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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (26. April – 9. Mai 2017)

Im Verlauf der letzten zwei Wochen wurden die Angriffe des sogenannten“Volkswiderstands“ in Judäa und Samaria weitergeführt. Im Fokus dieser standen Messer- und Schuss-Angriffe. Das letzte, allerdings vereitelte, Attentat ereignete sich am 7. Mai 2017 am Jerusalemer Damaskustor. Daran war eine 16-jährige Palästinenserin beteiligt, die ihre Freunde über Facebook anstiftete, Messer- und Mordangriffe gegen Juden „zugunsten der al-Aqsa“ auszuführen. Im Gazastreifen herrschte relative Ruhe.

In der politischen und der internen palästinensischen Arena ragten folgende Ereignisse heraus:
Die Hamas veröffentlichte ein politisches Grundsatzdokument mit dem Titel „Grundsätze und allgemeine Politikrichtlinien“.Eine Analyse dessen zeigt, dass im Bezug auf die Vernichtung Israels mittels Terrorismus und Gewalt keine signifikanten Veränderungen der Grundprinzipien der Hamas zugrunde liegen.

Mahmud Abbas traf in Washington mit US-Präsident zusammen.Nach dem Treffen erklärte Abbas,dass Trump in der Lage sei, ein „historisches Abkommen“ zwischen den Palästinensern und Israel zu erreichen.

Der allgemeine Schura-Ratder Hamas verkündete die Nominierung von Ismail Haniyyazum Chef des Politbüros der Bewegung anstelle von Chalid Maschal.Gewählt wurden auch die anderen Mitglieder des Politbüros. Ein Hamas-Sprecher kündigte an, dass Ismail Haniyya im Gazastreifen verweilen wird und diesen nur zwecks Auslandsreisen verlassen wird.

Terrorangriffe und vereitelte Angriffe

Am 7. Mai 2017 ereignete sich ein Messer-Angriff am Damaskustor in Jerusalem:
Eine junge Palästinenserin erreichte die Treppen am Damaskustorin Jerusalem.Sie näherte sich den Beamten der regulären undderGrenzpolizei, die dortstationiert sind,zog ein Messer und rief „Allahu Akbar“.Die Sicherheitskräfte schossen auf sie und töteten sie.Vor Ort wurden ein Messer und ein Abschiedsbrief gefunden.

Die palästinensischen Medien berichteten,dasses sich um Fatima Afif Hadschidschi(16) ausdem DorfKarawat Bani Zeidnordwestlichvon Ramallah handelt(Twitter-Account von PALINFO, 7. Mai 2017). Bereits2016 wurdeFatima Afif Hadschidschi am CheckpointHuwarasüdlich von Nablus festgenommen, da ein Messer in ihrem Besitz gefunden wurde, mit dem sie einen Angriff durchzuführen plante.Sie saß einen Monatim Gefängnisund wurde im Juni 2016 freigelassen (Website von Umama, 7. Mai 2017).

Fatima Afif Hadschidschi unterhielt zwei Facebook-Konten unter dem NamenFatima Hadschidschi,die nurfür Freunde zugänglich waren.Eine Facebook-Seitewurdeim August 2016eröffnetund im September 2016 aktualisiert, während die zweite Seiteim April 2016 eröffnet wurde. Auf beiden Seitenlud sie Fotos von jungen maskierten Frauen hoch. Zudem war sie darauf bedacht, ihre Profilfotos in kurzen Zeiträumen zu aktualisieren.Den letzten Beitrag postete sie am 4. Mai 2017. Darauf ist ein Plakat zu sehen, das zu Messer- und Mordangriffen gegen Juden „zugunsten der al-Aqsa“aufhetzt.Auf dem Plakat steht:“Ich bete, dass Gott mich mit jüdischem Blut [auf den Händen] vor Gericht stellt“.Dieses Plakatmachte sie zuihrem Profilbild.Auch ihrebisherigen Beiträgedrücken das Lob desheiligenTodes aus(Facebook-Seite von Fatima Hadschidschi4. Mai 2017).

