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Polnische Archäologen graben Massengrab im Vernichtungslager Gross-Rosen aus

Archäologen in Polen haben auf dem Gelände des Nazi-Todeslager Gross-Rosen im Südwesten Polens, ein Massengrab von etwa 300 Gefangenen entdeckt.

Gefangene im Konzentrationslager Gross-Rosen, Polen. Foto: screenshot

Das Konzentrationslager Groß-Rosen wurde im August 1940 gegründet und hatte etwa 125.000 Gefangene, die größtenteils Juden waren.

Etwa 40.000 Opfer starben im Lager, das als eines der berüchtigtsten Nazi-Arbeitslager galt. Das Lager wurde im Februar 1945 von sowjetischen Truppen befreit.

„Die Entdeckung der menschlichen Überreste entspricht den Listen eines der ehemaligen Häftlinge des Lagers, eines Belgier, der in den letzten Monaten vor der Befreiung dort Lagerarzt war“, sagte Dr. Katarzyna Pawlak-Weiss, eine Historikerin die Konzentrationslager untersucht, die von den deutschen Besatzungstruppen in Polen errichtet wurden, berichtete Reuters.

„In ihrem Bericht erwähnte sie 300 Menschen, die hier begraben sind.“

Überlebendenberichte aus dem Lager weisen darauf hin, dass die Leichen von Häftlingen, die in den letzten Tagen des Lagers an Krankheiten und Hungersnöten starben, in die Grube geworfen wurden. Aber Archäologen fanden auch Kugelverletzungen an den Knochen und werden die Überreste weiter untersuchen.

Die Archäologen hoffen auch, die Gefangenen zu identifizieren. Im Gegensatz zu anderen Konzentrationslagern wie Auschwitz, wo den Gefangenen Zahlen eintätowiert wurden, verwendete Gross-Rosen kleine Metallplatten mit Zahlen, die auf die Gefangenenuniformen genäht wurden. Wenn die Platten gefunden werden, können Historiker möglicherweise die Zahlen verwenden, um ihre Namen herauszufinden.

„Nach der Exhumierung, werden die Überreste der Menschen die wir in dieser Grube gefunden haben, zum Institut für Gerichtsmedizin in Breslau transportiert, wo eine Inspektion und Autopsie durchgeführt wird. Das wird geschehen, um Geschlecht, Alter, und wenn dies möglich ist den Gesundheitszustand und die Todesursache zu bestimmen“, sagte Staatsanwalt Konrad Bieron vom Polnischen Institut für Nationales Gedenken.

Quelle: JNS.org

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Von am 25/10/2017. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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