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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (29. März – 4. April 2017)

Die Terror-Angriffe in Judäa und Samaria intensivierten sich in der vergangenen Woche. In der Nähe des Damaskus-Tors in Jerusalem ereigneten sich zwei Messer-Angriffe.Ein Messer-Angriff ereignete sich in der Stadt Lod. Dort wurde eine Frau von einem Palästinenser, der keine Aufenthaltserlaubnis für Israel besitzt, offenbar aus nationalistischen Gründen angegriffen. InderNähe der Siedlung Schawe Schomron wurden Schüsse aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug abgefeuert.Zudem wurden wie immer Steine und Molotow-Cocktails geworfen. Demonstrationen und Unruhen fanden in Judäa und Samaria statt,diemeisten von ihnen widmeten sich während der vergangenen Woche dem „Tag des Bodens“. Es ereigneten sich keine nennenswerten Zwischenfälle.

Das politische Grundsatzdokument, das die Hamas demnächst zu veröffentlichen plant, wurde den libanesischen Medien zugespielt und von ihnen veröffentlicht.Eine Überprüfung des Inhalts (die die autorisierte Version des Dokuments nicht unbedingt reflektiert)zeigt, dasses bei der Hamas zu keinen wesentlichen Änderungender grundlegenden Konzepte gekommen ist. Dennoch versucht die Bewegung, diese in der palästinensischen, arabischen und internationalen Arena in einer moderateren Art und Weise darzustellen.

Die Hamas ist nicht bereit, Israel anzuerkennen und einen einzigen Zoll Erde von Palästina aufzugeben.Sie verzichtet auch nicht auf das „Rückkehrrecht“ der palästinensischen Flüchtlinge und unterstütztden bewaffneten Widerstand als strategischen Weg, Palästina wiederzuerlangen.Damit einhergehend, erklärt sich die Hamas allerdings bereit, einen palästinensischen Staat innerhalb der Grenzenvon1967 mit der Hauptstadt in Jerusalem zu errichten, solange dies nicht mit der Bedingung, das „zionistische Gebilde“ anzuerkennen oder auf das „Rückkehrrecht“ der Palästinenser zu verzichten, verknüpft ist.

Judäa, Samaria und Jerusalem

Angriffe und vereitelte Angriffe

Am3. April 2017 wurden Schüsse offenbar aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug in Richtung der Einfahrt zur Siedlung Shawe Schomron (Region Samaria, zwischen Nablus und Tulkarm)abgefeuert. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 3. April 2017).

Am3. April 2017 erreichte ein Palästinenser einen IDF-Posten in der Nähe von Qalqiliya und bedrohte einen dort stationierten Soldaten mit einem Schraubenzieher. Der Palästinenser wurde festgenommen. Es gab keine Verletzten (Rettungsdienste von Judäa und Samaria, 3. April 2017).

Am1. April 2017 ereignete sich ein Messer-Angriff in der Nähe des Jerusalemer Damaskustors:
Ein Palästinenser erreichte die Hagai Straße in der Altstadt von Jerusalem und stach mit einem Messer auf zwei junge, jüdisch-religiöse Männer ein.Israelische Sicherheitskräfte nahmen die Verfolgung auf, nachdem er versucht hatte, in ein Wohngebäude zu entkommen.Nach einer Konfrontation mitden Sicherheitskräften,bei denen ein Grenzpolizist von dem Messer verletzt wurde, wurde der Terrorist erschossen.Bei dem Angriffwurden beide Zivilistenmittelschwer und der Grenzpolizist leicht verletzt.

Bei dem Angreifer handelt es sich um AhmadZaher Fathi Ghazal(17)aus Nablus,der in einem Dentallabor arbeitete.Kurz vor dem Angriff betete er in der al-Aqsa Moschee undlies sich dort sogar fotografieren.Sein Vater berichtete, dass er gläubig und immer darauf bedacht war, die religiösen Gebote einzuhalten. Zudem berichtete sein Vater, dasserkeiner Organisationangehörte unddass sein Sohn die Tat wohl wegen „der täglichen Verbrechen der Besatzung“ verübt habe (Safa Nachrichtenagentur, 2. April 2017).

Die Hamasveröffentlichte eine Todesanzeige und segnete AhmadZaher Fathi Ghazalwegen seines Angriffs(Palinfo, 1. April 2017).

Am 29. März 2017 ereignete sich ein Messer-Angriff am Jerusalemer Damaskustor:

Eine palästinensische Bewohnerin von Ost-Jerusalem näherte sich den am Damaskus-Tor stationierten Kämpfern der Grenzpolizei und versuchte, einen von ihnen mit einer Schere zu erstechen.Sie wurde auf der Stelle getötet.

Dabei handelt es sich umSiham RatebNimr(49),Bewohnerin desFlüchtlingslagers Schuafat in Ost-Jerusalem.Siham Rateb Nimr ist die Mutter von MustafaNimr, der am 5. September 2016irrtümlich von israelischen Sicherheitskräften imFlüchtlingslager Schuafat erschossen wurde.Es scheint, dass es sich um einen „Rachezug“ handelte, ein bekanntes Handlungsmuster unter den Terroristen, die sich am Volksterror beteiligen.