Am 4. Mai 2017 erreichte ein Palästinenser die Höhle der Patriarchen in Hebron und versuchte, die am dortigen Checkpoint stationierten Sicherheitsbeamte zu erstechen. Bei einer Leibesvisitation wurde sowohl eine Splittergranate als auch eine Dummy-Pistole gefunden. Der Täter wurde von den Schüssen der israelischen Sicherheitskräfte mittelschwer verletzt. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Muhammad Zakarija Salim al-Salazmeh (20 oder 25, nach einer anderen Website) aus Hebron handelt (Ma’an und Filastin.Net, 4. Mai 2017).

Am 4. Mai 2017 wurden Schüsse in Richtung des Rama-Postens (nördlich von Jerusalem) abgefeuert. Es gab keine Verletzten. Der Täter flüchtete.

Am 4. Mai 2017 wurde ein Messer-Angriff am Checkpoint Schuafat (im Nordosten von Jerusalem) vereitelt. Es gab keine Verletzten. Der Täter wurde von israelischen Sicherheitskräften festgenommen. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Wissam al-Dabas (21) aus dem Flüchtlingslager Schuafat im Nordosten von Jerusalem handelt (Palsawa Nachrichtenagentur, 3. Mai 2017).

Am 29. April 2017 wurden ein Sprengsatz und Schüsse auf den Checkpoint Teenim (in der Nähe von Tulkarm) gefeuert. Eine Durchsuchung des Geländes in der Nähe des Checkpoints brachte mehr als zehn Patronenhülsen und eine Rohrbombe zum Vorschein. Vier Palästinenser aus Tulkarm wurden unter dem Verdacht, am Angriff teilgenommen zu haben, festgenommenen.

Am 27. April 2017 wurde ein Messer-Angriff in der Nähe der Höhle der Patriarchen vereitelt. Es gab keine Verletzten. Der Angreifer wurde von den israelischen Sicherheitskräften festgenommen. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Raf’at Abd al-Hakim Ghaith (19) aus Hebron handelt (pal24, 28. April 2017).

Am 26. April 2017 wurde ein Messer-Angriff in der Nähe der regionalen IDF-Samaria-Basis südlich von Nablus vereitelt. Ein Palästinenser lief mit einem Messer auf IDF-Soldaten zu. Er wurde angeschossen und in ein Krankenhaus gebracht. Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich um Saleh Omar Abd al-Rahim Saleh (16) aus dem Flüchtlingslager Balata in Nablus handelt (Ma’an Nachrichtenagentur, 26. April 2017). Ein Tag zuvor wurde am selben Ort ein ähnlicher Angriffsversuch durchgeführt. Die Untersuchung beider Vorfälle ergab, dass die beiden Palästinenser Cousins sind.

Demonstrationen und Ausschreitungen

In der vergangenen Woche wurden die Demonstrationen und die Unruhen in Judäa und Samaria fortgesetzt. Dabei handelte es sich überwiegend um Vorfälle, bei denen Steine und Molotow-Cocktails geworfen wurden. Die Demonstrationen in einigen Orten wurden in erster Linie durch Solidarität mit dem Hungerstreik der Sicherheitsgefangenen in den israelischen Gefängnissen gekennzeichnet. Die meisten von ihnen fanden allerdings anlässlich des ausgerufenen „Tag des Zorns“ statt. Während der Demonstrationen fanden Auseinandersetzungen mit den israelischen Sicherheitskräften statt, bei denen mindestens zehn Palästinenser verletzt wurden. In einigen Demonstrationsherden positionierten sich die Sicherheitsorgane der Palästinensischen Autonomiebehörde zwischen den Demonstranten und den israelischen Sicherheitskräften.

Im Folgenden einige weitere nennenswerte Ereignisse:

Am 5. Mai 2017 berichtete das Rote Kreuz,dass 56 Palästinenser bei Auseinandersetzungen mit israelischen Sicherheitskräften im Bereich Nablus verletzt wurden (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 5. Mai 2017).

Am 5. Mai 2017 nahmen israelische Sicherheitskräfte zwei Palästinenser in der Nähe des Polizisten-Platzes in Hebron fest, nachdem in ihrem Besitz Messer gefunden wurden.Die beiden wurden zum Verhör geführt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 5. Mai 2017).

