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Israelische Beamte befürchten das Trump Israel in den Verhandlungen unter Druck setzen könnte

Während der Besuch von Präsident Donald Trump in Israel immer näher rückt sind israelische Beamte besorgt darüber, dass die Regierung bei den Verhandlungen über Friedensgespräche einer noch nicht reformierten palästinensischen Autonomiebehörde, unter Druck Konzessionen machen könnte. Ein unbenannter hochrangiger Regierungsbeamter wurde am Donnerstag von Channel 10 zitiert, dass Präsident Trump den Besuch nutzen wird, um das „ultimative Abkommen“ zu erreichen, das er zwischen Israel und den Palästinensern haben möchte.

„Trump erscheint entschlossen, eine Vereinbarung zu treffen“, sagte die Quelle, die von Channel 10 als Regierungsminister identifiziert wurde. „Wir haben keine Möglichkeit mit ihm zu ringen, wenn wir nicht nach acht Jahren Streitigkeiten mit der Obama-Regierung in der gleichen Situation mit Trump enden wollen, was einen großen Schaden für Israel bedeuten würde. Präsident Trump, sagte die Quelle, ist „einzigartig unberechenbar und wenn Premierminister Netanyahu versucht ihn anzuschmieren, wie er es mit Obama getan hat, wird das nicht gut gehen.“

Die Kommentare kamen einen Tag nach einem Bericht der NRG-Nachrichten-Website, dass Trump beschlossen hat, die amerikanische Botschaft zu diesem Zeitpunkt nicht von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Laut dem Bericht hat Präsident Trump beschlossen, eine Verzichtserklärung zu unterschreiben, die den Umzug der Botschaft um mindestens sechs Monate verzögert. Wie alle seine Vorgänger es seit 1995 getan haben, als ein Gesetz verabschiedet wurde, wonach die US-Botschaft verlegt werden muss.

Darüber hinaus wurde berichtet, dass amerikanische Diplomaten für einen Drei-Wege-Gipfel bereit wären, bei dem sich Präsident Trump mit PM Netanyahu und Mahmoud Abbas treffen würde. Bei diesem Treffen plant Präsident Trump eine große politische Initiative zu verkünden, in der er den beiden Seiten neun Monate Zeit geben wird, um mit amerikanischer Hilfe einen Deal zu erreichen. Die Palästinensische Autonomiebehörde sagte zunächst, dass sie von einem solchen Treffen nichts wisse, aber Quellen in den palästinensischen Medien zitierten Beamte in Ramallah die sagten, dass ein solches Treffen tatsächlich vorgesehen wäre.

Anfang dieser Woche zitierten israelische Medien den amerikanischen Geschäftsmann Ron Lauder der sagte, dass Präsident Trump „sehr entschlossen“ sei, eine Einigung über den Nahen Osten zu erzielen. Laut den Berichten sprach Lauder mit mehreren israelischen Beamten, darunter Bildungsminister Naftali Bennett, Justizminister Ayelet Shaked und dem Oppositionsführer Yitzchak Herzog, die auf einer Konferenz in New York waren. Der Bericht zitierte einen der Beamten der sagte, dass Lauder „nicht ins Detail gegangen sei aber deutlich machte, dass dies für den Präsidenten oberste Priorität hat.“ Die Dinge würden während des Besuchs von Präsident Trump klarer, sagte Lauder dem Beamten.

In einem Interview mit Channel 10 sagte Justizminister Ayelet Shaked, dass Präsident Trump seinen Wunsch unbedingt ein Friedensabkommen zu bekommen, nochmals überdenken sollte. „Jedes Mal, wenn es eine Runde von Verhandlungen gibt die gescheitert sind, sehen wir eine weitere Runde von Gewalt“, sagte Shaked. „Ich glaube nicht, dass eine politische Lösung aus diesen Gesprächen hervorgeht und ich würde den Präsidenten drängen, die Richtung zu ändern und über ein wirtschaftliches Abkommen nachzudenken, das den Palästinensern zugute kommen kann. Ein solches Abkommen wäre eine Art Marshall-Plan für die PA“, sagte Shaked.

Wenn irgendein Druck angewandt werden sollte, dann auf Abbas, weil er die Terroristen finanziert, sagte Shaked. „Es ist absurd, wie viel Geld an die Familien der Terroristen geht. Wir in Israel versuchen dies zu stoppen und dafür brauchen wir amerikanische Hilfe. Präsident Trump sollte die PA so bedrängen, dass sie keine andere Wahl hat, als die Terrorismusfinanzierung zu stoppen.“

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Von am 11/05/2017. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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