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Ein Schönheitswettbewerb der besonderen Art – Miss Trans Israel

Israel ist bekannt für seine Offenheit. Tel Aviv gilt als Traumziel aller LGBT.

Die jährliche Gay Pride Parade ist nichts anderes, als ein weiterer farbenfroher Event innerhalb des Jahres. Wen interessiert es, ob jemand homosexuell ist, lesbisch, transgender, intersexuell, bi-sexuell oder heterosexuell? Ob er/sie sich bereits geoutet hat, oder erst einmal in der relativen Anonymität der Veranstaltungen ausprobieren möchte, wie es sich anfühlt, „anders“ zu sein. Tel Aviv reisst jeden mit. Tel Aviv ist Lebensfreude pur. (Wer heuer noch dabei sein will, muss sich beeilen, die Veranstaltung hat gestern begonnen und läuft noch bis zum 4. Juni)

Ta’alin Abu Hanna

Ta’alin Abu Hanna

Ta’alin Abu Hanna, 21 stammt aus Nazereth und ist von Beruf Balletttänzerin. „Ich bin stolz, eine israelische Araberin zu sein, würde ich in Palästina oder in irgendeinem beliebigen arabischen Land leben, sässe ich wahrscheinlich im Gefängnis oder wäre bereits umgebracht worden.“

Die Veranstaltung fand Ende der vergangenen Woche im HaBima, dem israelischen Staatstheater statt.

Vorhergegangen waren drei Runden von Vorentscheidungen, bei denen sich mehr als 100 junge Damen präsentierten. Mit dabei waren auch Beduinen Frauen und einige Muslimas.

Für die Siegerin ist es ein historischer Anlass, ein deutlicher Schritt in Richtung Gleichberechtigung von sexuellen Ausrichtungen in der Gesellschaft. Im August vertritt sie Israel bei den internationalen Wettbewerben in Spanien. Der Siegespreis von Höhe von US$ 15.000 ist zweckgebunden für eine noch ausstehende Operation in Thailand und wird noch durch die Übernahme der Aufenthalts- und Flugkosten aufgebessert.

Die Teilnehmer waren ein Spiegelbild der israelischen Gesellschaft, eine Muslima war ebenso dabei, wie eine junge Frau aus dem ultra-orthodoxen Milieu. Die Teilnehmerinnen kamen aus ganz Israel, von Beersheba, über Haifa, Jerusalem bis nach Tel Aviv.

Nicht in allen Familien herrschte Freude über die Teilnahme an dieser Konkurrenz. Caroline Khouri, 24, aus der arabischen Stadt Tamra machte die wohl übelsten Erfahrungen. Die Männer ihrer Familie misshandelten sie, schnitten ihre Haare ab und liessen sie, an ihr Bett gefesselt drei Tage ohne Nahrung und Wasser zurück. Schliesslich wurde sie von der Polizei gerettet. Von der Familie gilt sie als verstossen.

Lesen Sie den ganzen Artikel auf dem Webblog

von Esther Scheiner

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Von am 31/05/2016. Abgelegt unter „Während Israel nicht nur vom BDS boykottiert wird…“. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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