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Die Kampfansage von Doktor Josef Goebbels gegen die Juden in der National Zeitung vom 1. April 1933

Dieses, vom Erz-Nazi Josef Terboven herausgegebene Essener Blatt schreibt am oben genannten 1. April, und das war kein Aprilscherz, auf der Titelseite:

Dr. Goebbels Kampfansage und Begründung. Undank des Judentums. Deutschland will Frieden.

Berlin, 31. März. Vor 7000 Amtswaltern des Gaues Berlin sprach Dr. Goebbels in den Tennishallen. Meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen! Nicht nur einzelne Männer haben Deutschland frei gemacht, ihr Tun und Wille wären umsonst gewesen, wenn sie sich nicht vermählt hätten mit der Kraft, dem Mut und der Zähigkeit der breiten Millionenmasse. Und auch die breite Millionenmasse hätte niemals den Novemberstaat zum Sturz gebracht, wenn sie nicht gehalten wäre von dem festen Gerippe der Parteiorganisation. Wir fühlen uns als Männer der Regierung nicht über dem Volk stehend, sondern es ist unsere stolze Freude, mitten im Volk zu sein. Wir sind die Sachwalter des Volkes und so wie wir gekämpft haben in den Zeiten, da wir in der Opposition standen, so werden wir auch weiter kämpfen, jetzt, da wir die Macht in der Hand halten.

Nun steht diese Partei nicht mehr in der Opposition, nun trägt sie auf ihren starken Schultern den Staat. Damit ist der Staat unser geworden, der Staat, den wir erobert haben, und den wir, das schwören wir, niemals wieder aus unserer Hand herausgeben werden. Wir Männer der Regierung wissen sehr wohl, welche Verantwortung wir übernommen haben. Hitler ist heute die letzte Hoffnung von Millionen. Wenn unser Versuch, das Reich an Haupt und Gliedern zu reformieren, scheiterte, hinter uns steht nichts mehr als der Bolschewismus und die Anarchie. Deshalb ist es Pflicht jedes gut gesinnten Patrioten, nicht nur diese Regierung zu stützen, sondern sie zu tragen, sie zu fördern, mit ihr zu arbeiten und ihr im In- und Auslande jene Rückendeckung zu geben, deren sie bedarf zu ihrem Werk der Reform der deutschen Nation.

Die Revolution, die am 30. Januar ausgebrochen ist, und in deren Verlauf wir heute stehen, die ist nicht von ungefähr gekommen, sie lag sozusagen schon seit dem August 1914 in der Luft. Sie war ein Ausbruch des deutschen Gemeinschaftssinnes, sie war die Rebellion gegen jenen liberalen Individualismus, der alles der Einzelpersönlichkeit unterordnen wollte und dabei das Volk vergaß. Es war im wahrsten Sinne eine Volksrevolution von unten, die aus der Wurzel herausschoß, die das deutsche Volk in die braune Scholle unserer Heimaterde hineingesenkt hatte. Das, was sich seit November 1918 abspielte, das war nur ein Zwischenakt, eine unangenehme peinliche Episode, von der jedermann wußte, daß sie früher oder später überwunden werden würde.

Die Männer dieses Zwischenaktes, die wir beseitigt haben, sie hatten selbst im Gebrauch der Macht keine Größe, die sie zeitweilig in Besitz hatten. Wenn sie es nicht glauben wollen, dann mögen sie zuschauen, was wir mit der Macht anfangen, wie wir die Macht zu gebrauchen verstehen. Und wenn sie etwa glauben wollten, es könnte nun nach einer gewissen Zeit wieder umgekehrt kommen, sie würden sich so nach und nach wieder erholen, um dann zuerst in einer gemilderten und später in einer stärkeren, am Ende in einer radikalen Opposition das neue nationale Regime zum Sturz zu bringen – wir haben dafür nur ein Lächeln. Diese Männer, sie haben beim Volk den Kredit verloren. Die nationale Revolution eroberte in einem großen Angriff die Positionen der Macht und wir ließen dann auch die Wochen nicht ungenützt verstreichen, sondern wir richteten uns in der Macht ein, und zwar so gründlich, daß jedermann von vornherein erkennen konnte, die gehen nie mehr, die bleiben, die haben die Absicht, diese Position zu halten.

