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Vorschau des Jüdisches Museums Berlin im April 2017

31. März bis 2. Juli 2017
Ausstellung
Cherchez la femme
Perücke, Burka, Ordenstracht
Immer wieder wird in Europa über das sogenannte Verschleierungsgebot gestritten, werden Burka und Kopftuch als Zeichen eines fehlenden Willens zur Integration verstanden. Auffallende religiöse Kleidung von Frauen gilt oft als Provokation und ist verbalen Attacken ausgesetzt. Wie viel sichtbare Religiosität säkulare Gesellschaften heute vertragen, fragt ab dem 31. März 2017 die Ausstellung »Cherchez la femme. Perücke, Burka, Ordenstracht« im Jüdischen Museum Berlin. Mit einer Video-Installation zum männlichen Blick beginnt der Rundgang, in dessen Zentrum die Skulptur »Chelgis« der im Iran geborenen Künstlerin Mandana Moghaddam steht. Mit dem langen dunklen Haar einer persischen Märchenfigur symbolisiert sie die kaum zu bändigende, existenzielle Bedrohung, die weibliche Schönheit seit jeher für Männer bedeutet. Die Ausstellung »Cherchez la femme« wirft einen Blick auf die Ursprünge weiblicher Verschleierung und ihre religiöse Bedeutung für Judentum, Christentum und Islam: Von den antiken Ursprüngen bis zur heutigen Praxis zeigt die Schau auf 400 Quadratmetern unterschiedliche Einstellungen zum Umgang mit der weiblichen Verhüllung von Kopf und Körper und thematisiert die Stellung der Frau zwischen Religion und Selbstbestimmung. Künstlerische Arbeiten reflektieren die Relevanz traditioneller Bräuche für die Gegenwart. Ob regelkonformer Islam, Religion als Privatsache oder Kopfbedeckung als Zeichen kultureller Selbstbestimmung – mediale Installationen lassen jüdische und muslimische Frauen aller Richtungen zu Wort kommen.
Zur Ausstellung erscheint die 16. Ausgabe des JMB Journals des mit dem Titel »Cherchez la femme«. Sie kann zu einem Preis von zwei Euro im Jüdischen Museum Berlin erworben werden.
Ort: Eric F. Ross Galerie
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr, montags 10 bis 22 Uhr
Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
Mehr Informationen: www.jmberlin.de/cherchez-la-femme
Führungen: sonntags 14 Uhr. Eintritt: 3 Euro pro Person zzgl. Museumsticket

2. und 9. April
Führung durch die Ausstellung | Begleitprogramm zur Ausstellung »Cherchez la femme«
Anziehsachen – Ansichtssachen!?
Welche Kleidungsregeln benennen die monotheistischen Religionen und wie werden diese heutzutage interpretiert und gelebt? Zukünftige Berliner Modemacher aus dem Oberstufenzentrum Bekleidung und Mode in Berlin-Kreuzberg haben sich mit den Ursprüngen religiöser Bekleidungsvorschriften für Frauen auseinandergesetzt – und selbst Mode entworfen. Im Rahmen der Führung durch die Ausstellung präsentieren sie an zwei Sonntagen eigene Modelle und stellen ihr Handwerk und ihre Ausbildung vor.
Treffpunkt: Altbau, Meeting Point
Eintritt: 3 Euro pro Person zzgl. Museumsticket
Zeit: jeweils 14 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030–25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

3. April
Montagskino | Begleitprogramm zur Ausstellung »Cherchez la femme« | NEU: Kurzführung vorab
Arranged
Regie: Diane Crespo, Stefan C. Schaefer, USA 2007, 92 Minuten. Englische Originalfassung.
Die jüdisch-orthodoxe Rochel und die strenggläubige Muslima Nasira sind junge Lehrerinnen an der gleichen Schule. Im Laufe des Jahres, in dem beide von ihren Familien verheiratet werden sollen, entwickeln sie eine tiefe Freundschaft.
Ort: Altbau, Auditorium
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

NEU: Vor dem Film Kurzführung durch die Ausstellung »Cherchez la femme«
Einblicke in die Ausstellung und ihre Thematik für die Besucher des Montagskinos
Treffpunkt: Meeting-Point
Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
Zeit: 18 Uhr

Ethische Fragen in Judentum und Islam
Dialogische Ringvorlesung im Rahmen des Jüdisch-Islamischen Forums
Die Ringvorlesung greift ethisch brisante Fragen aus unterschiedlichen Lebensbereichen auf und beleuchtet sie aus jüdischer und islamischer Perspektive. Zu jeder Vorlesung sind zwei Wissenschaftler eingeladen, die die jeweiligen Positionen vorstellen und miteinander in einen Dialog treten.
Die Veranstaltungsreihe findet in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung statt.

