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Palästinenser rettet bei Terrorangriff verletzten Israelis das Leben

Vor ein paar Jahren, verbrachte Islam al-Bayed sieben Monate in einem israelischen Gefängnis weil er Steine auf israelische Truppen geworfen hatte. Jetzt ist der 26-jährige Palästinenser ein Symbol der Toleranz geworden, nachdem er eine israelische Familie rettete, deren Auto nach einem Angriff von palästinensischen Terroristen von der Straße abkam und in einen Graben stürzte.

Letzte Woche haben der tödlichen Angriff auf Michael Mark und die Ermordung der 13-jährigen Hallel Yaffa Ariel, die Spannungen in der Region Chevron weiter erhöht. Israel hat mit der Einführung eines Sperre um die Stadt Otnie reagiert und seine Truppenpräsenz im volatilen Bereich weiter ausgweitet.

Aber al-Bayed, ein privater Wachmann, der im al-Fawar Flüchtlingslager in der Nähe von Chevron lebt, sagt, dass seine Aktionen am vergangenen Freitag über die Politik hinausging.

„Das war ein sehr menschlicher Moment. Ich dachte nicht an die Besatzung oder den Konflikt. Ich dachte nur an die Menschen, die Kinder, die meine Hilfe brauchten“, sagte er in einem Interview.

Al-Bayed sagte, er fuhr am vergangenen Freitag mit seiner Frau auf der Route 60 nahe Otnie, als sie ein auf der Seite liegendes israelischen Auto sichteten. „Der Motor des Fahrzeuges lief noch und Treibstoff war überall auf der Straße verschüttet. Ich hatte keine Ahnung was passiert war und hatte Angst, dass das Auto Feuer fangen würde. Dann hörte ich Kinderstimmen im Auto, die in Hebräisch um Hilfe schreien. Es war erschütternd.“

Er habe die Kinder in Hebräisch zu beruhigen versucht, dass er in Israel gelernt hatte und die Tür des Fahrzeuges gewaltsam geöffnet, sagte Al-Bayed. Er zog zunächst ein junges Mädchen, und dann einen Jungen aus dem Auto. Seine Frau, eine ehemalige Krankenschwester, gab ihnen Erste-Hilfe und stoppte ihre Blutungen. Dann riefen sie den palästinensischen Rothalbmondrettungsdienst an, der innerhalb weniger Minuten am Unfallort erschien und die palästinensischen Rettungsmannschaften behandelten die israelischen Unfallopfer.

Nach ihrer rettung gab Marks Sohn Pedaya eine ähnliche Version der Ereignisse zu Protokoll. „Einem Araber ist es gelungen, die Tür des Wagens zu öffnen und uns aus dem Auto zu holenen, so dass uns nichts passieren konnte“, sagte er Reportern.

Michael Mark, der Vater von Pedaya, ist bei dem palästinensischen Angriff mit Schusswaffen auf das Auto seiner Familie getötet worden und seine Frau und seine Kinder wurden verletzt. Islam al-Bayed, ein Palästinenser, der mit seiner Ehefrau zufällig am Tatort vorbeikam, handelte spontan und rettete seinen Kindern das Leben.

Ein Akt der Menschlickeit in einer von Hass und Gewalt geschüttelten Region und ein Zeichen der Hoffnung, dass wir – Juden und araber – doch in Frieden und gegenseitigem Respekt zusammenleben und uns gegenseitig helfen können, wenn wir nur wollen und auf die Stimme unseres Herzens hören. Und Islam al-Bayed, ist ein Beispiel dafür!

Von Dr. Dean Grunwald

 

Von am 06/07/2016. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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