Am27. März 2017 wurde eine Frau auf dem Parkplatz ihres Hauses in der Stadt Lod niedergestochen. Einige Tage später stellte sich heraus, dass der Messer-Angriff aus nationalistischen Gründen verübt wurde. Der Angreifer, Malik Bassem Ismail Sa’ada (19) aus Halhul (Region Hebron), wurde von den israelischen Sicherheitskräften festgenommen. Seine Vernehmung ergab, dass er sich ohne Aufenthaltsgenehmigung in Lod aufhielt und beschlossen hatte, den Angriff durchzuführen, da er seines Lebens satt war. Auf dem Weg zum Angriff nahm er ein Messer aus der Bäckerei, in der er arbeitete, und suchte eine jüdische Frau als Opfer seines geplanten Angriffs. Er betrat den Parkplatz eines Mehrfamilienhauses in der Stadt, wo er eine Frau beobachtete. Er näherte sich ihr, zog das Messer und jagte ihr nach, bis er sie erreichte und auf sie einstach. Danach floh er von der Szene, wurde jedoch einen Tag später, als er in das Gebiet von Judäa und Samaria zurückzukehren versuchte, festgenommen (Schin Bet, 3. April, 2017).

Demonstrationen und Ausschreitungen

Die Anschläge des „Volksterrors“ halten in Judäa und Samaria weiter an. Dabei handelt es sich überwiegend um Vorfälle, bei denen Steine und Molotow-Cocktails geworfen wurden. Die meisten Demonstrationen in der vergangenen Woche markierten den 41. Jahrestag des „Tag des Bodens“ (siehe im Folgenden).[2] Israelische Sicherheitskräfte nahmen Verdächtige in Judäa und Samaria fest und beschlagnahmten Waffen.

Im Folgenden einige bemerkenswerte Ereignisse:

Am 3. April 2017 wurden Steine und Knallkörper auf israelische Sicherheitskräfte im Ost-Jerusalemer Stadtteil Issawija geworfen.Ein Grenzpolizist wurde leicht verletzt (Sprecher der Jerusalemer Polizei, 3. April, 2017).

Am 3. April 2017 wurden Steine auf ein israelisches Fahrzeug geworfen, das im Ost-Jerusalemer Stadtteil a-Turfuhr.Ein Stein, der die Heckscheibe traf, verletzte eine Frau leicht(Sprecher der Jerusalemer Polizei, 3. April, 2017).

Am 2. April 2017 wurden Steine auf ein israelisches Fahrzeug geworfen, das in der Nähe der Siedlung Tekoa in Gusch Etzion fuhr.Es gab keine Verletzten.Das Fahrzeug wurde beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 2. April 2017).

Am 2. April 2017nahmen israelische Sicherheitskräfte einen Palästinenser aus Dschenin fest,der einige Tage zuvor eine Rohrbombe auf die Kreuzung bei Dschalame geworfen hatte.Er wurde zum Verhör geführt.Bei der Durchsuchung seines Hauses wurden sieben weitere improvisierte Rohrbombengefunden (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 2. April 2017).

Am 1. April 2017 wurden drei Palästinenser von den Sicherheitskräften festgenommen, da sie Messer bei sich trugen.Ein Palästinenser wurdeam westlichen Tor von Kirjat Arba und die beiden anderenin der Nähe der Höhle der Patriarchen in Hebronfestgenommen (Rettungsdienste von Judäa und Samaria, 1. April 2017).

Am 31. März 2017 wurde ein Palästinenser, der einen Molotow-Cocktail aufisraelische Streitkräfteim Dorf Ni’lin geworfen hatte, durch das Feuer der Truppe verletzt.DerPalästinenser(14)wurde in mittelschweren Zustand in ein israelisches Krankenhaus evakuiert.Ein IDF-Soldat wurde durch einen Steinleicht verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert,31. März2017).

Am 30. März 2017 wurden Steine auf einen Bus geworfen, derinderNähevonHizma (Region Samaria)fuhr.Es gab keine Verletzten.Der Bus wurde beschädigt(Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert,30. März2017).

Am 30. März 2017 nahmen IDF-Truppen vier Palästinenser, die sie in Hebronmit Steinen bewarfen, fest. Die Vier wurden zum Verhörgeführt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert,31. März2017).

Am 29. März 2017 wurde ein Sprengsatz in der Nähe des Siedlungszauns von Kochaw Ja’akow(südlich von Ramallah) entdeckt.Es gab keine Verletzten.DieLadung wurde entschärft(Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 29. März2017).

Der Süden Israels

Vereitlung eines Schmuggelversuchs vonTaucheranzügen in den Gazastreifen

Sicherheitskräfte und die Grenzübergangsbehörde am Grenzübergang Kerem Schalom vereitelten am 3. April 2017 einen Schmuggelversuch, bei dem dreißig professionelle Taucheranzüge in den Gazastreifen gelangen sollten. Dem Verdacht nach sollten die Anzüge an Terroristen im Gazastreifen, vielleicht sogar an die Marineeinheit der Hamas, geliefert werden. Die Tauchanzüge waren in einer Lieferung von Kleidung und Sportartikeln, die aus dem Ausland in die Palästinensische Autonomiebehörde importiert und von dort aus in den Gazastreifen versandt wurden, verborgen. Die Lieferung wurde beschlagnahmt (Grenzübergangsbehörde, 3. April, 2017).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 09/04/2017. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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