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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (8. bis 14. Juni 2016)

Am 8. Juni 2016 verübten zwei palästinensische Terroristen einen bewaffneten Angriff in einem Restaurant im Zentrum des Tel Aviver Vergnügungszentrums Sarona.Vier Personen starben und sieben wurden teilweise schwer verletzt.Die Attentäter, Cousins aus dem Dorf Jatta südlich von Hebron, wurden festgenommen.DerAngrifffand nach etwa zwei Monaten, in denen sich ein deutlicher RückgangderAngriffeseit Beginn der Welle des Terrors im September 2015 abgezeichnethatte, statt. Der Angriff führte zu einer Flut von Reaktionen, vor allem vonSeiten derHamas, die zur Fortsetzung der Angriffe und sogar zu ihrer Intensivierung aufriefen.Bei zwei weiteren Versuchen, indieser Woche Terroranschläge in Judäa und Samaria zu verüben, gab es keine Verletzten.

Die Szene des Angriffs in einem Restaurant im Tel Aviver Sarona Market. Foto: Facebook

Die Szene des Angriffs in einem Restaurant im Tel Aviver Sarona Market. Foto: Facebook

In Übereinstimmung mit den Anweisungen der politischen Ebene zerstörten israelische Sicherheitskräfteim Dorf Jatta das Haus des Terroristen,deram17.Januar2016 Dafna Meir z“l vor ihrer Haustür in der Siedlung Othniel ermordet hatte. Die Gemeinde Jatta und die Fatah-Bewegung brachten die Familie in einer provisorischen Wohnung unter und begannen sofort, Mittel für die Sanierung des zerstörten Hauses des Terroristeneinzusammeln.

Der militärische Arm der Hamas kündigte den Beginn der Registrierung für die Sommer-Camps im Gazastreifen an, die gemäß der Planung nach Ende desRamadans (Mitte Juli2016)beginnensollen.Im Rahmen dieser Camps werden die Jugendlichen eine militärische Ausbildung erhalten. Ziel dieser, gemäß der Ankündigung, ist, den Geist des Dschihadbei der jüngeren Generation zu entflammenund den lang erwarteten militärischen Sieg samt der BefreiungPalästinas vorzubereiten.

Vier Tote bei einem bewaffneten Anschlag in Tel Aviv

In den Abendstunden des 8. Juni 2016 wurde ein bewaffneter Angriffim Tel Aviver Vergnügungszentrum Sarona, einem ehemaligen deutschen Templerdorf im Zentrum der Stadt, verübt. Zwei Terroristenmit Schnellfeuergewehren vom Typ „Carlo“ (improvisierte Carl-Gustaf M/45) feuerten auf Restaurantgäste und Passanten vor Ort. Vier Personen starben und sieben wurden verletzt, drei von ihnen schwer.Die beiden Terroristen, Khaled Mahmara und Mohammed Mussa Mahmara, sind Cousins aus dem Dorf Jatta (südlich von Hebron). Sie hielten sich illegal in Israel auf. Beide wurden festgenommen. Einer von ihnen wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Die Hamas-Bewegung in der Gemeinde Jatta bekannte sich innerhalb kürzester Zeit zum Anschlag unter Hinweis darauf, dass die beiden Terroristen Aktivisten der Bewegung seien (Facebook-Seite des Radiosenders „Stimme der Gefängnisinsassen“, 8. Juni 2016). Allerdings wurde in den Medien, die mit der Hamas und ihrem militärischer Arm assoziiert werden, von der zugeschriebenen Verbindung zwischen der Hamas und dem Angriff Abstand genommen. In Judäa, Samaria und dem Gazastreifen feierten die Bewohner in Folge des Angriffs. Die Palästinensische Autonomiebehörde veröffentlichte (allerdings nur am Nachmittag des nächsten Tages) eine Meldung, wonach sie sich gegen jede Aktion wendet, die gegen Zivilisten, egal von welcher Seite und aus welchem Grund, gerichtet ist.

Dies ist bereits der zweite bewaffnete Angriff seit Beginn des Ramadans (6. Juni 2016) und der dritte Anschlag in Tel Aviv im letzten Jahr. DerAngrifffand nach etwa zwei Monaten, in denen sich ein deutlicher RückgangderAngriffeseit Beginn der Welle des Terrors im September 2015 abgezeichnethatte, statt.Unserer Ansicht nach ist der bewaffnete Angriff in Sarona kein spontaner Angriff von Individualtätern, der die aktuelle Welle des Terrors bisher charakterisierte. Dieser ist ein komplexer, die eine Planung und die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen (Transport der Terroristen, Ausrüstung mit Waffen usw.) voraussetzt. Der Angriff zeigt, dass gleichzeitig zu den spontanen Angriffen, die die PA als „Volkswiderstand“ bezeichnet, Bemühungen unternommen werden, komplexere Angriffe mit militärischem Charakter durchzuführen, um möglichst vielen Personen Schaden zuzufügen.[1]

