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Aufarbeitung der NS-Vergangenheit zentraler Behörden – Start der Forschungsprojekte

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat im November 2016 ein Forschungsprogramm zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit der Ministerien und zentraler deutscher Behörden ausgeschrieben.

Sie folgte damit den Anregungen einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie des Instituts für Zeitgeschichte und des Zentrums für Zeithistorische Forschung („Die zentralen deutschen Behörden und der Nationalsozialismus – Stand und Perspektiven der Forschung“). Die ausgewählten zehn Forschungsvorhaben stehen nun fest.

Monika Grütters erklärte: „Das Thema NS-Vergangenheit der Bundeseinrichtungen hat hohe politische Relevanz. Das belegen nicht zuletzt die vielen parlamentarischen Anfragen dazu. Mit dem neuen Programm fördern wir erstmals institutionsübergreifende Forschungsarbeiten, die sich nicht am Raster von Behörden, Zuständigkeiten und Geschäftsbereichen orientieren. Dadurch eröffnen sich der Forschung völlig neue Zugänge und Perspektiven. Wichtig dabei ist, dass sich aufgrund der Ausgestaltung des Verfahrens als Ausschreibung auch bisher weniger bekannte Akteure mit innovativen Ansätzen bewerben konnten.“

Die Auswahl der Projektanträge erfolgte auf der Grundlage des Votums einer siebenköpfigen Expertenkommission aus unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die die Kulturstaatsministerin berufen hatte. Aufgrund der ressortübergreifenden Relevanz des Bundeskanzleramtes ist dessen Geschichte ein eigenständiger Programmteil gewidmet; zwei Projekte werden nun dessen Erforschung in den Blick nehmen.

Mit dem innovativen Forschungsprogramm soll ein neuer ressortübergreifender Zugang gefunden werden, mit dem Querschnittsthemen und auch vergleichende Ansätze – etwa zur Einbeziehung von DDR-Behörden – verfolgt werden können.

Die Kulturstaatsministerin hat für das Forschungsprogramm für den Zeitraum von 2017 bis 2020 Fördermittel in Höhe von insgesamt 4 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Eine Liste der ausgewählten Projekte finden Sie unter www.kulturstaatsministerin.de.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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Von am 14/08/2017. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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