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Kommentar: Ein Terroranschlag den die Behörden hätten verhindern können

Während diese Zeilen geschrieben werden, sitzen neun junge jüdische Männer in israelischen Gefängnissen – weder für Terroranschläge die sie verübt haben, noch für illegale Handlung die sie begangen haben. Vielmehr ist ihre Inhaftierung eine vorbeugende Maßnahme, wie sie durch die Sicherheitskräfte entschieden werden, nachdem die Jugendlichen öffentlich oder privat, oder auch nur unter ihren Freunden, von Absichten gesprochen haben Araber anzugreifen.

In Israel wird dies „Verwaltungshaft“ genannt. Der Zweck ist darauf zu achten, dass das gesagte nicht in die Tat umgesetzt wird von dem die Inhaftierten gesprochen oder angedeutet haben. Israelische Gerichte sind schnell bereit Anfragen auf Anordnungen von Verwaltungshaft zu genehmigen, so dass man den Sicherheitseinrichtungen vertrauen kann, dass das Potenzial für Probleme abgewendet wird.

Misbah Abu Sbeih

Misbah Abu Sbeih

Und nun zeigt sich, dass der Terrorist Misbah Abu Sbeih, der am Sonntag seine mörderischen Verbrechen in Jerusalem begangen hat, nicht nur ein Bewohner der Hauptstadt mit einer israelischen Identitätskarte war, sondern einer, der in den letzten Monaten fünf oder sechs Terroranschläge durchgeführt hat und bei jeder Gelegenheit seine Absicht erklärte, dass er mehr von ihnen durchzuführen gedenkt. Doch unglaublicher Weise, haben die Sicherheitsbeamten ihn nicht als eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit eingestuft und in Verwaltungshaft genommen.

Diese Zeilen werden mit Vorsicht geschrieben, in strikter Übereinstimmung mit dem, was von den Behörden für die Veröffentlichung erlaubt ist, so dass die Offenlegung den „laufenden Untersuchungen nicht Schaden sollte.“

Wenn es möglich wäre alles zu veröffentlichen was bekannt ist, würde es die Art und Weise offenbaren, wie die Sicherheitskräfte diese Angelegenheit behandelt haben und dann würde es jedem klar sein, dass wir über einen Angriff sprechen, der sehr leicht vermeidbar gewesen wäre.

Aber der Angriff war nicht zu verhindern – wegen der vorherrschenden Angst vor den Menschenrechtsorganisationen, die im Namen von Organisationen und Regierungen in Europa und den Vereinigten Staaten in Israel aktiv sind. Sie drängen die israelische Regierung dazu, Mörder und Terroristen mit Samthandschuhen anzufassen, damit Israel in der internationalen Arena nicht verurteilt werden kann.

Der Preis dafür, wird von den Israelis mit ihrem Leben bezahlt!

Die Opfer des Terrorangriffs: Levana Malihi (60) und Yosef Kirma (29).

Die Opfer des Terrorangriffs: Levana Malihi (60) und Yosef Kirma (29).

Wie gestern Morgen in den Straßen von Jerusalem, wo der Terrorist Misbah Abu Sbeih auf Menschenjagd ging und das weniger als 24 Stunden, bevor er eigentlich ins Gefängnis hätte gehen müssen, weil er einen jüdischen Polizisten angegriffen hatte. Trotz der Tatsache, dass er für schuldig befunden wurde, haben die Staatsanwälte nicht seine sofortige Inhaftierung gefordert. Nicht nur das, er wurde auf freien Fuß gesetzt und durfte nach Hause gehen; und noch am selben Tag als das Gericht ihn frei ließ, stand er am Eingang zum Har Habayis mit anti-jüdischen Plakaten und versprach den Menschen um ihn herum, dass er seine blutige Arbeit noch nicht beendet hätte.

Haben die Sicherheitskräfte davon gewusst? Mit Sicherheit! Dies war ein mehrfach Täter, dessen Absichten jeder kannte – seine Freunde und Nachbarn und ohne Zweifel die Polizei. Er erschien in der Hamas Kopfbedeckung und seine Drohungen Juden zu töten, standen seit Wochen auf arabischen Social Media Webseiten.

Wäre er bereits nach seiner Verurteilung verhaftet und hinter Gitter gesteckt worden, dann wäre er nicht in der Lage gewesen, am Sonntag nach Jerusalem zu gehen um mit seiner automatischen Waffe auf jüdischen Passanten zu schießen. Er wäre nicht in der Lage gewesen eine Passantin und einen Polizisten zu töten und andere Menschen zu verletzen. Es wäre nicht dazu gekommen, dass sein Weg ins Gefängnis mit der Tötung von zwei Menschen und der Verwundung von acht weiteren Personen geebnet worden wäre!

