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Parteivorsitzender der Linke nennt Abgeordneten „hinterlistiger Jude“

Der Chef der Partei die Linke im Stadtverband Saarlouis im Saarland, Mekan Kolasinac, beschimpfte auf seiner Facebook-Seite einen Parteigenossen mit einer dem Wortlaut nach antisemitischen Äußerung.

Mekan Kolasinac, Die Linke, Deutschland. (Facebook)

Kolasinac hatte auf seiner Facebook-Seite über Bundesparteichef Bernd Riexinger geschrieben: „falsche hinterlistige Jude“ (sic). Hintergrund ist ein Bericht der Bild-Zeitung, wonach Riexinger versucht haben soll, die Bundestagsfraktionschefin Sahra Wagenknecht aus der Partei zu mobben.

Die Äußerung hatte bei Politikern der anderen Parteien für Empörung gesorgt, was ihn dazu veranlasste zurück zurudern. Kolasinac bestätigte zwar, dass der Post von ihm stammt, beteuerte jedoch, dass es ein Versehen gewesen sei. Er habe „Judas“ statt „Jude“ schreiben wollen.

Innerhalb weniger Minuten nachdem er den Post auf Facebook veröffentlicht hatte, habe er ihn richtig gestellt. Später entschuldigte sich Kolasinac auf seiner Seite, explizit auch bei „meinen jüdischen Freunden“.

Kolasinac ist nun der Ansicht, dass einige Mitglieder der Partei versuchen, den Vorfall gegen ihn zu instrumentalisieren, sagte er der Saarbrücker Zeitung.

Die Linkspartei ist im Laufe der Jahre immer wieder durch Antisemitismus und Anti-Israel-Skandale aufgefallen. Im Jahr 2014 hatte die Linkspartei eine Veranstaltung mit Antisemiten im Bundestag geplant. Der damalige Linken-Fraktionschef Gregor Gysi (selbst Jude), hatte die Veranstaltung gestoppt.

Die Linke in Nordrhein-Westfalen versuchte letzte Woche, einen Boykott-, Divestment- und Sanktionsantrag gegen Israel zu verabschieden.

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Von am 18/10/2017. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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