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Wenn ihr wollt ist es kein Traum: Die Israel-Nachrichten als Verlag für die große deutsche Literatur?

Wenn ihr wollt, ist es kein Traum
30er Jahre. Moische flieht aus Deutschland nach Palästina. In Tel-Aviv besucht er seinen alten Freund Moritz. Entsetzt sieht Moische ein Hitlerbild im Flur des Freundes hängen. „Bist du jetzt ganz und gar verrückt geworden!?“ „Ach das… Das ist gegen das Heimweh.“

Deutsche Juden in Israel blieben IHREM Deutschland, blieben der deutschen Kultur verbunden. Die Schriftsteller und Dichter unter ihnen schrieben in Deutsch. Sie hatten sogar eigene Verlage: Peter Freund Verlag und Rubin Mass Verlag in Jerusalem, ABC-Verlag und Verlag Matara in Tel Aviv u.w.

Angesichts totalitärer Bestrebungen in Deutschland und Europa, denen sich immer mehr Redaktionen und Verlage beugen, muss eine Alternative her.

Im Internet-Zeitalter ist es sekundär, wo ein Verlag physisch beheimatet ist.

Warum sollten wir nicht einen deutschen Verlag in Israel neu beleben oder gründen? (Könnte z. B. Siegfried Blumenthals Blatt, die späteren Israel-Nachrichten, nicht eine neue Perspektive brauchen?) Einen Onlineverlag. Einen Verlag für die große deutsche Literatur von Johannes Reuchlin bis Franz Kafka, Heinrich, Thomas und Klaus Mann, Bertolt Brecht und für deutsche Autoren der Gegenwart. Ein Buch- und Zeitungsverlag, in dem vor allem jene liberalen, freiheitlichen Stimmen Gehör finden, denen deutsche Politiker mit allen Mitteln das Wasser abzugraben suchen (siehe der Feldzug gegen die „Achse des Guten“).

Denkbar wäre auch ein weiteres Haus dieses Verlages in den USA.

Wenn der freie Geist emigrieren muss, geht er am besten dorthin, wo schon Emigranten bzw. deren Kinder und Enkel sind.

Das wäre doch was! Ein Verlag mit dem einzigen Ziel, Kultur und Zivilisation hoch- und die Diskussionen zur Zeit offenzuhalten. Ein deutscher Verlag könnte das wahrscheinlich nicht bleiben, die Unterdrückung nicht genehmer Denkungsart findet ja in vielen Ländern statt, in Frankreich, in Italien, auch in Russland. Ein Vorteil: In Israel werden viele Sprachen gesprochen. Gut für Übersetzungen, ins Französische, Englische, Russische und auch ins Arabische.

Die Herrschenden aller Länder wussten schon, warum sie Kosmopolitismus bekämpften. Die moderne Kommunikationstechnik ist da natürlich eine besondere Herausforderung. Nutzen wir sie!

Von Brigitte Brils
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Von am 21/05/2017. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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