Das dies dennoch geschehen konnte, war ein erstaunliches Versagen der israelischen Staatsanwaltschaft und der Sicherheitskräfte. Es schreit zum Himmel und es gibt keine Möglichkeit, es zu vertuschen.

Warum wurde er nicht sofort nach seiner letzten Verurteilung zurück ins Gefängnis gebracht? Warum wurde er nicht von der Polizei beobachtet, während er wieder auf der Straße war? Wie hat er es fertig gebracht eine automatische Waffe in die Hände zu bekommen, ohne das die Polizei darüber informiert war und ihn verhaftete? Jemand muss ihm das M-16 Schnellfeuergewehr besorgt haben, wahrscheinlich Diebe, die es aus einem IDF-Waffenlager gestohlen hatten. Der gestrige tötlische Terroranschlag war kein improvisierter Vorfall. Der Täter war auch kein „einsamer Wolf“, der eines Morgens aufsteht, ein Messer aus der Küche nimmt und aus dem Haus geht um Juden zu töten. Er hatte sich die Waffe und die Munition besorgt und gelernt, wie man sie benutzt.

Dieser Terrorist aus der Jerusalemer Nachbarschaft von Silwan, stand unter einem Gerichtsbeschluss der ihm auferlegte außerhalb der Hauptstadt zu bleiben. Wie hat er es dennoch geschafft in die Stadt zu kommen, ohne das die Polizei ihn aufhalten konnte?

Trotz allem, handelte die Jerusalemer Polizei am Sonntagmorgen kühn.

Sie fanden und verfolgten ihn auf Motorrädern und eliminierten ihn als er aus seinem Auto stieg und auf die Beamten schoss. Wobei ein Polizist schwer verletzt wurde und später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

Die Gefahr vor Terroranschlägen wird durch die Tatsache verstärkt, dass ein Terroranschlag wie der gestern in Jerusalem, von anderen als Ansporn verstanden wird und weitere Angriffe folgen. Das ist die Logik der Terroristen. Wenn ein Angriff gelingt, werden die anderen folgen.

Und was werden die israelischen Behörden gegen die arabischen Social Media Webseiten tun, die Hetze und Terror fördern? Praktisch nichts – außer Verurteilungen heraus zu bringen.

Darüber hinaus, eröffnete der Terrorist das Feuer an einer Station der Stadtbahn in der Nähe von Munition Hill, in einer Entfernung von nur wenigen Metern von der Polizeizentrale. Wo war die Polizei? Warum wurde er nicht direkt nach seinem ersten Angriff auf die Stadtbahn gestoppt? Wieso konnte er seine blutige Spur noch kilometerweit durch die Stadt ziehen?

Es zeigt sich, dass der Terrorist von einer Reihe von Umständen profitiert hatte.

Er wurde zur Anhörung vorgeladen, aber ist nicht erschienen. Sein Anwalt hat das Gericht mit Ausreden abgefertigt, die angenommen wurden. Sein Anwalt hatte für den Angriff auf einen Polizisten 4-5 Monate im Gefängnis ausgehandelt und fragte an, ob der Haftantritt um 5 Monate verzögert werden könnte. Eine Anfrage, die gewährt wurde. Während dieser Zeit hat der verurteilte nicht mit seinen unermüdlichen Bemühungen aufgehört, Gewalt gegen Juden zu schüren, wie seine Aktivitäten am Eingang zum Har Habayis bewiesen haben.

Als Reaktion auf die Lektion die sie nach der Tat am Sonntagnachmittag lernen mussten, namen die Behörden die beiden Söhne des Mörders und seinen Bruder unter dem Verdacht fest, dass sie Kenntnis von seinem mörderischen Plan hatten und als Komplizen fungierten.

Im Zuge des Angriffs, kam es am Sonntag zu Dutzenden von Sympathiebekundungen an verschiedenen Orten in den palästinensischen Gebieten. An einigen Kreuzungen wurde Feuerwerk zur Feier der Morde abgeschossen und Süßigkeiten wurden an Kinder verteilt. Im Osten Jerusalems wurden viele Geschäfte geschlossen und Schilder ausgestellt die besagten, dass sie in Solidarität mit den Terroristen geschlossen wären.

Im Laufe des Nachmittags, berief Premierminister Benjamin Netanyahu am Sonntag das Sicherheitskabinet ein. Er begründete dies damit, dass Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden müssen – und zwar schnell, weil die Bedrohung des Terrorismus durch Nachahmer wie ein Damoklesschwert über der Hauptstadt und dem Land schwebt.

Von Dr. Dean Grunwald

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Von am 10/10/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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