Kommentare auf den Angriff in den sozialen Netzwerken

Der bewaffnete Angriff in Tel Aviv löste in den palästinensischen sozialen Netzwerken eine Welle von Sympathie- und Lobbekundungen für das Attentat aus. Die Facebook-Seite der Nachrichten-Website QUDSN, die in den palästinensischen Medien (mit mehr als fünf Millionen „Gefällt mir“ Bewertungen) als dominant betrachtet wird, veröffentlichte ein Video, in dem folgende Schrifttafeln erschienen: „Die Fedajin (sich Opfernde) Mohammed und KhaledMahmara“, „Von Hebron nach Tel Aviv“, „Mit den Waffen der Armen, mit dem Carlo“, „Greifen ein Restaurant im Einkaufszentrum Sarona an“ (Facebook-Seite von QUDSN, 14. Juni 2016).

DieHamas veröffentlichte auf ihrer Facebook-Seite verschiedene Poster, die den Angriff und die Attentäter loben. Auf einem der Plakate sind zwei Terroristen abgebildet, die sich auf dem Weg nach Tel Aviv befinden, um dort ein Attentat auszuüben. Beschriftet ist das Plakat mit „Die Geschäftsleute der Heimat – Täter des Angriffs in Tel Aviv“ (Facebook-Seite von PALDF, 11. Juni, 2016). Auf einem anderen Plakat ist ein schießendes Carl-Gustaf-Gewehr abgebildet mit den Worten: „Carlo Jatta – Ramadan des Dschihad (heiligen Krieges) gegen den Plünderer-Besatzer, bis zur Befreiung“ (Facebook-Seite von PALDF, 13. Juni 2016).

Weitere Angriffe und versuchte Attentate im Verlauf der vergangenen Woche

Am 11. Juni 2016 versuchten Palästinenser, die in einem Wagen fuhren, eine Reihe von Soldaten in der Nähe des Dorfs Abud (Bereich Benjamin) zu überfahren. Es gab keine Verletzten.

Am 10. Juni 2016 erreichte ein Fahrrad fahrender Palästinenser den Checkpoint am Eingang zum Dorf Bet Furik (Bereich Nablus). Er rannte auf die dort stationierten Soldaten zu und versuchte, sie zu erstechen. Der Terrorist wurde von den IDF-Soldaten angeschossen und schwer verletzt. Dabei handelt es sich um Hassan al-Kadi (21) aus dem Dorf Awarta (südöstlich von Nablus).

Demonstrationen und Ausschreitungen

Die Demonstrationen, Protestmärsche, Ausschreitungen, sowie das Werfen von Steinen, Molotow-Cocktails und Rohrbomben in Judäa, Samaria und in Jerusalem wurden auch in der vergangenen Woche weitergeführt.

Im Folgenden einige weitere Ereignisse (einschließlich solche, die vereitelt wurden):

Am 13. Juni 2016wurden Steine auf ein israelisches Fahrzeug in der Nähe von Bet Einun(nördlich von Kirjat Arba) geworfen.Eine Frau wurde dabei leicht verletztund vor Ort behandelt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 13.Juni2016).

Am 13. Juni 2016wurden Steine auf israelische FahrzeugeinderNäheder Siedlung Ofrageworfen.Eine Militäreinheit, die den Ort erreichte, wurde ebenfalls mit Steinen beworfen(Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 13. Juni2016).

Am 12.Juni 2016 wurdeein Bus, der zur Klagemauer fuhr, in der Nähe des Ost-JerusalemerRockefeller Museums mit Steinen beworfen.Drei Personen wurden leicht verletzt, der Bus wurde schwer beschädigt.
Am 12. Juni 2016wurdenrund zwanzig Fahrzeuge von Bewohnern in Silwan(Ost-Jerusalem) beschädigt.Es wurde eine Ermittlung zur Aufdeckung der Täter eingeleitet (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 12.Juni2016).

Am 10. Juni 2016 wurden im Rahmen einer Routineaktivität der israelischen Sicherheitskräfte inden StädtenAizaria und Abu Dis(nördlich von Bethlehem) zwei Drehmaschinen gefunden, mit denen Waffen,Munitionen und Teile von Sprengsätzen hergestellt wurden(IDF-Sprecher, 10.Jun i2016).

Am 9. Juni 2016erreichte eine PalästinenserindieHebroner Höhle der Patriarchen, während sieein Messer in ihrem Besitz trug.Siewurde festgenommen und zum Verhör geführt. Die Ermittlungen ergaben, dass sie wegen eines Streits mit ihrem Ehemann aus dem Haus geflohen war und das Messer in der Absicht, in Israelverhaftet zu werden, bei sich trug (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 10.Juni 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 19/06/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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