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Die Situation im Gazastreifen

Ismail Haniyya reist nach Saudi-Arabien

Die palästinensischen Medien berichteten, dass Ismail Haniyya, stellvertretender Vorsitzender des Politbüros der Hamas, den Gazastreifen am 5. September 2016 durch den Grenzübergang Rafah verlassen habe und sich auf dem Weg zum Haddsch (die islamische Pilgerfahrt nach Mekka) in Saudi-Arabien begeben habe (Dunia al-Watan, 5. September 2016). Nach Ansicht der Hamas-Beamten wird Haniyya von Saudi-Arabien nach Katar und danach in die Türkei reisen, um dort leitende Hamas-Persönlichkeiten zu treffen (Sputnik News auf Arabisch, 5. September 2016). Dies ist das erste Mal, dass Ismail Haniyya den Gazastreifen seit dem Fall von Mohamed Morsi in Ägypten im Juli 2013 verlässt.

Die Situation in den Grenzübergängen

Der Grenzübergang Rafah
Die ägyptischen Behörden öffneten den Grenzübergang Rafah zwischen dem 30. August und dem 1. September 2016. Dabei handelt es sich um eine Ausnahme, die den Bewohnern des Gazastreifens die Pilgerfahrt nach Mekka in Saudi-Arabien ermöglichen sollte. In dieser Zeit verließen den Gazastreifen 795 Pilger (Facebook-Seite der Grenzübergangsbehörde im Gazastreifen, 1.September 2016).
Am 3. September 2016 wurde der Grenzübergang Rafah erneut eröffnet, um die Ein- und Ausreise von humanitären Fällen zum und aus dem Gazastreifen zu ermöglichen. Ursprünglich war geplant, den Grenzübergang für nur zwei Tage zu eröffnen. Wegen des außergewöhnlichen Drucks beschlossen die ägyptischen Behörden, ihn bis zum 7. September 2016 offen zu halten. Bis zum 5. September 2016 verließen dort 1.200 Personen den Gazastreifen und 1.800 Personen reisten ein (Ma’an Nachrichtenagentur, 5. September 2016).

Der Grenzübergang Kerem Schalom
Der Regierungskoordinator in den Gebieten (COGAT) veröffentlichte Angaben über die Quantitäten von Waren, die in der letzten Woche aus Israel durch den Grenzübergang Kerem Shalom in den Gazastreifen eingeführt wurden. Dabei handelt es sich um ca. 58 Tonnen medizinische Ausrüstungen, ca. 15.000 Tonnen Lebensmittel, ca. 170 Tonnen landwirtschaftliche Produkte, ca. 83.000 Tonnen Baustoffe, 6,7 Mio. Liter Kraftstoffe und 1.387 Tonnen Gas (Facebook-Seite von COGAT auf Arabisch, 5. September 2016).

Der Grenzübergang Erez
Der Regierungskoordinator in den Gebieten berichtete über die Einfuhr von 111 neuen und gebrauchten Fahrzeugen über den Grenzübergang Erez in den Gazastreifen am 1. September 2016. Hier handelt es sich um eine Unterstützung des dortigen Transportwesens (Facebook-Seite von COGAT auf Arabisch, 1. September 2016). Darüber hinaus wurde über die Einfuhr von 300.000 neuen Lehrbüchern für Schulen des UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten) am 31. August 2016 berichtet, die ebenfalls über den Grenzübergang Erez in den Gazastreifen gelangten. Die Bücher wurden gemäß eines Antrags des UNRWA an Israel in Druckereien des palästinensischen Bildungsministerium in Ramallah gedruckt (al-Quds und Ma’an Nachrichtenagenturen, Facebook-Seite von COGAT auf Arabisch, 1. September 2016).