Am 4. Mai 2017 wurden Steine auf ein Fahrzeug geworfen, das in der Nähe von Hizma(Region Benjamin) fuhr. Mehrere Personen wurden leicht verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 5. Mai 2017).

Am 2. Mai 2017 wurde ein Palästinenser, der sich dem SicherheitszauninderNähevon Qalqiliya genähert hatte, identifiziert. Er aktivierte einen Sprengsatz und feuerte Schüsse in Richtung der dort stationierten IDF-Einheit ab. Es gab keine Verletzten und es wurde kein Schaden verursacht (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 2. Mai 2017).

Am 28. April 2017 nahmen israelische Sicherheitskräfte eine Palästinenserin am Checkpoint Kalandia fest.In ihrer Handtasche wurden zwei Messer gefunden.Sie wurde festgenommen und zum Verhör geführt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. April 2017).

Am 28. April 2017 wurde während eines Ereignisses in Nebi Saleh, bei dem Steine aufisraelische Sicherheitskräftegeworfen wurden, ein Palästinenser erschossen (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. April 2017).

Am 28. April 2017 wurden Molotow-Cocktails und Steine auf israelische Sicherheitskräfte, die im Ost-Jerusalemer Stadtteil Issawija tätig waren,geworfen.Eine Soldatin erlitt leichte Verletzungen.Ein Palästinenser wurde verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. April 2017).

Am 28. April 2017 wurden Steine in Richtung Rachels Grab geworfen. Ein Polizist wurde verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. April 2017).

Aufklärung des Messer-Angriffs in der Nähe von Bet Dschala

Israelische Sicherheitskräfte haben den Vorfall des Messer-Angriffs vom 7. März 2017 in der Nähe von Bet Dschala, bei dem ein Israeli leicht verletzt wurde, aufgeklärt. Der Angriff ereignete sich, als ein Israeli, der sein Fahrzeug in einer Autowerkstatt in der Nähe von Bet Dschala reparieren lassen hatte, den palästinensischen Messer-Angreifer in seinem Fahrzeug mitnahm. Der Angreifer ist Muhammad Ahmad Hadajah (30), ein Bewohner von Bethlehem und Aktivist der Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ). Seine Vernehmung ergab, dass er den Angriff als Rache für den Tod eines Verwandten während dessen Festnahme im Jahr 2003 ausgeführt hatte (Website des Schin Bet, 7. Mai 2017). Dies ist ein weiteres Beispiel für das Phänomen der „Racheattentate für den Tod von Verwandten oder Freunden“.

Aufdeckung einer Zelle, die im Bereich Samaria bewaffnete Angriffe verübt hatte

Israelische Sicherheitskräfte nahmen drei Palästinenser aus dem Dorf Fakhmeh (Region Dschenin) unter dem Verdacht, im Laufe des Monats April 2017 mindestens zehn bewaffnete Angriffe auf israelische Siedlungen und IDF-Basen in Samaria verübt zu haben, fest. Einer der Festgenommenen ist der Rechtsanwalt Luai Ahmed Schafik Sa’abanah, der mit der Demokratischen Volksfront zur Befreiung Palästinas(PFLP)assoziiert ist. Im Verlauf der Festnahme wurden Waffen und Fahrzeuge, die von den Terroristen bei der Durchführung der Angriffe verwendet wurden, beschlagnahmt. Bei einer Durchsuchung der Sicherheitskräfte im Hause eines der Verdächtigen wurdenWaffen in einem Kinderbett gefunden. Einer der Verdächtigen hinterließ ein Testament, da er seiner Schätzung nach während eines Angriffs getötet werden könnte (Website des Schin Bet, 4. Mai 2017).

Palästinenser schießen auf IDF-Soldaten

Am 27. April 2017 wurden Schüsse auf israelische Soldaten, die in der Nähe des Sicherheitszauns im südlichen Gazastreifen tätig waren, gefeuert. Es gab keine Verletzten und es wurden keine Schäden gemeldet. Als Reaktion darauf griff ein israelischer Panzer eine Position der Hamas im südlichen Gazastreifen an (IDF-Sprecher, 27. April 2017).

Quelle: Meir Amit Intelligence and Terror Information Centre

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Von am 12/05/2017. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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