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Israel und der Regierungswechsel in den USA: ‚Es liegt ein neues Gefühl in der Luft‘

Für viele Israelis ist der heutige Freitag ein ganz besonderer Tag an dem sie ihre Aufmerksamkeit in Richtung Washington lenken, wo heute Mittag um 12 Uhr (Ortszeit) Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wird.

Zwar sind auch hierzulande die Meinungen über Trump geteilt, jedoch wird die Präsidentschaft von den Menschen im jüdischen Staat mit großen Hoffnungen verbunden. Insbesondere, was das im vergangenen Jahr in Mitleidenschaft gezogene Verhältnis der USA zu Israel betrifft.

Bewohner von Gush Etzion feiern die Vereidigung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten auf ihre eigene Weise – indem sie riesige amerikanische Flaggen neben israelischen Flaggen auf Hauptstrassen in der gesamten Region aufhängen. Das Gush Etzion Regional Council sagte in einer Erklärung, dass die Feier der israelisch-amerikanischen Beziehungen lange verzögert wurde, „acht Jahre in Folge.“

„Die ganze Zeit hat der Premierminister behauptete, dass man uns im Weißen Haus verbieten würde zu bauen. Nun gibt es 2.700 Häuser die gebaut werden können und wir hoffen, dass die Dinge so schnell wie möglich getan werden, um dies zu erreichen.“

Trump hat von Plänen gesprochen, in Judäa und Samaria zu bauen und der Rat nimmt ihn bei seinem Wort, sagt der Vorsitzende des Rat. „Wir erwarten, dass er nach der Vereidigung unsere Baupläne unterstützen wird. Er selbst hat gesagt, dass der Bau in Judäa und Samaria kein Hindernis für den Frieden ist.“

Mit Barack Obamas Austritt aus dem Amt und Donald Trump Eintritt, sollte die amerikanische Agitation gegen den Bau aufhören, sagte der Rat. „Wir stellen die Fahnen auf, um unsere Anerkennung und Unterstützung für den neuen Präsidenten zu zeigen. Wir freuen uns über seinen Aufstieg ins Amt. Wir freuen uns auf seinen Botschafter oder einen anderen Vertreter der neuen US-Regierung.“

Für die Vereidigung sind die Bürgermeister von Efrat und Maale Adumim, sowie Yossi Dagan, Leiter des Shomron Regional Council, nach Washington gereist. Letzterer traf sich am Donnerstag mit mehreren führenden amerikanischen Beamten, darunter der republikanische Kongressabgeordnete Pete Sessions aus Texas, der der Trump-Administration sehr nahe stehen soll. Die beiden diskutierten die Herausforderungen für die Bewohner in Samaria nach acht Jahren der Obama-Administration. Im Laufe des Gesprächs kritisierte Sessions Obamas Nahost-Politik, die in der jüngsten Abstimmung im UN-Sicherheitsrat die israelische Baupolitik verurteilte.

Die Abgeordneten sagten Dagan und den Mitgliedern der Samaria-Delegation, dass „die Bewohner in Samaria und Ihre Kinder ruhig schlafen können mit dem Wissen, dass der Ministerpräsident und die IDF sie verteidigen und die Vereinigten Staaten sie für immer unterstützen werden“, zitierte Dagans Büro den Kongressabgeordneten Pete Sessions.

Dagan sagte, dass Sessions, zusammen mit vielen Mitgliedern der neuen US-Regierung, Freunde der jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria wären. „Darüber sind wir nicht übertrieben ekstatisch“, sagte Dagan. „Wir hoffen aber, eine bessere Zeit für unsere Gemeinden zu erleben. Aber es ist wirklich Sache des Premierministers, diese Chance zu nutzen und nicht verstreichen zulassen.“

Im Gespräch mit dem Armee Radio sagte Dagan am Freitag, dass der Wechsel der US-Regierung in den Gemeinden sehr willkommen ist. „Wir fühlten uns wie Bürger vierter Klasse, denn wir waren eine Opposition innerhalb einer Opposition. Heute gibt es ein neues Gefühl. Ich spüre eine viel größere Offenheit für unsere Positionen in Washington. Sie mögen uns wie keine andere US-Regierung uns in der Vergangenheit gemocht hat. Es ist sicherlich eine wesentliche Veränderung gegenüber der feindlich gesinnten Einstellung der Obama-Regierung.“

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Von am 20/01/2017. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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