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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt

Im Fokus der Ereignisse der vergangenen Woche stand die Vereitlung eines Messer-Angriffs an einem Checkpoint nördlich von Jerusalem. Zudem wurden Schüsse aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug auf einen Bus in der Nähe der Gemeinde Tekoa (Gusch Etzion) gerichtet. Im Ost-Jerusalemer Stadtteil Dschebel Makaber ereigneten sich während der Beerdigung eines Terroristen, dessen Leichnam der Familie übergeben wurde, Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und den israelischen Sicherheitskräften. Dabei handelt es sich um den Terroristen, der am 13. Oktober 2015 einen Auto-Angriff in Jerusalem verübt hatte und dabei getötet wurde.

Die Ernennung Avigdor Liebermans zum neuen israelischen Verteidigungsminister löste weitverbreitete Reaktionen in der Palästinensischen Autonomiebehörde und im Gazastreifen aus. Das Außenministerium der PA nutzte die Ernennung zur Verunglimpfung Israels. Hochrangige Hamas Beamte erinnerten an ehemalige Drohungen seitens Lieberman, betonten jedoch, dass die Hamas sich deswegen keine Sorgen macht („Wenn er ein echter Mann ist, soll er sich dem Gazastreifen nähern…“).

Angriffe und versuchte Attentate im Verlauf der vergangenen Woche

Am 23. Mai 2016 erreichte eine junge Frau den Checkpoint Ras Biddu (nördlich von Jerusalem in der Nähe von Givat Ze’ev). Sie erregte den Verdacht der dort stationierten Sicherheitskräfte, die sie zunächst zum Anhalten aufforderten. Als sie den Aufforderungen nicht folgte, feuerten sie einige Warnschüsse in ihre Richtung. Sie schritt dennoch weiter und als sie sich bereits in der Nähe der IDF-Soldaten befand, zog sie ein Messer aus ihrer Tasche und schwang es in der Luft. Die Kämpfer schossen auf sie und töteten sie auf der Stelle. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Susan Ali Daud Mansur (17) aus dem Dorf Biddu nordwestlich von Jerusalem handelt (Facebook-Seite von PALADF, 23. Mai 2016).

Am 21. Mai 2016 wurden Schüsse aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug auf einen gepanzerten Bus in der Nähe der Gemeinde Tekoa (Gusch Etzion) gerichtet. Der Pkw überholte den fahrenden Bus und die Insassen eröffneten dabei das Feuer. Es gab keine Verletzten. Im Bus wurde ein Einschussloch registriert. Die Attentäter entkamen.

Am 18. Mai 2016 wurden Schüsse auf ein Militärfahrzeug der Sicherheitskräfte am Checkpoint Kalandia abgefeuert. Es gab keine Verletzten, der Attentäter entkam.

Demonstrationen und Ausschreitungen

Die Demonstrationen, Protestmärsche, Ausschreitungen, sowie das Werfen von Steinen, Molotow-Cocktails und Rohrbomben in Judäa, Samaria und in Jerusalem wurden auch in der vergangenen Woche weitergeführt. Herausragend waren die Ausschreitungen während der Beerdigung des Terroristen Alaa Abu Dschamal, der am 13. Oktober 2015 einen kombinierten Auto- und Messer-Angriff in der Jerusalemer Malkhe-Israel-Straße verübt hatte. Seine Beerdigung fand im Ost-Jerusalemer Stadtteil Dschebel Makaber statt, nachdem sein Leichnam der Familie übergeben wurde. Die Beerdigung entwickelte sich allerdings zu einer Massendemonstration, bei der Parolen gegen Israel gerufen wurden und Palästinenser sich den israelischen Sicherheitskräften gegenüber stellten.1

1 Außerhalb des Friedhofs versammelten sich etwa zweihundert Bewohner von Ost-Jerusalem, die „Allahu Akbar“ und „Mit Geist und Blut werden wir dich, oh Märtyrer, befreien“ skandierten. Die Grenzpolizei verhinderte ihren Eintritt zum Friedhof und ließen sie nicht an der Beerdigung teilnehmen. Die Ausschreitungen fanden trotz der Vereinbarungen mit der israelischen Polizei statt, wonach die Bestattungen der Terroristen, deren Leichnam ihren Familien übergeben werden, nur im begrenzten Familienrahmen und ohne Anzeichen von Anstiftungen abgehalten werden dürfen (ynet Nachrichten, 24. Mai 2016).

