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Haaretz Journalist Ari Shavit tritt nach zweitem Vorwurf von sexueller Belästigung zurück

Der israelische Journalist Ari Shavit trat von seinen Positionen bei Haaretz und Kanal 10 zurück, nachdem ihm mehrere Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten.

Shavit gab am Sonntag eine Erklärung heraus, kurz nachdem die in New York gegründete Jüdische Zeitung Daily Forward die Anschuldigungen einer ehemaligen J-Street Angestellten veröffentlichte. Die unbenannte Frau, 29, war beauftragt worden Shavit zu einem Vortrag zu begleiten, der von J-Street an der Johns Hopkins Universität gesponsert wurde. Auf dem Weg sagte sie, lud er mich auf einen Kaffee ein und dann nahm er meine Hand und rieb sie auf eine suggestive Weise. Er sagte, er würde sich gerne mit mir „allein“ in Israel treffen. Später habe Shavit sie auf ihrem Handy angerufen, sagte sie.

„Ich schäme mich für die Fehler, die ich in Bezug auf Menschen im Allgemeinen und Frauen im Besonderen gemacht habe“, sagte Shavit in der Erklärung die am Sonntagabend veröffentlicht wurde. Er fügte hinzu, dass er „jetzt mehr Zeit mit meiner Frau und Kindern verbringen werde, die für mich am wertvollsten sind.“

Der Rücktritt erfolgt einige Tage, nachdem die jüdisch-amerikanische Journalistin Danielle Berrin einen prominenten israelischen Journalisten beschuldigt hatte, sie sexuell belästigt und angegriffen zu haben, als sie versuchte, ihn in der Lobby eines Hotels in Amerika zu interviewen.

Shavit sagte, es wäre nur ein „Flirt“ gewesen und kein sexueller Übergriff.

Berrin kritisierte daraufhin Shavits ursprüngliche Aussage. „Das Shavit behauptet das es ein „Flirt“ war ist nicht nur falsch sondern suggeriert, dass ich an seiner Handlung teilnahm und nicht das Opfer seiner Anmache war. „Ich fürchtete in dem Moment, er würde noch weiter gehen wenn ich nicht entkommen würde“, schrieb sie.

Einen Tag später schrieb eine andere jüdisch-amerikanische Journalistin, Avital Chizhik, die für Haaretz, die New York Times und das Tablet-Magazin arbeitet auf Twitter, dass sie eine fast identische Erfahrung wie Berrin mit einem anderen israelischen Journalisten hatte. Nannte aber nicht seinen Namen.

Am Donnerstag kündigte die jüdische Campus-Gruppe „Hillel International“ an, dass sie eine Vortragsreise die sie für Shavit in den USA arrangiert hatte, „im Einklang mit unserer Position gegen sexuelle Übergriffe“ aussetzt habe.

Auch J-Street hat beschlossen Shavit nicht mehr einzuladen, berichtete der Daily Forward.

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Von am 31/10/2016. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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