Damit ist aber auch ein anderes erwiesen, was ich schon immer erklärt habe, daß Revolutionen nicht immer auf den Barrikaden gemacht werden, daß Revolutionen große, geistige Umwälzungsprozesse sind und daß die geschichtliche Tragweite eines revolutionären Umsturzes sich niemals entscheidet nach den Männern oder Methoden, die man gebraucht oder anwendet, sondern nach den Zielen, die man erreicht. Und das kann niemand mehr bezweifeln, die Ziele, die wir jetzt schon erreicht haben und die wir in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin erreichen werden, sie sind durchaus revolutionärer Natur. Das wäre auf dem Wege des Parlamentarismus niemals möglich gewesen, das Reich und die Länder und die Kommunen gleichzuschalten.

Es wäre auch auf parlamentarischem Wege niemals möglich gewesen, den Kommunismus aus den Volksmassen herauszunehmen, es wäre auf dem parlamentarischen Wege niemals möglich gewesen, überhaupt die marxistische Gefahr zu bannen, das konnte man nur durch ganz großes, kühnes Handeln. Und dieses ganz große kühne Handeln hat nun im Verlauf von ganz wenigen Wochen in Deutschland einen Tatsachenbestand erhärtet, der unabänderlich ist. Mit dem muß sich jeder abfinden, ob mit Sympathie oder Antipathie, das ist seine Sache. Von dem Gebrauch der Macht, die wir am 5. März durch das Volk erhalten haben, werden wir uns von niemandem abhalten lassen, was wir für richtig halten, das wird getan, und zwar in jener zähen Verbitterung, mit der wir in den vergangenen 14 Jahren diese Bewegung aufgebaut haben.

Es wäre nun aber ein Irrtum, wenn man glauben wollte, die Revolution, deren Träger und Väter wir sind, erschöpfte sich nur in der brutalen organischen Umstellungen des Volks- und Staatskörpers. Das ist nicht der Sinn der Revolution. Der Sinn der Revolution liegt im Geistigen. Was wir wollen ist mehr. Wir wollen die Weltanschauung des Liberalismus, d.h. die Anbetung der Einzelperson beseitigen und wollen sie ersetzen durch einen Gemeinschaftssinn, der wieder das ganze Volk umfaßt und das Interesse der Einzelperson wieder dem Gesamtinteresse den Nation ein- und unterordnet. Diese Revolution geht auch nicht an den Grundsätzen der Wirtschaft vorbei. Wenn bislang das Volk der Wirtschaft diente und die Wirtschaft dem Kapital dienen mußte, und wenn wir in dieser Form der Macht- und Mittelverteilung in dem Produkt das sahen, was wir Kapitalismus nannten, so wird das allerdings beseitigt werden müssen. Bei uns wird es umgekehrt sein. Das Geld wird wieder der Wirtschaft und die Wirtschaft wird wieder dem Volke dienen. Und wir als die Sachwalter des Volkes wollen und sollen die obersten Richter über das Wohl und über die Gesundheit des Volkes und der Wirtschaft sein.

Die Macht des internationalen Judentums. Allerdings die Judenpresse in Berlin hat sich umgekehrt. Die Herren aber sollen nicht glauben, daß sie uns damit milde stimmen. Wenn sie annehmen, sie könnten sich auf eine internationale Weltmacht berufen, und erhielten in dem Lande selbst ein moralisches Alibi, indem sie uns nach den Augen und nach dem Munde schreiben, dann irren sie sehr. Wir kennen sie, wir wissen auch, welche Macht sie in der Welt bedeuten, und wenn sie heute erklären, sie könnten nichts für das, wenn ihre Rassegenossen in England und Amerika das nationale Regime in Deutschland verleumdeten, so erklären wir, wir könnten dann auch nichts dafür, wenn sich das deutsche Volk an ihnen schadlos hält.

Wir haben dem internationalen Judentum eine Langmut und eine Gnade widerfahren lassen, das es gar nicht verdient. Und was war der Dank der Juden? Im Lande krochen sie zu Kreuz, in der Welt entfachten sie eine Lügen- und Verleumdungskampagne, die noch die des Krieges in Deutschland überbot. Und wenn sie heute mit gedämpftem Trommelklang hinter uns marschieren, sie sollen doch nicht glauben, daß wir ihre vergangenen Sünden vergessen hätten. Aufstehen aus den Gräbern von Flandern und Polen zwei Millionen Tote und klagen an, daß der Jude Toller schreiben durfte, „daß der Heldentod das dümmste aller Ideale sei“. Auf stehen diese zwei Millionen tote und klagen an, daß die jüdische Zeitschrift „Die Weltbühne“ ohne jede Einschränkung schreiben durfte, „Soldaten sind immer Mörder“.