Im Folgenden einige weitere Ereignisse (einschließlich solche, die vereitelt wurden):

• Am 23. Mai 2016 wurden Steine auf ein israelisches Fahrzeug in der Nähe des Checkpoints Huwara (südlich von Nablus) geworfen. Es gab keine Verletzten, das Fahrzeug wurde jedoch beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 23. Mai 2016).
• Am 22. Mai 2016 warfen Palästinenser Steine und Farbflaschen auf Zivil- und IDFFahrzeuge, die zwischen dem Tunnel-Checkpoint und Har Gilo fuhren. Es gab keine Verletzten, ein Fahrzeug wurde beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 22. Mai 2016).
• Am 22. Mai 2016 wurde ein zehnjähriger Junge von den israelischen Sicherheitskräften festgenommen, nachdem er Steine auf die Jerusalemer Stadtbahn im Bereich Schuafat geworfen hatte. Es gab keine Verletzten und es wurden keine Schäden verursacht (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 22. Mai 2016).
• Am 22. Mai 2016 warfen Palästinenser Steine und Molotow-Cocktails auf eine IDF-Einheit in der Nähe von Kirjat Arba. Zwei weitere Brandsätze wurden auf einen Checkpoint in der Nähe der Gräber der Patriarchen geworfen. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 22. Mai 2016).
• Am 22. Mai 2016 wurden während einer operativen Tätigkeit der israelischen Zivilund Grenzschutzpolizei im Ost-Jerusalemer Stadtteil Issawija zehn MolotowCocktails geworfen. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 22. Mai 2016).
• Am 19. Mai 2016 fiel den israelischen Sicherheitskräften in der Gegend von Bet Hanina (Nord-Jerusalem) ein etwa 16-jähriger Palästinenser auf, als er in einen Bus, der zwischen Schuafat und dem Damaskus-Tor verkehrte, stieg. Sie nahmen den Palästinenser fest. In seinem Besitz wurde ein Messer gefunden. Bei seiner Vernehmung gab er zu, einen Messer-Angriff gegen Polizisten geplant zu haben (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 19. Mai 2016).
• Am 17. Mai 2016 wurden Steine auf ein Fahrzeug geworfen, das auf der Schnellstraße 443 zwischen Jerusalem und Tel Aviv in der Nähe der Tankstelle Dor Alon fuhr. Es gab keine Verletzten, die Windschutzscheibe des Fahrzeugs wurde beschädigt. Die Verdächtigen flüchteten von der Stelle (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 17. Mai 2016).
• Am 17. Mai 2016 wurden Steine auf zwei israelische Fahrzeuge geworfen, die zwischen al-Khader (westlich von Bethlehem) und dem Tunnel-Checkpoint fuhren. Die Windschutzscheiben beider Fahrzeuge wurden beschädigt (FacebookSeite von MivzakLive/Red Alert, 17. Mai 2016).
• Am 17. Mai 2016 nahmen Polizeikräfte einen Palästinenser im Dorf az-Zaim fest. Die Festnahme erfolgte aufgrund einer bei der Polizei eingegangener Information, wonach er beabsichtigte, einen Angriff einige Stunden später in Jerusalem zu verüben. Die Polizei näherten sich die der Stelle, an der er sich aufhielt, und vereitelten dadurch das Attentat (ynet Nachrichten, 17. Mai 2016).

Vereitlung eines Schmuggelversuchs in den Gazastreifen

Am 18. Mai 2016 vereitelten israelische Sicherheitskräfte den Schmuggel von 60.000 Sprungfedern, die zur Herstellung von Handgranaten dienen sollten. Die Sprungfedern waren zuvor in einem Lagerhaus in der landwirtschaftlichen Kooperative Ami Oz in der Region Eschkol versteckt gehalten worden und wurden später auf ein Fahrzeug geladen, das sie in den Gazastreifen bringen sollte. Die Polizei nahm einen Bewohner der Beduinensiedlung Rahat noch im Lager fest, nachdem er die Sprungfedern aufgeladen hatte. Bei seiner Vernehmung gab er zu, dass er den Transfer von rund 500.000 Sprungfedern in den Gazastreifen beabsichtigt hatte (Sprecher der israelischen Polizei, 19. Mai 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 29/05/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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