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Türkischer Religionsverband in Deutschland hetzt gegen Juden und Christen

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. (türkisch Diyanet İşleri Türk İslam Birliği, abgekürzt DİTİB) ist ein in Deutschland bundesweit vertretener islamischer Dachverband für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der angeschlossenen türkisch-islamischen Moscheegemeinden.

Der Verband mit Sitz in Köln untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, welches dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist.

Die an staatlichen theologischen Hochschulen in der Türkei ausgebildeten Imame der DİTİB werden für fünf Jahre nach Deutschland geschickt und sind de facto Beamte des türkischen Staates, von dem sie auch bezahlt werden. Als in der Bundesrepublik Deutschland tätiges Organ der türkischen Regierung mit religiöser und sozialer Zielsetzung vertritt die DİTİB ein Islamverständnis im Sinne des in der Türkei vorherrschenden sunnitischen Islams.

Laut einem Beitrag des Fernsehmagazins „defacto“ des Hessischen Rundfunks (HR), hetzen enige Gemeinden des türkischen Islam-Verbands Ditib gegen Juden und Christen. Auf ihren Facebook-Seiten posteten sie türkischsprachige Hass-Zitate gegen Juden, wie „der kannibalische Jude kotzt den Tod in Palästina“ und gegen Christen „das Weihnachtsfest ist eine nach Blasphemie stinkende Tradition der Christen.“

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, äußerte sich in dem defacto-Beitrag entsetzt über die Zitate: „Diese Posts sind in einem Land, in dem Religionsfreiheit eine große Rolle spielt, in meinen Augen unerträglich.“ Schuster glaubt nicht, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt.

Der Moscheeverband Ditib, der bisher in sieben Bundesländern, darunter auch in Hessen, am islamischen Religionsunterricht mitarbeitet erklärte dazu laut HR: „Dies sind keine offiziellen Äußerungen der Ditib, sie spiegeln weder die Haltung noch das starke Engagement der Ditib als anerkannter Dialogpartner wider.“

Der türkisch-islamische Dachverband Ditib hat eine Überprüfung der diffamierenden Äußerungen über Juden und Christen in Facebook-Postings angekündigt. Der Ditib-Vorstandsvorsitzende Nevzat Yasar Asikoglu erklärte am Dienstag in Köln, obwohl „diese hetzerischen Umtriebe“ nicht in Kenntnis oder in Anlehnung an die Ditib-Landesverbände oder den Ditib-Bundesverband erstellt worden seien, „werden entsprechende Untersuchungen stattfinden und Konsequenzen folgen“.

Der Verband DITIB, ist anerkannter Dialogpartner der deutschen Bundesregierung. Er steht derzeit wegen einer Spitzelaffäre in der Kritik. Imame sollen Informationen über Anhänger des Predigers Fethullah Gülen an die türkische Regierung weitergegeben haben.

Quelle: Wikipedia, Hessischer Rundfunk (HR)

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Von am 31/01/2017. Abgelegt unter Video,Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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