Wir haben es nicht vergessen, daß jener Jude Zweig beim Tode Rathenaus schrieb, dieser Jude habe den Mut gehabt, der viehischen Gewalt des Boches zu trotzen. Daß der Jude Zweig schreiben durfte, er habe den Mut gehabt, dem deutschen Pack die Zähne zu zeigen, daß ein jüdischer Universitätsprofessor schreiben konnte, „die deutschen Soldaten seien auf dem Felde der Unehre gefallen“, daß der jüdische Professor Lessing schreiben konnte, „die deutschen Soldaten seien für einen Dreck gefallen“, daß derselbe den „Generalfeldmarschall mit Haarmann vergleichen konnte“. Und was haben wir getan, meine Parteigenossen, als wir an die Macht kamen? Wir haben sie geschont, wir haben ihnen kein Haar gekrümmt und nichts zuleide getan. Und dafür organisierten sie in London und Neuyork eine Boykotthetze gegen Deutschland.

Das aber sollen sie wissen, es wird ihnen nicht gelingen, einen Keil zwischen Regierung und Volk zu bringen, Regierung und Volk sind heute eins. Und wenn sie glauben, mit ihren Greuel- und Lügenhetzen unseren Staat anzutasten, dann werden sich im Lande Millionen erheben und rufen, bis hierher und nicht weiter! Ich erkläre hier feierlichst, vor ganz Deutschland und der ganzen Welt: Wir wollen mit der Welt in Frieden leben. Deutschland will keinen Krieg, wir haben andere Dinge zu tun, als Krieg zu führen. Wir wollen wieder unserer täglichen Arbeit nachgehen, wir haben nicht die Absicht, uns unnötige Feinde anzuschaffen, wir wollen allen Völkern wohl, die uns unsere Ehre und unser tägliches Brot lassen, wir bedauern nur die Völker, die dieser Greuelpropaganda zum Opfer fallen.

Ich habe Ihnen im Namen der Regierung folgendes mitzuteilen: „Die Reichsregierung hat mit Befriedigung davon Kenntnis genommen, daß die Greuelhetze im Auslande im Abflauen begriffen ist. Sie sieht darin einen Erfolg der Boykottandrohung, die die nationalsozialistische Bewegung in den vergangenen Tagen gemacht hat, sie sieht aber weiterhin darin auch, daß das vereinigte Judentum in Deutschland die Möglichkeit hat, diese Greuelhetze absolut einzuschränken und einzustellen. Sie ist der Ueberzeugung, daß die Greuelhetze ihren Höhepunkt überschritten hat. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei hat im Hinblick auf diese Tatsachen folgendes beschlossen: Der Boykott wird am Sonnabend mit voller Wucht und eiserner Disziplin durchgeführt.

Er beginnt, wie mitgeteilt, um 10 Uhr vormittags und erfährt am Sonnabendabend eine Pause. Er wird ausgesetzt bis Mittwoch vormittags 10 Uhr. Falls bis dahin die Greuelhetze im Auslande absolut eingestellt ist, erklärt sich die NSDAP bereit, den normalen Zustand wiederherzustellen. Falls das aber nicht der Fall ist, so wird der Boykott am Mittwoch um 10 Uhr aufs neue einsetzen und dann mit einer Wucht und Vehemenz, die bis dahin noch nicht dagewesen ist, solange, bis sich die Drahtzieher der ausländischen Greuelhetze eines Besseren besonnen haben.“

Alsdann gab Dr. Goebbels noch Richtlinien für die Durchführung des Kampfes bekannt, die sich im wesentlichen mit den an anderer Stelle wiedergegebenen Anordnungen Streichers decken.

Der Baron von Münchhausen war wohl ein Waisenknabe in Bezug auf diesen zukünftigen machthungrigen und mit Lügen gespickten Ministers für Propaganda im Reich des Adolf Hitlers. Wir alle wissen heute, dass zu diesem Zeitpunkt dieser Rede, die Vernichtung des Judentums bereits beschlossen war. (Anm.d.Verf.)

Von Rolf von Ameln

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Von am 07/09/2016. Abgelegt unter Spiegel der Zeit. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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