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Hamas verweigert dem Roten Kreuz israelische Gefangene zu besuchen

Der Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (ICRC), erörterte am Dienstag das Schicksal von drei israelischen Zivilisten und von zwei IDF-Soldaten, von denen angenommen wird, dass sie von der Hamas festgehalten werden.

Hamas-Führer Yahyah Sinwar (r) und Peter Maurer ICRC-Präsident. Foto: Screenshot

Das Treffen mit dem Führer der islamischen Terrorgruppe Hamas, fand in Gaza statt. Beamte auf beiden Seiten sagten, dass der Status der vermissten Israelis eine von mehreren Themen war, die bei dem Treffen zwischen dem IKRK-Präsidenten Peter Maurer und Yahya Sinwar, dem Hamas-Führer in Gaza, diskutiert wurden.

Sinwar sagte, dass die Hamas keine Informationen über die vermissten Israelis veröffentlichen wird, bis Israel 58 palästinensische Terroristen frei lässt, die ursprünglich im Gefangenenaustausch 2011 freigelassen wurden und nach erneuten Terroraktivitäten in israelischen Gefängnissen ihre Strafe verbüßen.

Maurer hatte gefordert, sich mit den drei israelischen Gefangenen zu treffen, doch die Hamas lehnte dies ab.

Alyona Synenko, eine Sprecherin des IKRK bestätigte, dass das Schicksal der Menschen, die während des israelisch-palästinensischen Konflikts festgenommen wurden oder vermisst werden, zu den vielen humanitären Fragen gehörten, die am Dienstag diskutiert wurden. „Das Ziel dieses Besuches ist es, verschiedene humanitäre Anliegen zu diskutieren.“

Maurer traf sich auch mit den Angehörigen von Palästinensern die in israelischen Gefängnissen einsitzen und sprach mit Leuten die von dem 50-tägigen Krieg betroffen waren, den die Hamas im Jahr 2014 gegen Israel startete. Später traf er sich mit den Begünstigten der IKRK-Agrar- und Medizinprogrammen um die Abwasser-kontaminierten Strände in Gaza zu besuchen.

Er plant auch, sich mit Beamten der Palästinensischen Behörde (PA) in Ramallah zu treffen und in Israel Gespräche mit Regierungsbeamten und Verwandten der vermissten Israelis zu führen.

Lt. Hadar Goldin (L) Sgt. . Oron Shaul. Foto: IDF

Es wird geglaubt, dass die Hamas die sterblichen Überreste von zwei IDF-Soldaten festhält, Hadar Goldin und Oron Shaul, die während des Krieges 2014 getötet wurden.

Shaul wurde 2014 im Kampf zusammen mit weiteren sechs Golani Soldaten in Shajaiya getötet, als ihr gepanzerter Mannschaftswagen von einer Panzerabwehr-Rakete getroffen wurde. Sein Körper wurde nie gefunden und wird wahrscheinlich von der Hamas festgehalten.

Goldin wurde von der Hamas entführt und während eines Kampfes mit Hamas-Terroristen in Shajaiya getötet. Zwei andere IDF-Soldaten starben auch bei dem Vorfall.

Darüber hinaus soll die Hamas drei israelische Zivilisten in ihrer Gewalt haben, die freiwillig nach Gaza gingen. Es handelt sich um den äthiopischstämmigen Israeli Avera Mengistu und den Beduinen Hisham al-Sayed, beide leiden unter psychischen Problemen. Sie gingen 2014 bzw. 2015 freiwillig nach Gaza und sind von der Hamas gefangen genommen worden. Ein dritter israelischer Staatsbürger, der Beduine Jumaa Abu Ghanima, trat im Juli 2016 in den Gazastreifen ein.

Die Hamas hat keine Beweise veröffentlicht, die bestätigen, dass sie die Männer festhält und ihre Familien haben seitdem nichts mehr von ihnen gehört.

Es gab angeblich geheime Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas, um einen Deal zu diesem Thema zu erreichen.

Als humanitäre Organisation, unterhält das IKRK einen Dialog mit der Hamas. Synenko sagte, die „pragmatische Diskussion“ sei notwendig, um humanitäre Probleme zu lösen. Das Rote Kreuz hat die Hamas zuvor aufgefordert, die israelischen Gefangenen freizulassen.

Im Juni stellte Jacques de Maio, Leiter der IKRK-Delegation in Israel fest, dass „vermisste Personen, unabhängig von ihrem Status – während des Kampfes gefallene oder gefangene Soldaten oder Zivilisten, die von einer der Parteien gefangen genommen wurden, durch humanitäre Gesetze geschützt sind. Sie und ihre Familien müssen unter dem Gesetz gebührend berücksichtigt werden.“

„Menschen die lebendig gefangen wurden, müssen nach der Genfer Flüchtlingskonvention behandelt werden. Auch die menschlichen Überreste müssen mit Würde behandelt, identifiziert und an die betroffenen Familien zurückgegeben werden“, sagte de Maio.

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Von am 06/09/2017. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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