den Checkpoint bemannten. Die Frau hielt ihre Hand in ihrer Handtasche, während der Mann seine Hände hinter seinem Rücken hielt. Die Beiden ignorierten zudem Zurufe, stehen zu bleiben. Nachdem sie sich den Beamten weiter näherten, zog die Frau ein Messer aus ihrer Handtasche und schleuderte es in Richtung eines der Beamten. Polizei und Sicherheitspersonal eröffneten daraufhin das Feuer auf die Geschwister und töteten sie. Im Gürtel des Mannes wurde ein gleiches Messer wie das der Frau gefunden.

• Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um ein Geschwisterpaar handelt. Die Frau ist die 24-jährige Maram Saleh Hassan Taha (die in ihrem palästinensischen Personalausweis Abu Ismail heißt, wohl ihr Familienname nach der Heirat), verheiratet und Mutter zweier Kinder aus Bet Surik. Ihr Bruder ist Ibrahim Saleh Hassan Taha (16) aus dem Dorf Katana nordwestlich von Jerusalem (Facebook-Seite von PALDF, 27. April 2016)

• Fawzi Barhum, ein Sprecher im Namen der Hamas, sagte, dass der Tod der Beiden ein Verbrechen sei, dass „alle roten Linien überschritten habe“. Er rief zum Anstoß einer neuen Phase des „bewaffneten Widerstands“ gegen Israel in Judäa und Samaria auf (Ma’an Nachrichtenagentur, 27. April, 2016). Daud Schahab, hochrangiges Mitglied des Islamischen Dschihad in Palästina (PIJ), sagte, dass Israel für den Tod der beiden Geschwister verantwortlich sei und rief zur Weiterführung der Intifada und zu ihrer Eskalation auf (Paltoday, 27. April 2016).

Demonstrationen und Ausschreitungen

Die Demonstrationen, Protestmärsche, Ausschreitungen, sowie das Werfen von Steinen, Molotow-Cocktails und Rohrbomben in Judäa, Samaria und in Jerusalem wurden auch in der vergangenen Woche weitergeführt. Zudem wurde eine Reihe von Feldbränden registriert, die in Folge von Molotow-Cocktails entstanden sind.

Im Folgenden einige weitere Ereignisse:
• Am 3. Mai 2016 wurden Steine auf ein Fahrzeug in der Nähe von Huwara (südlich von Nablus) geworfen. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Die Windschutzscheibe des Fahrzeugs wurde beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 3. Mai 2016).

• Am 1. Mai 2016 wurden Steine auf ein Fahrzeug geworfen, in dem sich eine Fahrerin und drei Kinder befanden. Sie fuhren von Ma’ale Amos in Richtung Efrat (Gusch Etzion). Die Windschutzscheibe des Fahrzeugs wurde beschädigt und zwei Kinder wurden leicht verletzt. Sie wurden vor Ort behandelt.

• Am 29. April 2016 wurden bei Ausschreitungen in der Nähe von Baituniya Steine auf eine IDF-Kraft geworfen. An den Ausschreitungen beteiligten sich etwa zweihundert Palästinenser. Es gab keine Verletzten. Zudem nahm die israelische Polizei acht Palästinenser fest, die Steine auf Sicherheitskräfte in der Nähe des Mughrabi-Tors auf dem Tempelberg geworfen hatten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 29. April 2016).

• Am 28. April 2016 wurde eine Rohrbombe auf ein israelisches Fahrzeug in der Nähe des Dorfes Dschamaa’in (in der Nähe von Nablus) geworfen. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. April 2016).

• Am 26. April. 2016 wurden drei Palästinenser aus Nablus im Ost-Jerusalemer Stadtteil Dschebel Makaber wegen des Verdachts eines versuchten Angriffs festgenommen. Dies geschah, nachdem sie erklärt hatten, dass sie einen Angriff gegen Israelis beabsichtigen. Die drei wurden zum Verhör überführt. Sie haben keinen terroristischen Hintergrund und sind nicht Mitglieder einer terroristischen Vereinigung.

• Am 26. April 2016 entfernte die Polizei acht Juden, die unerlaubt auf dem Tempelberg beteten und somit den Status quo verletzten. In Folge dessen brachen vor Ort gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Dutzenden von muslimischen Gläubigen und Mitgliedern der Waqf (fromme Stiftung) und der israelischen Polizei aus. Die Lage beruhigte sich, nachdem die Polizei die jüdischen Gläubigen vom Tempelberg entfernte.

• Am 26. April 2016 warfen Palästinenser Steine auf die Stadtbahn im Bereich Schuafat. Es gab keine Verletzten, ein Wagon wurde beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 26. April 2016).

• Am 24. April 2016 wurde eine Rohrbombe in Richtung Rachels Grab in Bethlehem geworfen. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 24. April 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 06/05/2016. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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