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Israels Marine stoppt Flottillenschiff und bringt es nach Ashdod

Soldaten der israelischen Marine gingen am späten Mittwochabend an Bord des „Flottille“-Schiff Zeitouna und übernahm die Kontrolle über das Schiff, nachdem dessen Besatzung ihre Absicht erklärt hatte Israels Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen.

Das Entern des Schiffes und die Übernahme erfolgte ohne Zwischenfälle. Am frühen Donnerstagmorgen wurde das unter niederländischer Flagge fahrende Boot in den Hafen von Ashdod gebracht und die 13 Frauen an Bord – eine von ihnen ein Mitglied des Europäischen Parlaments – wurden zum Verhör festgenommen.

Die Übernahme des Schiffs erfolgte nach zahlreichen Aufforderungen von israelischen Marinesoldaten abzudrehen oder den Kurs zu ändern, weg von den Gewässern vor Gaza, die Israel für ausländische Schiffe geschlossen hat. Die Besatzung und die Passagiere auf dem Boot hatten deutlich gemacht, dass sie nicht die Absicht hatten mit den israelischen Streitkräften zu kooperieren. An diesem Punkt wurde die Entscheidung getroffen, dass die Soldaten an Bord der Zeitouna gehen. Es wurde über keine Verletzungen bei dem Vorfall berichtet.

Nachdem sie vor einigen Wochen Spanien verließ, ging die Zeitouna zusammen mit zwei anderen Schiffen der „Neuen Flottille“ für mehrere Tage in Italien vor Anker. Aufgrund eines mechanischen Fehlers konnten die beiden anderen Schiffe ihre Fahrt nicht fortsetzen und kehrten in ihre Häfen nach Spanien und Italien zurück.

Die Zeitouna wurde in den Hafen von Ashdod geleitet, wo ihre Ladung überprüft werden kann. Wenn die Ladung nicht gegen die Vorschriften verstößt, kann sie in den Gazastreifen eingeführt werden. Dann wird die Ladung verpackt und per LKW in den Gazastreifen gebracht werden.

Vor der Abreise in Spanien hatten israelische Beamte den Aktivisten auf der Zeitouna gesagt, dass sie Gaza über die Grenzübergänge von Israel aus betreten und sich selbst überzeugen könnten, dass es keinen Mangel an humanitärer oder medizinische Versorgung in Gaza gibt, weil täglich von Israel aus Tonnen von Gütern per LKW in den Gazastreifen geschickt werden. Dies wurde von den Aktivisten jedoch abgelehnt.

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Von am 06/10/2016. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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