Propaganda-Videodes militärischen Arms der Hamas,das die Entführung von IDF-Soldatendemonstriert

Die Qassam-Brigaden, der militärische Arm der Hamas, veröffentlichte am 1. September 2016 ein Propaganda-Video auf YouTube, das die Entführung von israelischen Soldaten demonstriert. Zu Beginn des Videos erscheint ein Aktivist der Kassam-Brigaden, der einen Tunnel gräbt und sich auf den Kampf vorbereitet. Danach verlassen mehrere Kämpfer den Tunnel. Es wird im Video betont, dass die Aktivisten mit „Go-Pro-Videokameras“ ausgestattet sind, um den Kampf zu dokumentieren. (Anmerkung: Während der Operation „Fels in der Brandung“ dokumentierte die Hamas am 28. Juli 2014 die von ihr ausgeführte „Pillbox Aktion“ in Nahal Oz mit solchen Kameras.)

Im weiteren Verlauf des Videos werden Aktivisten der Kassam-Brigaden gezeigt, die Mörsergranaten auf zwei israelische Panzer abfeuern. Danach greifen sie die Panzer an, töten israelische Soldaten und entführen einen von ihnen durch den vorbereiteten Tunnel. Nach der Tötung der Soldaten und der Entführung des Soldaten, beschießen sie die Panzer erneut mit Mörsergranaten. Später wird im Video eine Beerdigung mit militärischen Ehren gezeigt, die die Aktivisten für einen ihrer Kämpfer, der bei der Aktion umgekommen war, veranstalten (YouTube, 1. September, 2016).

Festnahme eines Geschäftsmanns aus dem Gazastreifen, der Gelder für die Hamas nach Hebron schmuggelte

Israelische Sicherheitskräfte gaben am 31. August 2016 die Festnahme von Baschir Muhammad Junes Mustafa, einem palästinensischen Geschäftsmann aus dem Gazastreifen, am Grenzübergang Erez bekannt. Der Händler gestand bei seiner Vernehmung, dass er Aktivisten der Hamas in Hebron die Summe von 50 Tausend US-Dollar aus dem Gazastreifen übertragen hatte. Er wies darauf hin, dass ein Beamter der Grenzübergangsbehörde der Hamas auf der palästinensischen Seite des Grenzübergangs ihn darum bat, da er im Besitz eines Händlerzertifikats ist (Facebook-Seite von COGAT auf Arabisch, 1. September 2016).

Die Türkei entsendetein weiteres Hilfsschifffür den Gazastreifen

Die türkische Organisation IHH eröffnet eine Suppenküche mit dem Namen "Märtyrer der Freiheitsflottille Mavi Marmara" in Gaza-Stadt  (Facebook-Seite der Organisation IHH in Gaza-Stadt, 1. September, 2016).

Die türkische Organisation IHH eröffnet eine Suppenküche mit dem Namen „Märtyrer der Freiheitsflottille Mavi Marmara“ in Gaza-Stadt (Facebook-Seite der Organisation IHH in Gaza-Stadt, 1. September, 2016).

Die palästinensischen Medien berichteten am 3. September 2016 über die Ankunft eines türkischen Hilfsschiffs im Hafen von Aschdod, das am 2. September 2016 in Mersin im Süden der Türkei ausgelaufen war. An Bord des Schiffs befinden sich 2.500 Tonnen humanitärer Hilfe für den Gazastreifen. Diese umfasst Schulbedarf, Lebensmittel, Waschmittel und Fahrräder. Es sollte beachtet werden, dass dies das zweite türkische Hilfsschiff in diesem Sommer ist. Das letzte türkische Hilfsschiff erreichte den Hafen von Aschdod am 3. Juli 2016 (Shasha und al-Istiqlal Nachrichtenagenturen, 3. September 2016).

Die türkische Organisation IHH eröffnet eine Suppenküche in Gaza-Stadt

Die türkische OrganisationIHH, die hinter der Entsendung des Schiffes „Mavi Marmara“ stand, eröffnete am 1. September 2016 eine Suppenküche im Gazastreifen, in der Fertigmahlzeiten vorbereitet werden sollen. Mehmet Kaya zufolge, Vertreter der Organisation im Gazastreifen, kostete die Errichtung der Suppenküche, die den Namen „Märtyrer der Freiheitsflottille Mavi Marmara“ trägt, 85.000 US-Dollar. Die Suppenküche soll täglich bis zu 600 Bewohnern in Not Nahrungsmittelrationen verteilen (Turkey Post, 1. September 2016).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 11/09/2016. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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