6. April
Militärethik: Unter den Waffen schweigen die (Religions-)Gesetze?
Wie halten wir es mit den Kriegsdrohnen? Gibt es ethische Grenzen, die man selbst bei der Bekämpfung von Terrorismus nicht überschreiten darf? Der technologische Fortschritt in den letzten Jahrzehnten wirft eine Reihe von neuen Fragen nach der Legitimität von konkreten Waffen (Killer-Roboter, biologische Waffen) und nach Risiken und Chancen von militärischen Interventionen auf. Michael Broyde, Professor und Leiter des Center for the Study of Law and Religion an der Emory University, und Asma Afsaruddin, Professorin an der Indiana University, diskutieren jüdische und muslimische Haltungen gegenüber solchen Herausforderungen sowie die grundlegende Frage nach der Anwendung kriegerischer Gewalt.
Mit deutscher Simultanübersetzung.
Ort: Saal, W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

22. bis 27. April
Kammermusikfestival
Intonations. Das Jerusalem International Chamber Music Festival im Jüdischen Museum Berlin
Bereits zum sechsten Mal findet das Konzertereignis »intonations« unter der Leitung von Elena Bashkirova im Glashof des Jüdischen Museums Berlin statt. 2017 widmet sich das internationale Kammermusikfestival klassischen Komponisten, die schon zu Lebzeiten in einem interessanten Spannungsverhältnis zueinander standen: Ob Chopin und Liszt, Prokofjew und Schostakowitsch oder Schumann und Brahms – in der Gegenüberstellung der Werke werden Gemeinsamkeiten und Gegensätze hör- und spürbar.
Mit Unterstützung von Evonik Industries.
Das ausführliche Programm finden Sie unter: www.jmberlin.de/intonations.
Ort: Glashof
Besucherkarten: je Konzert: 24 €/20 €, erm. 20 €/16 €
Vorverkauf: Online unter www.jmberlin.de/intonations, Tel. 030 – 25993 488 (täglich 10–16 Uhr) oder an der Kasse des Jüdischen Museums Berlin
Pressekarten: Bitte bis spätestens 21. April bei der Pressestelle unter presse@jmberlin.de akkreditieren.

22. April
Werke von Michail Glinka, Dmitri Schostakowitsch, Alexander Mossolow, Galina Ustwolskaja & Piotr Ilych Tschaikowsky
mit Gilbert Audin, Elena Bashkirova, Guy Braunstein, Chen Halevi, Éric Le Sage, Elisabeth Leonskaja, Mihaela Martin, Paul Meyer, Edgar Moreau, Anna Samuil
Zeit: 18 Uhr

23. April
Werke von Paul Dukas, Claude Debussy, Gabriel Fauré, Francis Poulenc & César Franck
mit Daniel Austrich, Kolja Blacher, Madeleine Carruzzo, Gérard Caussé, David Kadouch, Daishin Kashimoto, Éric Le Sage, Plamena Mangova, Paul Meyer, Edgar Moreau, Emmanuel Pahud, Tim Park, Radovan Vlatković
Zeit: 11 Uhr

24. April
Werke von Robert Schumann, György Kurtág, Max Bruch & Johannes Brahms
mit Daniel Austrich, Elena Bashkirova, Kolja Blacher, Madeleine Carruzzo, Gérard Caussé, Pablo Ferrández, Chen Halevi, Frans Helmerson, Nobuko Imai, David Kadouch, René Pape
Zeit: 19.30 Uhr

25. April
Werke von Sven-Ingo Koch, Gioachino Rossini, Arnold Schönberg, Franz Schubert, Zoltán Kodály & Béla Bartók
mit Daniel Austrich, Elena Bashkirova, Madeleine Carruzzo, Pablo Ferrández, Kirill Gerstein, Matthias Goerne, Chen Halevi, Frans Helmerson, Nobuko Imai, Plamena Mangova, Mihaela Martin, Tim Park
Zeit: 19.30 Uhr

26. April
Werke von Sergej Prokofjew, Sergej Rachmaninow & Dmitri Schostakowitsch
mit Lidia Baich, Elena Bashkirova, Gérard Caussé, Kirill Gerstein, Alexander Knyazev, Denis Kozhukhin, Kathrin Rabus, Alexander Sitkovetsky
Zeit: 19.30 Uhr

27. April
Werke von Frédéric Chopin, Felix Mendelssohn-Bartholdy & Franz Liszt
mit Lidia Baich, Elena Bashkirova, Madeleine Carruzzo, Gérard Caussé, Denis Kozhukhin, Anna Lapkovskaja, Tim Park, Kathrin Rabus, Alexander Sitkovetsky, István Várdai
Zeit: 19.30 Uhr

27. April
Filmvorführung | Veranstaltungsreihe »Zwischen Marrakesch und Maschhad«
Iraq N‘ Roll
Dokumentarfilm, Israel 2011, 54 Minuten, Hebräisch und Arabisch mit englischen Untertiteln
In diesem intimen Film begleitet Filmemacher Gili Gaon den israelischen Rockmusiker Dudu Tassa auf einer Reise zu seinem musikalischen Erbe. Dudus Großvater Daud al-Kuwaity zählte zusammen mit seinem Bruder Saleh zu den erfolgreichsten Musikern und Komponisten im Irak der 1930er Jahre. Als die Brüder in den 1950er Jahren nach Israel zurückkehrten, fand ihre jüdisch-arabische Musik dort keinen Zuspruch und geriet in Vergessenheit. Dudu entdeckt in der Musik der al-Kuwaitys seine kulturellen Wurzeln und beschließt, ihre Werke neu zu interpretieren. Es beginnt ein sehr persönlicher musikalischer Dialog – zwischen den Generationen und den Kulturen.
Einführend spricht Achim Rohde (Philipps-Universität Marburg) zur irakisch-jüdischen Erinnerungskultur. Nach dem Film findet ein Gespräch mit dem Regisseur statt.
Ein Abend im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Zwischen Marrakesch und Maschhad« innerhalb des Schwerpunkts »Juden in islamisch geprägten Ländern« des Jüdisch-Islamischen Forums.
Ort: Saal, W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

Quelle: Jüdisches Museums Berlin

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Von am 29/03/2017. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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