Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Polizei verhaftet den Anführer der arabischen „Kinder-Bettler“ Gang

Die Polizei hat einen großen Kinder-Bettler-Ring ausgehoben, der immer wieder für Ärger auf israelischen Straßen verantwortlich war. Es handelt sich um arabische Kinder die an Kreuzungen stehen und Autofahrer aggressiv um „Spenden“ anbetteln. Die Polizei verhaftete den Anführer des Ringes, einen Bewohner des arabischen Dorfes Tamra. Der Dutzende von Kindern im Alter zwischen fünf und 11 Jahren auf die Straßen schickte, um an Kreuzungen Geld zu sammeln und Getränke zu verkaufen.

Die Bettler wurden an Schlüsselkreuzungen platziert, meistens im Zentrum und im nördlichen Teil des Landes. Wenn im Sommer die Reisezeit in Israel anbricht, wächst die bettelnde „Industrie“ deutlich. Die bettelnden Kinder stürzen sich in der Regel auf die an der Kreuzung wartenden Autos und halten den Autofahrern entweder eine offene Hand oder eine Dose vor die Nase.

Oft haben die Fahrer ihre Fenster offen und die Kinder sind dafür bekannt, ihre Hände in das Fahrzeug zu halten. Wenn die Fenster geschlossen sind, dann machen sie meist mit Gesten darauf aufmerksam, dass sie eine Spende wollen. Wenn sich die Insassen des Fahrzeugs weigern etwas zu geben, werden sie von den Kindern beschimpft und die Scheibe bespukt, bevor sie sich zu einem anderen Fahrzeug begeben.

Die Kinder sind in der Regel nicht gewalttätig, obwohl sich einige Fahrer darüber beschwert haben, dass sie mit „aggressiven“ Bettlern konfrontiert waren die es ihnen nicht erlaubten weiter zu fahren, bis sie etwas Geld bekamen. Die wirkliche Gefahr, sagte die Polizei – neben dem Ärgerfaktor – ist, dass die Kinder in den Verkehr geraten würden, wenn sich eine Ampel ändert. Während der Verkehr schon anrollt versuchen sie noch Geld von den Fahrern zu bekommen, bevor die sich von der Kreuzung entfernen.

Zusätzlich zu den Gefahren im Verkehr, werden die Kinder selbst bei hohen Temperaturen und in der heißen Sonne losgeschickt, um Geld zu sammeln – viele ohne Nahrung oder Wasser für die gesamte Zeit ihrer „Arbeit“. Die Polizei nahm am Montag im Norden Israels mehrere Kinder auf, die hungrig, durstig und von der Hitze erschöpft waren. Die Polizei gab ihnen zu Essen und zu Trinken, stellte ihre Identität fest und arrangierte, dass sie nach Hause zurückkehren konnten in ihre Dörfer im Gebiet von Jenin.

Die Polizei hat den Hauptverdächtigen in dem Fall der als der Rädelsführer gilt verhaftet, er hatte den Transport der Kinder an die Srassen organisiert und sie zum Betteln losgeschickt. Er wird auch beschuldigt, seinen „Arbeitern“ das Geld abgenommen und ihnen nur ein paar Münzen überlassen zu haben, nachdem er sie nach Hause fuhr.

Die Polizei will erreichen, dass bei der Staatsanwaltschaft Anklagen gegen den Verdächtigen erhoben werden. Ein Sprecher sagte, „die Polizei wird weiterhin verhindern, dass illegale Arbeiter in Israel eintreten.“

Vor allem will sie die Israelis verfolgen, die diese illegale Einreise möglich machen. „Diejenigen, die die Einreise dieser illegalen Arbeitnehmer erleichtern oder ihnen einen Platz zum Verweilen zur Verfügung stellen, werden in vollem Umfang des Gesetzes verfolgt.“

 Zum NEWSLETTER anmelden
Bestellen Sie den Newsletter der Israel Nachrichten kostenlos per E-Mail und verpassen keine Top-Story mehr. Melden Sie sich HIER an.

Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2019.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Unterstützen Sie die ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Förderspende. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…

Von am 08/08/2017. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.