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Holländische Fußballfans verspotten im Holocaust ermordete Kinder

Fußballfans in den Niederlanden nutzten ein Bild von Kindern die Opfer des Holocaust waren, um ein rivalisierendes Team zu verspotten.

Das Foto mit zwei Kleinkindern, die einen gelben Stern tragen, wurde auf Twitter unter dem Hashtag #anti020week weit verbreitet. (Twitter)

Das Foto mit zwei Kleinkindern, die einen gelben Stern tragen, wurde auf Twitter unter dem Hashtag #anti020week weit verbreitet. Die Ziffern auf dem Bild sind die Amsterdamer Vorwahl, die im Fußballjargon auf den Hauptfußballclub der Stadt, Ajax, verweist. Das Bild, in dem ein Kind den Tränen nahe zu sein scheint, ist mit den Worten unteritelt: „Wenn 020 nur einen Stern hatte“.

Das Foto, das von vielen Unterstützern des Feyenoord-Teams in Rotterdam geteilt wird, bietet ein extremes Beispiel dafür, wie die Fans des Ajax-Rivalen die Erinnerung an den Holocaust verspotten. Ajax-Spieler und Unterstützer werden oftmals als „Juden“ bezeichnet, als Hinweis auf die große jüdische Gemeinschaft, die in der niederländischen Hauptstadt existierte, bevor 80 Prozent ihrer Mitglieder im Holocaust von Deutschen und niederländischen Kollaborateuren ermordet wurden. Einige Ajax-Fans identifizieren sich selbst als Juden.

Zu den Vorfällen gehörten Lieder über die Verbrennung von Juden und der SS sowie die Nutzung von Gas und Hamas, doch die Verwendung von Archivfotos einzelner Opfer ist ungewöhnlich.

Erik de Vlieger, ein niederländischer Industrieller und langjähriger Gegner von Hassreden im Sport, prangerte die Bilder auf Twitter an und nannte sie „einen neuen Tiefpunkt für Anti-Ajax-Ausdrücke durch Feyenoord-Anhänger“.

Ronny Naftaniel, der stellvertretende Vorsitzende der CEJI, einer in Brüssel ansässigen jüdischen Organisation die Toleranz durch Bildung fördert, drückte auch seinen „Schock“ über die Bilder aus.

„Feyenoord Anhänger, lassen Sie die Juden aus dem Spiel, wenn Sie Ajax verspotten müssen“, sagte Naftaniel.

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Von am 22/10/2017. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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